Vor zwei Wochen hatte noch nie jemand von Archegos gehört. Dann fielen plötzlich Aktien von Viacom oder Vipshop um 30 % an einem Tag. Der Gesamtverlust belief sich bei einigen betroffenen Aktien auf 60 %. Diese Verluste wurden innerhalb weniger Tage angehäuft. Kurz darauf erklärten Banken wie Credit Suisse, dass sie Milliarden verloren haben dürften. Banken wie Nomura und Credit Suisse verkauften Aktienpositionen von Archegos. Auslöser des Desasters war ein zunächst harmloser Kursrückgang bei Viacom und anderen Positionen, die der Fonds hielt. Archegos hielt Positionen im Wert von geschätzten 50 Mrd. Dollar. Das zugrundeliegende Kapital betrug allerdings maximal 10 Mrd. Der Fonds verwendete also einen stattlichen Hebel. Als die Kurse zu fallen begannen, löste dies Margin Calls aus. Der Fonds konnte diese nicht bedienen. Das Kapital fehlte und war vermutlich zu diesem Zeitpunkt bereits aufgebraucht. Wenn ein 50 Mrd. Portfolio um 20 % fällt, ist das Eigenkapital von 10 Mrd. verbraucht. Um die Verluste zu begrenzen verkauften Banken die Positionen. Dies führte zu dem Kurssturz. Da der Fonds kein Geld mehr hat, bleiben Banken auf den Verlusten sitzen.

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