• Weizen - ISIN: US12492G1040
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 474,51 US¢/bu.
  • Mais - ISIN: XC000A0AEZE1
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 316,49 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Internationale Getreiderat IGC hat seine Schätzung für die weltweite Weizenernte 2020/21 den zweiten Monat in Folge um zwei Millionen Tonnen angehoben. Er erwartet nun 768 Millionen Tonnen, das sind sechs Millionen Tonnen mehr als der bisherige Rekord von 2019/20, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Die Hälfte der neuerlichen Anhebung entfalle auf China. Bei den Exportländern werde ein Plus bei Australien und den USA von einem Minus bei der EU von über drei Millionen Tonnen wettgemacht. In der EU-27 sollen nur 128,4 Millionen Tonnen Weizen produziert werden, heißt es weiter.

„Die EU-Kommission, die gestern ebenfalls neue Schätzungen veröffentlichte, machte bei Weichweizen sogar einen Schnitt von vier Millionen Tonnen auf 117,2 Millionen Tonnen (minus zehn Prozent gegenüber Vorjahr) und liegt auch bei seiner Angabe für Weizen insgesamt mit 124,5 Millionen Tonnen noch deutlich unter dem IGC“, so Helbing-Kuhl.

Der IGC gehe für 2020/21 zwar unverändert von einem Überschuss am globalen Weizenmarkt von 16 Millionen Tonnen aus, erwarte aber bei den großen Exporteuren nur einen marginalen Anstieg der Bestände. In den beiden Vorjahren seien diese um zusammen fast 20 Millionen Tonnen gesunken. Das heiße, aus der eigentlich prognostizierten Wiederaufstockung dürfte nichts werden, heißt es weiter.

„Umgekehrt ist es bei Mais, wo der IGC trotz einer nochmaligen Anhebung der Produktionsprognose ein weiteres, wenn auch mit drei Millionen Tonnen nur kleines Defizit erwartet, bei den Exporteuren aber einen kräftigen Anstieg der Bestände prognostiziert. Dieser geht weitgehend auf die USA zurück, wo eine Rekordernte erwartet wird. Allerdings bleibt der IGC bei seiner Prognose einer US-Ernte von 393 Millionen Tonnen und liegt damit weiterhin deutlich unter dem US-Landwirtschaftsministerium mit 406 Millionen Tonnen“, so Helbing-Kuhl.