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Bridgewater Associates rechnet offenbar mit einem Absturz der Aktien zahlreicher deutscher DAX-Konzerne und hat milliardenschwere Short-Positionen aufgebaut.

Das "Handelsblatt" hatte vor einigen Tagen zum ersten Mal über die Short-Positionen berichtet. Wie Daten aus dem Bundesanzeiger zu entnehmen ist, hat Bridgewater seine Short-Positionen mindestens bis zum Donnerstag noch ausgebaut.

Die folgende Abbildung aus dem Netto-Leerverkaufsregister des Bundesanzeigers zeigt die aktuellen Short-Positionen bei deutschen Aktien von Bridgewater Associates:

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Die Positionen sind insgesamt etliche Milliarden Euro schwer. So ist etwa allein die Short-Position auf 0,91 Prozent aller Allianz-Aktien rund 775 Millionen Euro wert.

Anleger müssen ihre Short-Positionen jeweils bis 15.30 Uhr des Folgetages dem Bundesanzeiger melden, wenn die Netto-Verkaufsposition mindestens 0,5 Prozent der ausstehenden Aktien beträgt.

Bridgewater Associates verwaltet insgesamt rund 160 Milliarden Dollar für mehr als 350 institutionelle Anleger in verschiedenen Anlagevehikeln.

Die Tatsache, dass Bridgewater Associates die Short-Positionen in den vergangenen Tagen weiter ausgebaut hat, könnte teilweise für die Kursverluste am deutschen Markt verantwortlich sein. Die folgende Tabelle zeigt exemplarisch, wie sich die Short-Positionen auf die Allianz-Aktien entwickelt haben.

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Am vergangenen Dienstag, als der DAX deutlich einbrach, baute Bridgewater seine Short-Positionen bei Allianz und bei den meisten anderen Aktien deutlich aus. Am Mittwoch, als der DAX sich deutlich erholte, reduzierte Bridgewater die Short-Positionen dann wieder etwas, nur um sie am Donnerstag erneut auszuweiten.

Nicht nur in Bezug auf deutsche Aktien ist Bridgewater skeptisch. Der Hedgefonds hat außerdem Short-Positionen auf zahlreiche italienische Aktien aufgebaut. Nach einem Bericht von Bloomberg beliefen sich diese Short-Wetten bei italienischen Aktien zuletzt auf rund drei Milliarden Euro.

Auf meinem Guidants-Desktop werde ich die Short-Positionen von Bridgewater im Auge behalten und bei Veränderungen weiter kommentieren.