• Weizen - ISIN: US12492G1040
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 627,80 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Das Wetter hat den Weizenmarkt wieder einmal fest im Griff. Über Wochen war die Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten der Schwarzmeerregion, der EU und den USA ein wesentlicher Faktor für den massiven Preisanstieg. Am Freitag schloss der Preis in Chicago im Kontrakt mit Fälligkeit Dezember bei knapp 633 US-Cent je Scheffel auf dem höchsten Stand seit Frühjahr 2014, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

„Auf der nördlichen Halbkugel läuft die Aussaat des Winterweizens zur Ernte 2021. Trockenheit erschwerte vielerorts die Feldarbeiten und die Frühentwicklung der Pflanzen. Gestern fiel der Preis dann auf 620 US-Cent – und im Handelsverlauf noch darunter –, weil sich die Verhältnisse nun endlich doch zu bessern beginnen. In den südlichen US-Plains fielen Niederschläge und die Vorhersagen lassen weitere erwarten“, so Helbing-Kuhl.

Auch in der EU habe es in den letzten Wochen an vielen Stellen geregnet (mancherorts sogar zu viel des Guten). Für Russland spreche das namhafte Beratungshaus SovEcon ebenfalls von sich nach und nach verbessernden Witterungsbedingungen. Dies gelte insbesondere für die Wolga-Region und den Süden des Landes. Auch die für die nächsten beiden Wochen vorhergesagte milde Witterung, die den Pflanzen mehr Zeit zum Keimen lasse, werde positiv hervorgehoben, heißt es weiter.

„Aktuell allerdings zieht der Weizenpreis wieder leicht an, nachdem das US-Landwirtschaftsministerium gestern den Zustand der jungen US-Winterweizenpflanzen schlechter als erwartet bewertete. Es vergab nur an 41 Prozent der Pflanzen das Prädikat gut oder sehr gut. Im wichtigsten Anbaustaat Kansas wird dies nur 29 Prozent der Pflanzen bescheinigt, in Oklahoma gar nur elf Prozent. Beobachter hatten landesweit mit über 50 Prozent gerechnet. Im letzten Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 56 Prozent gewesen. Die Aussaat neigt sich inzwischen dem Ende zu. Laut dem Bericht sind 85 Prozent der Winterweizenflächen bestellt, etwas mehr als im Durchschnitt der letzten Jahre zu diesem Zeitpunkt“, so Helbing-Kuhl.

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