Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Weizenexporte der EU und Russlands zeigen weiter in unterschiedliche Richtungen. Seit Saisonbeginn im Juli liegen die kumulierten EU-Weichweizenexporte 22 Prozent unter dem Vorjahr. Nach Einschätzung der EU-Kommission dürfte die EU im gesamten Erntejahr 23 Millionen Tonnen Weichweizen exportieren, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

    ANZEIGE

    Dagegen lägen die Weizenexporte Russlands derzeit 43 Prozent im Plus bei 33,7 Millionen Tonnen. Für die Gesamtsaison 2017/18 erwarte das russische Beratungshaus IKAR 40 Millionen Tonnen. Für die nächste Saison rechne IKAR bei einer Produktion von 72 bis 78 Millionen Tonnen mit einem Rückgang der russischen Exporte auf 33,5 bis 37 Millionen Tonnen. Damit würde Russland aber weiterhin der mit Abstand weltgrößte Weizenexporteur bleiben, heißt es weiter.

    „Inwieweit die EU Marktanteile zurückgewinnen kann, wird von vielen Variablen abhängen, nicht zuletzt den Wechselkursen und ihrer eigenen Erntemenge und -qualität. Die EU-Kommission ist zuversichtlich und hat ihre Prognose 2018/19 für die Weichweizenexporte letzte Woche um sieben Prozent auf 27 Millionen Tonnen erhöht. Dabei unterstellt sie, dass die EU-Produktion trotz einer leicht niedrigeren Fläche (minus 1,6 Prozent) mit 141,5 Millionen Tonnen etwa so hoch wie im Vorjahr sein wird“, so die Commerzbank-Analysten.