• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.818,92000 $/oz.

London (Godmode-Trader.de) - Der Goldpreis könnte in diesem Jahr einer ähnlichen Dynamik ausgesetzt sein wie im vergangenen. So lautet das Urteil der Analysten der Branchenorganisation World Gold Council (WGC) in ihrem Jahresausblick auf 2022. Die Experten sehen konkurrierende Kräfte am Werk. Einerseits fragten viele Anleger Gold nach, weil die Inflation hoch sei. Anderseits könnten Zinserhöhungen gerade in den USA den Goldpreis drücken. Wenn in den USA die Zinsen steigen, wird das zinslose Gold im Vergleich zu anderen Anlagen wie Staatsanleihen weniger attraktiv, das kann die Nachfrage negativ beeinflussen. Zugleich kann die Zinswende den Dollar verteuern, was das in Dollar gehandelte Gold in anderen Währungsräumen zusätzlich unattraktiver macht.

Der WGC geht davon aus, dass „kurzfristig der Goldpreis womöglich auf den Realzins reagieren wird, je nachdem, wie schnell die Zentralbanken weltweit ihre Geldpolitik straffen und wie effektiv sie die Inflation kontrollieren“. Während Faktoren wie die anhaltende Inflation und die Schmucknachfrage wahrscheinlich unterstützend wirken werden, könnten steigende Zinsen für Gegenwind sorgen.“

Trotz des Gegenwinds für Gold, den Zinserhöhungen entfachen können, sieht die Gold-Lobbyorganisation deren Effekt als zeitlich begrenzt an und verweist dabei auf die Historie. Denn nicht selten war es so, dass das gelbe Edelmetall nach dem Beginn eines Zinserhöhungszyklus zulegen konnte, da der Markt die Zinserwartungen nicht mehr anpassen musste. „Auch wenn der Goldpreis schwanken möge: Sein Wert als hochliquide Absicherung bleibe letztlich konstant, so der WGC. Dies sei eine wichtige Eigenschaft inmitten der anhaltenden, Corona bedingten Marktvolatilität und der zunehmenden Risikobereitschaft der Anleger.

Der Goldpreis war zuletzt wieder etwas gestiegen, nachdem er mir Jahresmitte 2021 zeitweise recht niedrig gewesen war. Das Jahr 2021 schloss der Goldpreise mit einem Minus von rund 4 Prozent auf 1.806 Dollar ab - allerdings in Dollar. In Euro verzeichnete Gold im vergangenen Jahr ein Plus von 3,3 Prozent.

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