Für Globalisierungskritiker steht fest, dass es ohne die Globalisierung die Pandemie nicht gegeben hätte. Ist die Welt nicht vernetzt, kommt es auch zu keiner globalen Ausbreitung. So bestechend das klingen mag, es ist falsch. Pandemien gab es schon immer. Der Schwarze Tod (die Pest) reduzierte die Bevölkerung im 14. Jahrhundert in Europa, Nordafrika und Asien um ein geschätztes Drittel. Die Ausbreitung dauerte zugegebenermaßen länger. Während sich Covid innerhalb von Wochen überall auf der Welt ausbreitete, waren es damals Jahre. Geringere Vernetzung und Handel haben die Pandemie allerdings nicht verhindert. Das ist natürlich kein Argument, um die Nachteile der Globalisierung zu ignorieren. Globale Lieferketten waren zeitweise unterbrochen. Man merkte, dass es vielleicht doch nicht geschickt ist, wenn man die Produktion bestimmter medizinischer Güter in andere Teile der Welt verlagert. Ein Exportstopp in diesen Ländern sorgt dann im eigenen Land dafür, dass z.B. Masken fehlen. Hier soll es aber nicht um die generellen Vor- und Nachteile der Globalisierung gehen, sondern um einen ganz bestimmten Fall.

Artikel wird geladen