Herr Dr. Amelung, SUMMIQ ist ein neues Unternehmen, das jetzt in München an die Börse strebt. Womit soll die SUMMIQ Geld verdienen?

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Amelung: Mit der Produktion und Vermarktung von sauberem Ökostrom, der zu günstigen Kosten erzeugt wird und für den eine steigende Nachfrage im Markt besteht. Die SUMMIQ soll sich zu einem schnell wachsenden, unabhängigen europäischen Ökostromerzeuger entwickeln. Dazu investieren wir gezielt in Stromparks mit neuesten, effizienten Wind- und Solaranlagen in Europa. Wir werden die gesamte Wertschöpfungskette von der Akquisition von Energieprojekten bis zur Vermarktung der erzeugten Energie abdecken und auf langfristige Abnahmeverträge mit Großkunden setzen, um planbare und stabile Erträge zu gewährleisten.

Wir haben das klare Ziel, ein Gigawatt-Portfolio an effizienten erneuerbaren Energie-Parks aufzubauen, das perspektivisch durch Investitionen in Speicher- und Digitalisierungstechnologien ergänzt wird. Damit können wir beispielsweise Anlagen virtuell kombinieren, um ein stabileres Angebot zu erzielen. Durch eine vernetzte Überwachung der einzelnen Anlagen lassen sich die mit Wind- und Solarenergie verbundenen Produktionsunterbrechungen besser vorhersagen und ausgleichen.

Wie kommen Sie an die Anlagen für das Portfolio?

Amelung: Wir konnten uns bereits eine umfangreiche Pipeline an Projekten für unseren Investitionsplan sichern, indem wir mit der Green City AG zusammenarbeiten. Green City ist ein deutscher Projektentwickler im Bereich der Erneuerbaren Energien, der seit langer Zeit Projekte in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien entwickelt und bisher 500 Millionen Euro Projektvolumen mitverantwortet hat. Die Kooperationsvereinbarung mit Green City erlaubt uns einen strukturierten Marktzugang und damit Zugriff auf Projekte, die die Green City entwickelt. Wir werden nur solche Projekte in unser Portfolio nehmen, die bereits am Netz sind oder „Ready-to-Build“, für die also alle wesentlichen Genehmigungen für den Bau und Betrieb der Anlage vorliegen, und die auch sonst unseren Investitionskriterien entsprechen. Damit vermeiden wir Entwicklungsrisiken, denn unser Kerngeschäft ist die Erzeugung und Vermarktung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Green City ermöglicht uns einen bevorzugten Zugang zu solchen Projekten. Gleichzeitig können wir aber auch Projekte von anderen Anbietern übernehmen, sind also nicht gebunden. Mindestens 80 % unseres Portfolios, dass wir in den nächsten fünf Jahren aufbauen wollen, soll aus Solar- und onshore-Windprojekten bestehen. Bis zu 20 % der Investitionen können in andere erneuerbare Energien wie z. B. Wasserkraft oder aber in neue Technologien fließen.

2019 war kein besonders gutes Jahr für Börsengänge, warum will SUMMIQ jetzt noch an die Börse?

Amelung: Wir glauben, dass genau jetzt die Zeit ist, um in den Markt für Erneuerbare Energien zu investieren. Einerseits sind Erneuerbare Energien zu wirtschaftlichen Stromquellen herangereift, weil die Produktionskosten für Strom aus Erneuerbaren seit 2009 deutlich gesunken sind. Bei Solarenergie sind sie um rund 90 % zurückgegangen, bei Windenergie um rund 70 %. Das macht sie günstiger als Energie aus fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Gas. Andererseits wächst der Markt für Erneuerbare Energien deutlich. Der allgemeine Strombedarf in der EU steigt – auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Elektrifizierung des Verkehrs und der Digitalisierung. Gleichzeitig besteht eine zunehmende Nachfrage von Stromversorgern und großen Verbrauchern nach grünem Strom mit entsprechenden Herkunftsnachweisen, wie SUMMIQ sie anbieten wird. Darüber hinaus setzen wir ausschließlich auf moderne und effiziente Anlagen mit sehr geringen Produktionskosten – durchschnittlich 0,05 EUR pro Kilowattstunde. SUMMIQ kann daher früher und in stärkerem Ausmaß von Preissteigerungen am Strommarkt profitieren als Unternehmen mit älteren Anlagen und höheren Produktionskosten.

Was wollen Sie mit dem Geld aus dem IPO machen?

Amelung: Im Wesentlichen wollen wir mit den erwarteten Erlösen aus dem Börsengang von 75 bis 100 Mio. EUR den Kauf von Anlagen und Projekten finanzieren. Das sind einerseits drei Initialprojekte mit einem Potenzial von 28 MW, die direkt nach dem Börsengang an uns übergeben werden. Andererseits wollen wir in neun weitere Erneuerbare Energien-Projekte in unseren Kernmärkten Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien investieren, die sich bereits im Bau befinden oder bis Ende 2020 Ready-to-Build sind. Diese neun Projekte umfassen noch einmal 168 MW. Danach haben wir noch weitere Projekte in der Pipeline, bis zu 700 MW Gesamtleistung, die voraussichtlich bis 2021 baubereit sein werden. Bis in fünf Jahren wollen wir dann unsere Zielgröße von 1 GW erreicht haben.

Was macht die SUMMIQ-Aktie für Anleger attraktiv?

Amelung: Die SUMMIQ-Aktie bietet den Anlegern ein stabiles Geschäftsmodell bei gleichzeitiger attraktiver Dividendenpolitik. Durch planbare, niedrige Gestehungskosten und langfristige Abnahmeverträge, also stabile Umsätze, bieten wir dem Anleger eine vorhersehbare operative Performance. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, von einem absehbaren Anstieg der Strompreise und der Nachfrage nach grüner Energie zu profitieren. Zudem planen wir rund die Hälfte des Jahresüberschusses an unsere Anleger auszuschütten, während die andere Hälfte reinvestiert wird. Somit schafft die SUMMIQ-Aktie für Anleger die Möglichkeit an der Energiewende teilzuhaben, genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie auch wirtschaftlich attraktiv wird. Zusammengefasst: eine wachsende Zahl von Anlegern fordert Nachhaltigkeit nicht nur bei der Rendite sondern auch bei der Umweltverträglichkeit. SUMMIQ bietet beides.

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