• Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 1.222,740 $/Unze

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Goldpreis verteuerte sich am Montag in der Spitze bis auf knapp unter 1.233 US-Dollar je Feinunze. Aus Sicht der Commerzbank haben die Twitter-Meldungen des US-Präsidenten von vergangener Woche Auftrieb verliehen. Trump warf der EU und China vor, ihre Währungen zu niedrig zu drücken, um einen unfairen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Zuvor kritisierte Trump in einem Interview die US-Notenbank. Trump befürchtet angesichts steigender Zinsen und der steigenden US-Währung Nachteile für die US-Wirtschaft. Die Trump-‚Tiraden‘ führten zu einer weiteren Abwertung des US-Dollar, was wiederum den Goldpreis etwas erholen ließ.

Dennoch lässt sich nicht verhehlen: Der Goldpreis ist seit Mitte April in einem Dämmerzustand, denn er ist nicht etwa gestiegen, sondern gefallen, und das trotz vielfältiger, nicht zu übersehender Risiken weltweit. Wie ist das offensichtlich nachgelassene Interesse am Gold zu erklären? Die Experten von Degussa sehen einen Erklärungsfaktor in dem gestiegenen US-Kurzfristzins. Er habe die Kosten der Goldhaltung erhöht: „Wer Gold hält, dem entgehen nun Zinseinnahme, die man alternativ durch das Investieren in kurzlaufende Schuldpapiere erzielen könnte“, heißt es in einem aktuellen Marktkommentar. Die unmittelbare Folge aus Sicht von Degussa: Dieser Effekt dämpft die Nachfrage nach Gold und damit auch den Preis des gelben Metalls.

Hinzu komme, dass die Geldpolitik der Zentralbanken die Risikosorgen der Finanzmarktakteure eingeschläfert habe. „Durch die nach wie vor relativ niedrigen Zinsen und die Aussicht, dass die Zentralbanken im Falle erneuter Erschütterungen im Finanzsystem Beistand leisten werden, hat die Nachfrage nach einer „Portfolioversicherung“, etwa in Form von Gold nachgegeben.