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London (GodmodeTrader.de) - Die Fed Fund Futures deuten für das nächste Jahr höchstens eine Erhöhung um nochmals 25 Basispunkte an. Die sogenannten Fed-Dots, also die Erwartungen der Fed-Gouverneure, sehen demgegenüber neben dem Zinsschritt im Dezember für nächstes Jahr drei weitere Erhöhungen vor. In der Vergangenheit lag aber der Futuresmarkt eigentlich immer richtig, wie Thorsten Becker, Portfoliomanager JOHCM US Small Mid Cap Fund, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Wie aggressiv die Fed 2018 vorgehen werde, hänge aber auch von den Inflationssignalen ab. So habe sich die Lage am Arbeitsmarkt angespannt. Wir hätten eine Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent, was in den USA praktisch Vollbeschäftigung bedeute. Zudem zögen die Löhne an. Seit 2010 bis ungefähr 2015 habe das Lohnwachstum etwa 1,5 Prozent betragen. Jetzt liege es bei 2,5 Prozent, heißt es weiter.

„Und obwohl die allgemeine Inflationsrate in den USA noch relativ niedrig ist, denken wir, dass die Fed sehr stark auf diese Lohnentwicklung schaut. Das Konsumentenvertrauen ist ein guter Indikator für die Konsumausgaben, welche 70 Prozent der gesamten US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Das hohe Konsumentenvertrauen sowie der starke Arbeitsmarkt beleben den Wohnungsmarkt. Angesichts dieser Faktoren ist die Fed wahrscheinlich doch bereit, 2018 ein bisschen aggressiver vorzugehen, um die Zinsen zu normalisieren“, so Becker.