Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Nachdem die leichte Aufwärtsrevision der erwarteten US-Weizenernte 2017/18 durch das US-Landwirtschaftsministerium vor zehn Tagen den Weizenpreisen einen Dämpfer versetzt hatte, wirken nun Meldungen niedriger als erwarteter Erträge in wichtigen Anbaugebieten der US-Plains in die entgegengesetzte Richtung, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

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    Bereits seit Längerem mache man sich am Markt auch Sorgen über die Qualität des Weizens, vor allem über niedrige Proteingehalte. Da auch der Sommerweizen nicht verspreche, die Lücke an qualitativ hochwertigem Weizen schließen zu können, sei der Weizenpreis inzwischen auf den höchsten Stand seit rund einem Jahr gestiegen. Am Freitag habe Weizen in Chicago bei 481,5 US-Cents je Scheffel geschlossen, heißt es weiter.

    „Die Preisbewegung nach oben dürfte auch durch einen weiteren Abbau der Netto-Short-Positionen der kurzfristig orientierten Marktteilnehmer unterstützt worden sein. Wie die CFTC-Daten zeigen, wurden diese bereits in der Woche zum vergangenen Dienstag stark reduziert. Dies dürfte sich auch in den Folgetagen fortgesetzt haben“, so die Commerzbank-Analysten.