• Weizen - ISIN: US12492G1040
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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Trotz der Niederschläge der letzten Zeit herrscht in vielen nördlich gelegenen Regionen der EU, aber auch in Teilen Rumäniens weiterhin ein Feuchtigkeitsdefizit. Da es schon zuvor während entscheidender Entwicklungsphasen zu trocken war, sind irreversible Schäden entstanden, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Daher habe sich die Prognoseeinheit MARS der EU-Kommission zu einer weiteren Kürzung ihrer Ertragsschätzung für die Wintergetreide und Raps veranlasst gesehen. Nach mehreren Abwärtsrevisionen würden nun sowohl die durchschnittlichen EU-Erträge von Weichweizen als auch von Raps deutlich unter dem Fünfjahresmittel erwartet. Die Abweichung solle bei Weichweizen 2,8 Prozent, bei Raps sogar 5,9 Prozent betragen, heißt es weiter.

„Düster sieht es wegen der langen Trockenperiode des Frühjahrs vor allem in Frankreich aus, das bei beiden Produkten der größte Produzent der EU ist. Der französische Weichweizenertrag wurde im aktuellen Bericht deutlich auf 7,5 Prozent unter dem Fünfjahresmittel und sogar 17 Prozent unter Vorjahr reduziert. Noch höher sind die Abweichungen in Rumänien mit einem Minus von elf Prozent gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt und 18 Prozent gegenüber Vorjahr“, so Helbing-Kuhl.

Bei Raps müssten sich diese beiden Länder ebenfalls auf weit unterdurchschnittliche Erträge einstellen. In Deutschland würden die Weichweizenerträge trotz Kürzung noch marginal über dem Durchschnitt und über dem Ertrag des letzten Jahres erwartet, bei Raps aber leicht darunter. Anders als für die Wintersaaten sehe es für die Sommerfrüchte in vielen Gebieten gut aus, heißt es abschließend.