Der Tourismus-Sektor gehört zu den Branchen, die am stärksten von der Corona-Pandemie getroffen wurden. Auch wenn sich durch die fortschreitenden Impfungen zumindest in Teilen inzwischen eine Normalisierung abzeichnet, so dürfte es lange dauern, bis beim Verreisen wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreicht oder überschritten wird.

Nach dem "Global Normalcy Index" des "Economist" lag der Flugverkehr in 50 berücksichtigten Ländern in der vorletzten September-Woche nur bei 39 Prozent des Vorkrisenniveaus. Der Airline-Weltverband IATA rechnet damit, dass der Flugverkehr in Europa erst im Jahr 2024 wieder annähernd den Stand vor Ausbruch der Pandemie erreichen wird. Dann soll der europäische Flugverkehr wieder bei 98 Prozent des Niveaus von 2019 angekommen sein. Doch wegen des Kampfs gegen den Klimawandel steht selbst diese Prognose auf wackligen Füßen. Ohnehin dürfte die Erholung in Europa deutlich länger dauern als in Nordamerika und in Asien.

Trotz Pandemie und Klimawandel ist allerdings kaum vorstellbar, dass die Menschen dauerhaft darauf verzichten werden, zu verreisen. Deshalb dürfte es kein abwegiger Investmentansatz sein, auf eine längerfristige, wenn vielleicht auch holprige Erholung der Branche zu setzen, auch gerade angesichts des Erfolgs der weltweiten Impfkampagnen.

Mit dem Airlines, Hotels and Cruise Lines UCITS ETF (ISIN: IE00BMFNW783) können Anleger gebündelt und breit diversifiziert in börsennotierte Fluggesellschaften, Hotelunternehmen und Kreuzfahrtunternehmen investieren. Der ETF investiert zum Rebalancing-Zeitpunkt gleichgewichtet (je 4,5 Prozent) in die jeweils drei größten Unternehmen aus den genannten Bereichen. In weitere Aktien wird dann auf Basis der Marktkapitalisierung investiert, mit einer Begrenzung (Cap) von vier Prozent für einzelne Komponenten.

Aktuell enthält der ETF 62 Positionen. In den Top Ten der größten Positionen sind die Hotelketten Hilton, Marriott und Huazhu, die Fluggesellschaften Ryanair, Delta Air Line und Southwest Airlines sowie die Kreuzfahrtbetreiber Royal Caribbean, Norwegian Cruise Line und Carnival enthalten. Außerdem sind in den Top Ten der Positionen die Aktien von Vici Properties zu finden. Dabei handelt es sich um einen Real Estate Investment Trust (REIT) aus den USA, der sich auf Investitionen in Spielcasino-Immobilien spezialisiert hat.

Die Aktien von Deutsche Lufthansa und TUI sind ebenfalls im ETF enthalten, spielen mit einem Gewicht von aktuell 1,42 Prozent bzw. 0,80 Prozent allerdings keine große Rolle. Während der Aktienkurs der größten ETF-Position Hilton das Vorkrisenniveau längst wieder überschritten hat, gilt das für die meisten der ETF-Bestandteile keineswegs. Viele der Aktien, darunter gerade auch die Papiere der Lufthansa und TUI, haben in dieser Beziehung noch einen weiten Weg vor sich.

Seit seiner Auflegung Anfang Juni hat der ETF eine negative Performance zu verzeichnen, konnte sich allerdings in den vergangenen Wochen etwas erholen.

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Airlines, Hotels and Cruise Lines UCITS ETF

Die sogenannte Gesamtkostenquote (TER) des ETFs beträgt 0,69 Prozent. Erträge aus Dividendenausschüttungen werden in die im ETF enthaltenen Aktien reinvestiert (thesaurierender ETF).

Insgesamt dürfte der ETF gut geeignet sein, um auf eine Rückkehr der Tourismus-Branche zur Normalität und möglicherweise sogar auf neuerliches Wachstum nach dem Ende der Corona-Pandemie zu spekulieren. Zumindest langfristig erscheint eine Rückkehr mindestens zum Vorkrisenniveau nicht unwahrscheinlich.

Wegen des Klimawandels könnte es sich dabei allerdings durchaus um eine riskante Wette handeln. Insbesondere Fluggesellschaften müssen auch in den kommenden Jahren wohl von politischer Seite mit kräftigem Gegenwind rechnen, wobei dieser Gegenwind in Europa und gerade auch Deutschland besonders ausgeprägt sein dürfte.


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