Bei den Kryptowährungen scheint kein Ende des Kursverfalls in Sicht. Mancher fragt sich da schon, ob das alles noch mit rechten Dingen zugehen kann. Vor allem Goldanleger können ein Lied von solchen Mätzchen singen. Und obwohl Manipulationen beim Goldpreis längst zweifelsfrei nachgewiesen wurden, rümpfen da manche Experten immer noch die Nase und raunen „Verschwörungstheorie“…

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Tatsache ist: Internationale Großbanken wie die schweizerische UBS oder die Deutsche Bank wurden in der Vergangenheit wegen Manipulation der Edelmetallmärkte zu Strafzahlungen in Millionenhöhe verdonnert. Längst bekannt ist außerdem, dass auch die japanische Notenbank ganz ungeniert am Aktienmarkt „herumspielt“ und dort die Kurse ganz nach Gusto etwas aufhübscht.

Warum sollte das ausgerechnet bei den Kryptowährungen anders sein, wo diese doch ausdrücklich mit der Absicht angetreten sind, das ungedeckte Papiergeldsystem aktueller Prägung möglichst elegant zu umschiffen?

Der folgende englischsprachige Artikel lässt erahnen, dass der Bitcoin exakt nach dem gleichen Muster „unter Wasser“ gedrückt wird, wie phasenweise die Edelmetalle: So scheint derzeit ein ominöser Verkäufer über die Futures-Märkte „um jeden Preis“ und ohne Rücksicht auf Verluste zu umsatzschwachen Zeiten auf den Bitcoin-Kurs einzuprügeln.

Wozu das Ganze? Dazu ein Zitat aus dem Artikel:

“When money flows into Gold, Silver and Bitcoin it shows that powers are bankrupt and their “Fiat” money is worthless. If these assets rise, all the money supply will dry up and move into these assets. World will know the King has no cloths.

When money stays in Stock and bond markets it supports Fiat Currency trade. Therefore, it is very important that stock and bonds markets remain intact and have been kept elevated artificially”.

Im Klartext: Solange die Anleger im Aktienmarkt und in Bonds gehalten und aus Gold, Silber und den Kryptowährungen vertrieben werden, wird die Papiergeld-Illusion aufrechterhalten.

Meine ganz persönliche Prognose dazu lautet:

Um die Verzweiflung der Kryptoanleger auf die Spitze zu treiben, wird man versuchen, den Bitcoin wieder unter das Niveau des Goldpreises zu drücken.

Krypto-Fans sollten sich daher warm anziehen, denn beim US-amerikanischen Bitcoin-ETF mit dem Kürzel GBTC warten noch ein halbes Dutzend Kurslücken darauf, wieder geschlossen zu werden. Das reicht hinunter bis in Bereiche um 1,00 (!) US-Dollar. Aktueller Kurs: 10,55 US-Dollar.

Pikant: Erstmals in seiner Geschichte hat der ETF am Freitag knapp unterhalb des wichtigen 50-Wochen-Durchschnitts geschlossen. Damit ist der Kurs endgültig im Bärenterritorium angekommen. Achten Sie auf die blaue Linie in der folgenden Abbildung...

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Wem da jetzt schwant, dass womöglich noch mit ganz anderen Kursen bei Bitcoin und Co zu rechnen sein könnte, der kann sich eventuell damit trösten, dass alle Manipulationen einmal zu Ende gehen.

Beim Gold genauso wie beim Bitcoin…

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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG. Weitere Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de

PS: Ein Hinweis für die Leser des Antizyklischen Börsenbriefs: Wegen technischer Probleme konnte die für diese Woche geplante April-Ausgabe leider nicht verschickt werden. Sie erhalten die Ausgabe am kommenden Montag, 09.04.2018. Wir bitten um Verständnis.


Andreas Hoose vertritt mit diesem Artikel seine eigene Meinung. Diese muss sich nicht zwangsläufig mit der Meinung von GodmodeTrader decken. Es erfolgt keine Prüfung durch eine Schlussredaktion.