Meine persönliche Meinung vorweg: Beide Lager haben unrecht. Der Markt ist weder hoffnungslos überbewertet noch sind Aktien ein Schnäppchen und müssen weiter steigen. Wenn man alle Faktoren zusammenzählt (Geldpolitik, Zinsumfeld, Gewinnwachstum der Unternehmen, Wirtschaftswachstum, Bewertung des Aktienmarktes) erscheint mir der US-Aktienmarkt 10-15 % zu hoch bewertet. Das ist eine Größenordnung, die keinen Crash provoziert. Eine herkömmliche Korrektur würde die moderate Überbewertung bereinigen. Die meisten Analysten und Investmentgurus befinden sich mit ihren Meinungen eher an den Extremen. Wer den Markt für überbewertet hält, kann viele Argumente vorlegen. Aktien kann man mit unzähligen Indikatoren bewerten, sei es über das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das langjährige KGV über 10 Jahre gemessen, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Kurs-Umsatz-Verhältnis, Dividendenrendite usw. All diese Bewertungsmaßstäbe sagen das gleiche aus: Der Markt ist teuer.

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