Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Preis für den meistgehandelten Weizenkontrakt an der CBoT ist am Donnerstag auf 538,4 US-Cents je Scheffel gestiegen, bevor es zum Wochenschluss zu einem kleinen Kursrücksetzer kam. Höher notierte Weizen zuletzt vor zehn Monaten während der kurzen Preisspitze infolge der Trockenheit in den US-Sommerweizengebieten, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

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    Aktuell seien es Berichte über einen schlechten Zustand der Winterweizenpflanzen, u.a. im wichtigsten US-Anbaustaat Kansas, die den Preis nach oben treiben. Diese Nachrichten träfen auf einen Markt, der bis zuletzt auf weiter fallende Notierungen gesetzt habe. Die daraufhin einsetzenden Short-Eindeckungen dürften ein wesentlicher Grund für den Preisanstieg der letzten Tage gewesen sein. Allerdings befänden sich die weltweiten Weizenbestände nach fünf Überschussjahren in Folge auf einem Rekordniveau, was gegen einen fortgesetzten Preisanstieg spreche, heißt es weiter.

    „Im Schlepptau von US-Weizen ist auch der Weizenpreis an der Euronext in Paris mittlerweile auf fast 180 Euro je Tonne gestiegen. Auch dies entspricht dem höchsten Stand seit fast zehn Monaten. Zusätzlich unterstützend wirkte hier der zuletzt schwächere Euro, der die Exportaussichten für EU-Weizen verbessert hat. Das trockene und warme Wetter – in Deutschland sind für die nächsten vier Wochen überdurchschnittliche Temperaturen und trockene Bedingungen vorhergesagt – könnte aber auch hierzulande die Pflanzenentwicklung beeinträchtigen und zu Ertragseinbußen führen“, so die Commerzbank-Analysten.