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Laut dem russischen Getreideverband (Russian Grain Union, RGU) beliefen sich die Weizenexporte Russlands auf 1,323 Millionen Tonnen in den ersten zehn Tagen dieses Monats, womit sie 30 Prozent geringer ausfielen als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr und das trotz einer guten Ernte in dieser Saison, wie die Analysten der Commerzbank in der jüngsten Ausgabe von „Rohstoffe Aktuell“ schreiben.

Die Maisausfuhren hätten sogar fast 70 Prozent unter Vorjahresniveau gelegen. Dies sei in erster Linie eine Folge geringerer Exporte in die Türkei, was wiederum auf den mit der Ukraine ausgehandelten Getreidekorridor zurückzuführen sei. Dieser würde zu einer Substitution russischen mit ukrainischen Weizens führen. Das größere Angebot an Weizen drücke die Preise auf dem heimischen Markt, heißt es weiter.

„Die RGU hat deshalb bei der Regierung angefragt, die bisherigen Ausfuhrzölle auf Weizen durch Exportquoten zu ersetzen. Diese würden zwar nicht notwendigerweise zu höheren Exporten führen, jedoch hätten sie den Vorteil, dass die durch die Angebotsverknappung höheren Exportpreise den russischen Produzenten zugutekommen, während die Zolleinnahmen an den Staat abgeführt werden“, so die Commerzbank-Analysten.