Gastbeitrag von Michael Vaupel, Experte auf Guidants (Jetzt folgen!)

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Diese Frage soll anschaulich beantwortet werden und beginnt dazu mit Robinson Crusoe und Freitag – aus dem bekannten Roman von Daniel Defoe. Selbst wenn die beiden auf ihrer einsamen Insel alles Gold der Welt gehabt hätten, dann hätte es für sie nichts bedeutet.

Und wenn sie modernes Papiergeld gehabt hätten, dann hätten sie dieses nur zum Feuermachen nutzen können. Ja, zwei Menschen auf einer einsamen Insel benötigen kein Geld. Aber wenn es mehr als zwei Menschen werden, dann kommt das Bedürfnis auf, ein Zahlungsmittel zu haben, um einfacher tauschen zu können. Nichtsdestotrotz kam das Konzept von Geld nicht sofort auf – zuerst entwickelte sich der Tauschhandel, Ware gegen Ware.

Mit dem Begriff Barter-Geschäft wird der bargeldlose Tauschhandel bezeichnet. Wer ein paar Eier hat und Salz braucht, kann eins der Eier gegen Salz eintauschen. Geld ist bei diesem Tausch nicht notwendig. Aber nicht immer ist es so einfach.

Das erste Problem, welches bei Barter-Geschäften auftauchen kann, ist die notwendige Gleichzeitigkeit der Wünsche. Angenommen, ich habe Eier und möchte Salz. Also muss ich jemanden finden, der Salz hat und zur selben Zeit dieses gegen ein Ei eintauschen möchte. Aber was ist, wenn die Person, die Salz hat, dieses nicht gegen ein Ei, sondern gegen Zucker eintauschen möchte? Was passiert dann?

Um die Transaktion in diesem Fall durchführen zu können, muss ich erst jemanden finden, der Zucker hat und diesen gegen ein Ei eintauschen möchte. Dann nehme ich den Zucker, gehe damit zu der Person, die das Salz hat, und gebe ihr den Zucker im Austausch gegen das Salz.

Dieses Beispiel beinhaltete drei Waren. Stellen Sie sich vor, was los wäre, wenn es um zehn Waren gehen würde. Das könnte für diejenigen, die tauschen möchten, ein komplettes Chaos bedeuten. In einem Barter-System mit vier Waren gibt es sechs mögliche Tauschverhältnisse. Aber stellen Sie sich ein Barter-System vor, in welchem 1.000 Waren untereinander getauscht werden können. Dann würde es 499.500 mögliche Tauschverhältnisse geben.

Das zweite Problem bei Barter-Geschäften ist die Unteilbarkeit. Angenommen, jemand möchte eine Töpferware verkaufen für einige grundlegende Dinge wie Eier, Salz und Weizen. Wenn dieser Mensch keine Person findet, die diese Dinge gegen eine Töpferware eintauschen möchte, dann kommt kein Barter-Geschäft zustande. Und wenn es drei unterschiedliche Menschen gibt, von denen der eine Eier, der andere Salz und der dritte Weizen anbietet – wie kann dann die Töpferware aufgeteilt werden? Denn diese ist nur ungeteilt von Nutzen.

Schon in der Steinzeit lebten die Menschen in Gruppen von vielleicht 20 bis 60 Personen zusammen. In so einer Gemeinschaft gingen üblicherweise die Männer auf die Jagd, um Fleisch auf den Tisch zu bringen. Aber nach jeder Jagd gab es einige Männer, welche nicht erfolgreich gewesen waren und deshalb mussten deren Familien hungern.

Eine Möglichkeit, dieses Problem zu beseitigen, war die Vergesellschaftung der Risiken: Jäger, welche Erfolg hatten, teilten das Fleisch mit denjenigen, welche nicht erfolgreich gewesen waren. So wurde sichergestellt, dass niemand hungern musste. Das beinhaltete natürlich die Annahme, dass Jäger mit einem schlechten Tag später wieder vielleicht einen guten Tag haben würden – und dann ihrerseits mit anderen teilen würden.
Und was machten die schlechten Jäger?

Aber dieses Arrangement ging davon aus, dass alle Jäger gleich kompetent bei der Jagd sein würden, was der Fall gewesen sein mag – oder eben nicht. Wenn der Mann einer bestimmten Familie generell ein schlechter Jäger war, dann war die Wahrscheinlichkeit größer, dass er mehrere schlechte Tage haben würde. In so einer Situation würde er von der Großherzigkeit der anderen abhängig sein, um seine Familie ernähren zu können.

Was wäre, wenn dieser Mann, der nicht gut jagen konnte, stattdessen aber sehr gut bei Töpferarbeiten gewesen wäre? Er hätte dann Töpferarbeiten herstellen und diese bei den Jägern gegen Fleisch eintauschen können, um so seine Familie zu ernähren. Allerdings wären auch dann die Probleme der Barter-Geschäfte aufgetaucht. Was wäre, wenn die Jäger an einem bestimmten Tag keine Töpferware gewollt hätten? Die Familie des Töpfers würde an solchen Tagen dann hungrig sein – denn Nahrung wird jeden Tag benötigt, neue Töpferwaren nicht.

Was wäre ein Ausweg für den Töpfer gewesen? Er hätte zum Beispiel an einem Tag für seine Töpferwaren mehr Nahrung eintauschen können, als seine Familie an diesem Tag benötigte. Aber wie konnte er diese Nahrung lagern? Die Lösung war, dass der Töpfer seine Güter gegen eine Ware eintauschte, welche nicht so schnell verdarb. Er konnte diese Ware dann lagern und hoffentlich später gegen Nahrung eintauschen – an Tagen, an denen es geringe Nachfrage nach seinen Töpferwaren gab. Selbstverständlich funktioniert dieses Beispiel auch mit einer Töpferin.

Frühe Geschäfte per Barterhandel – so entwickelten sich „Standardgegenstände“,die zu Geld wurden

Als die Menschen begannen, Geschäfte jenseits des eigenen Clans durchzuführen, bemerkten sie, dass formalere Regeln für Verträge notwendig sein können. Innerhalb des eigenen Clans konnte man vereinbaren, dass die Gegenleistung nicht sofort erfolgen musste. Wenn im Clan jemand Töpferwaren kaufen wollte, aber nicht so viele Nahrungsmittel hatte, wie der Töpfer dafür haben wollte, dann konnte er den Rest auch später zahlen, wenn er eine gute Jagd gehabt hatte. Aber dieses Arrangement konnte schlecht bei jemandem angewendet werden, der nicht zum eigenen Clan gehörte und dem man nicht vertrauen konnte.

Wenn Menschen Barter-Geschäfte mit anderen Menschen außerhalb ihres eigenen Clans durchführen wollten, dann brauchten sie „Standardgegenstände“, welche jeder bereitwillig akzeptierte und die dadurch komplexere Barter-Geschäfte ermöglichten. Ein Töpfer musste dann seine Töpferwaren nicht mehr notwendigerweise nur gegen Nahrungsmittel eintauschen, welche nicht lange haltbar waren. Er konnte sie auch gegen solche allgemein akzeptierten „Standardgegenstände“ eintauschen, die er wiederum in der Zukunft gegen Nahrungsmittel tauschen konnte. Auf diese Weise konnten auch Barter-Geschäfte mit Menschen jenseits des eigenen Clans durchgeführt werden.
Solche „Standardgegenstände“ wurden nicht über Nacht erfunden.

Es gab wahrscheinlich in unterschiedlichen Gemeinschaften viele gescheiterte Versuche im Laufe der Jahrhunderte, bevor sich solche Gegenstände herauskristallisierten. Der Nutzen liegt auf der Hand. Der Mensch in unserem Beispiel brauchte jemanden, der Zucker hatte und diesen gegen Eier eintauschen wollte. Dann wurden erst Eier gegen Zucker getauscht – und dann der Zucker gegen Salz. Am Ende konnte dieser Mensch dann ein Ei mit Salz genießen.

Im zweiten Beispiel hatten wir einen Töpfer, welcher die Töpferware nicht teilen konnte, um damit eine kleinere Menge Nahrung bezahlen zu können. Aber er konnte sie gegen eine größere Menge von etwas eintauschen, was leichter teilbar war.

Ein Beispiel dafür ist Zucker. So konnte der Töpfer einen größeren Zuckervorrat erwerben und davon dann auch kleinere Mengen an Nahrungsmitteln erwerben. In so einem Fall hätte sich nach und nach eine größere Nachfrage nach Zucker gezeigt – da die Menschen gesehen hätten, dass sie Zucker leicht gegen Güter ihres täglichen Bedarfs eintauschen konnten. In der heutigen Terminologie gesprochen bedeutet dies, dass Zucker eine größere „Marktfähigkeit“ als andere Güter gehabt hätte. Woher kam diese Marktfähigkeit des Zuckers? Eier sind leicht zerbrechlich und müssen vorsichtig transportiert werden.

Beim Transport von Zucker gibt es hingegen weniger Probleme. Und anders als Töpferware kann Zucker auch leicht geteilt werden. Und was ist mit Salz? Bei Salz besteht die Gefahr, dass es regnet und sich das Salz auflöst. Für Zucker gilt das teilweise – dafür kann Zucker wiederum Ameisen anziehen.

All das mussten die Menschen bedenken, wenn sie „Standardgegenstände“ für den Tausch suchten. Und solch ein Gegenstand sollte auch nicht nur ein Tauschmittel sein, sondern ebenfalls im Alltag verwendet werden können. Interessanterweise wurde auf diese Weise das Konzept von „Geld“ nicht von einer Person oder einer Gemeinschaft erfunden, sondern es entwickelte sich langsam fast überall auf der Welt.

In unterschiedlichen Gesellschaften wurden unterschiedliche Formen von Geld entwickelt.

Aber in jeder Gesellschaft gab es einen oder zwei Rohstoffe, welche schließlich als Standardtauschmittel genutzt wurden. In Teilen des alten Indiens waren Mandeln ein Zahlungsmittel. Auf den Nikobaren (einer Inselgruppe im Golf von Bengalen) waren Kokosnüsse Geld. In Guatemala wurde mit Mais bezahlt. Im vorkolonialen Namibia waren es zeitweise Straußenfedern.

Und in der Mongolei wurde Tee als Zahlungsmittel genutzt. In Reis produzierenden Gesellschaften wie im Gebiet der heutigen Staaten Philippinen, Japan und Burma wurden standardisierte Mengen Reis als Geld genutzt. Und im kalten Norwegen wurde zeitweise Butter in dieser Funktion verwendet. Sogar Stockfisch (= getrockneter Fisch) wurde als Geld genutzt. In der Fastenzeit war die Nachfrage nach Stockfisch übrigens besonders groß.

Wieso entwickelten sich in unterschiedlichen Weltgegenden unterschiedliche Zahlungsmittel? Hauptsächlich lag das an der jeweiligen Verfügbarkeit des Zahlungsmittels. So wurde im nordamerikanischen Virginia Tabak produziert – und der wurde als Zahlungsmittel genutzt.
Kein Witz: 1642 wurde Tabak in Virginia zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt.

Und in Maryland wurden alle Geschäftstransaktionen inklusive der Steuerzahlungen in Tabak abgewickelt. Ein weiterer Rohstoff, der als Zahlungsmittel verwendet wurde, war Salz. Die frühen römischen Soldaten erhielten zeitweise ihre Soldzahlungen in Salz. Das wurde dann „salarium“ genannt, wovon das heutige Wort „Salär“ abgeleitet wurde.

Auch Tabak fungierte zeitweise als Zahlungsmittel

In Teilen Westafrikas wurde Salz noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Zahlungsmittel verwendet. Salz konnte gekauft, verkauft, gemietet, gelagert und sogar vererbt werden. Interessanterweise konnten im Sudan alle Dinge und Güter des täglichen Bedarfs wie Kleidung, Pferde und sogar Sklaven mit Salz gekauft werden. Zu bestimmten Zeiten lag der Preis eines Sklaven bei der Menge an Salz, die der Größe seines Fußes entsprach. Salz wurde wegen seiner Härte und Dauerhaftigkeit als Geld genutzt. Es wurde unter großen Risiken und großem Arbeitseinsatz aus der Sahara gewonnen.


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Dort konnte das Salz gut transportiert und auch zur Ernährung von Mensch und Tier verwendet werden. Aus dem Meer gewonnenes Salz hingegen konnte nicht so gut transportiert werden und änderte die Farbe und den Geschmack, wenn es exzessiver Hitze oder Feuchtigkeit ausgesetzt wurde. Das Salz, welches in der Sahara gewonnen wurde, war so hell, dass Salzscheiben, welche Händler transportierten, für Marmor gehalten werden konnten. Diese Reinheit stellte auch sicher, dass das Salz in standardisierte Größen geteilt werden konnte.

Der menschliche Einfallsreichtum in Zeiten der Not hat sogar dazu geführt, dass Zigaretten als Geld genutzt wurden. Dies war zum Beispiel in Deutschland unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall. In Deutschland stationierte amerikanische und britische Soldaten konnten ihre Zigarettenration gegen Dinge des täglichen Bedarfs eintauschen – und ihren Sold unangetastet lassen.

Ab September 1946 unterbanden britische und amerikanische Behörden dann die Möglichkeit, die Reichsmark in britische Pfund oder US-Dollar zu tauschen. Für die Soldaten waren damit die Zigaretten effektiv „Geld“. Bezahlt wurde nicht mit dem Sold in harter Währung, sondern mit der „Währung“ Zigaretten. Diese hatten einen wirtschaftlichen Wert erhalten, der über dem ihres eigentlichen Verwendungszwecks lag.

Was wir bis jetzt gesehen haben: Während der Geschichte des Geldes wurde größtenteils ein Rohstoff als Geld genutzt, welcher auch einen eigenen Gebrauchswert hatte. Es gab natürlich auch Ausnahmen, wie zum Beispiel die Kaurischnecken. Aber der wichtigste Punkt beim Nutzen von Geld ist der Glaube, dass dieses Geld auch von anderen angenommen wird. Und wenn dieser Glaube im Zeitablauf allgemein vorherrschend wird, dann können sogar absurde Dinge als Geld genutzt werden.
Geld ermutigt auch die Spezialisierung der Arbeit sowie den Handel mit Fremden.

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Dies ist wichtig, wenn es um die Erhöhung der Produktivität und den Fortschritt geht. Das klingt zu abstrakt? Dann überlegen Sie einmal, wie schwer es ohne Spezialisierung der Arbeit wäre, in der heutigen Welt einen Alltagsgegenstand wie einen Toaster herzustellen. Ihr Autor wäre dazu selbst mit den notwendigen Utensilien nicht in der Lage. Aber wenn sich viele Menschen in ihren jeweiligen Nischen spezialisieren, dann werden auch Produkte wie „Toaster“ möglich.

Und diese Spezialisierung und dieser Fortschritt sind nur möglich, weil unsere Vorfahren das Konzept von Geld erfunden haben. Denn dadurch wurde es den Menschen möglich, in den Bereichen zu arbeiten, welche ihnen am besten lagen – ohne sich darüber Sorgen machen zu müssen, wie sie ihre Produkte gegen andere notwendige Dinge eintauschen könnten. Diese Spezialisierung wiederum führte zu Entdeckungen und Erfindungen. Das Konzept von Geld ist deshalb ein wichtiger Punkt für den menschlichen Fortschritt, ob wir das mögen oder nicht. In Gesellschaften wie dem Stamm der Nukak Maku im südamerikanischen Regenwald, welche das Konzept von Geld nicht entwickelt hatten, gab es daher keinen bzw. wenig Fortschritt.


Die drei Funktionen des Geldes

Was auch immer als „Geld“ genutzt wird – es gilt festzuhalten, dass Geld üblicherweise drei Funktionen übernimmt:

Zahlungsmittelfunktion
Wertaufbewahrungsmittel
Recheneinheit / Maßstab für Werte

Historisch gesehen haben sich Gold und Silber im Hinblick auf diese drei Punkte bewährt. Aber natürlich geht es heutzutage auch einfacher – bedrucktes Papier kann ebenfalls diese drei Funktionen übernehmen, sofern der Glaube besteht, dass dieses Geld auch von anderen angenommen wird. Letztlich gilt dies auch, wenn diese Entwicklung einen Schritt weiter getrieben wird und das Geld rein virtuell wird.

Ab dem Punkt, an dem „Geld“ beliebig vermehrbar wird – per Knopfdruck bei der Druckerpresse oder rein virtuell – entsteht allerdings neues Konfliktpotenzial. Dieses dreht sich um die Frage, wer die Geldmenge kontrolliert. Ist es eine zentrale Instanz wie eine Notenbank, die unabhängig agiert? Oder wird dezentral Geld geschöpft, wenn etwa Bitcoin per „Mining“ bildlich gesprochen geschürft werden? Hierbei geht es um die Kontrolle über eine wichtige Ressource, und bei diesem Thema hat sich seit Menschheitsgedenken Konfliktpotenzial ergeben.

In dem Kontext kommt es auch zum sogenannten Moral Hazard Problem. In Zeiten einer Panik ist es für Notenbanken oftmals wichtig, glaubhaft zu signalisieren, dass sie privaten Geschäftsbanken Geld leihen werden – wenn auch zu einem höheren Zinssatz. Dazu müssen sie z.B. weiter Wechsel diskontieren und auch Geld an Banken und Investmenthäuser verleihen, welche dieses dringend benötigten. Wenn die Panik vorüber ist, dann sollten diese Banken und Investmenthäuser wieder dazu in der Lage sein, das Geld zurückzuzahlen.

Hier kommt das besagte Problem „Moral Hazard“ ins Spiel. Denn sobald die Banken und Investmenthäuser erst einmal wissen, dass die Notenbank sie retten wird, wenn es wirkliche Probleme gibt, erhöht das deren Bereitschaft, riskante Geschäfte einzugehen. Wenn diese gut gehen – sehr gut. Und wenn es schiefgehen sollte, dann wird schon die Notenbank (und/oder die Steuerzahler/innen) mit neuen Krediten bzw. „leichtem Geld“ helfen. In so einem Kontext kann dies die privaten Geschäftsbanken zu besonders riskanten Finanzgeschäften verleiten, welche letztlich die Krisenanfälligkeit des Finanzmarktes erhöhen. Eine Notenbank, die angeschlagene Banken „rettet“, kann gerade dadurch dazu beitragen, dass die nächste Finanzkrise umso größer wird.

Hier haben wir es mit einer Entwicklung zu tun, die weiterhin im Fluss ist. In Zeiten von Kryptowährungen wie Bitcoin ist derzeit offen, wie das Geld der Zukunft und die entsprechende Geldschöpfung aussehen werden. Doch egal, welche Form von Geld wir zukünftig nutzen werden – es ist sehr wahrscheinlich, dass auch das zukünftige Geld die drei zuvor genannten Funktionen übernimmt. Und das wäre dann doch eine Konstante seit Robinson Crusoe und Freitag.

Michael Vaupel

Verwendete Literatur:

Vaupel und V. Kaul: „Die Geschichte(n) des Geldes“, Kulmbach 2016.

Lewis: „Gold Once and Future of Money“, New Jersey, 2007.

Heath: „Economics without Illusions – Debunking the Myths of Modern Capitalism“, New York, 2009