• Wirecard AG - Kürzel: WDI - ISIN: DE0007472060
    Börse: XETRA / Kursstand: 134,800 €

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Wirecard konnte im ersten Quartal bei einem um 37,4 Prozent auf 36,7 Mrd. Euro erhöhtem Transaktionsvolumen den Umsatz um 34,8 Prozent auf 566,7 Mio. Euro steigern. Mit einem Plus von 40,7 Prozent auf 158,0 Mio. Euro legte das EBITDA noch etwas stärker zu, so dass sich die EBITDA-Marge von 26,7 auf 27,9 Prozent verbesserte. Das Vorsteuerergebnis (EBT) erreichte 124,5 Mio., das Konzernergebnis kletterte um 50,0 Prozent auf 106,3 Mio. Euro. Dies entsprach einem Ergebnis je Aktie von 0,86 (Vj.: 0,57) Euro. Der bereinigte operative Cashflow erreichte 143,4 Mio. nach 87,4 Mio. im Vorjahr.

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Der Vorstand erwartet auf Basis der guten Geschäftsentwicklung und bei einer unveränderten Prognose der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen nun, im Geschäftsjahr 2019 ein EBITDA in einer Spanne zwischen 760 und 810 Mio. Euro erzielen zu können. Zuvor lag die EBITDA-Prognose zwischen 740 und 800 Mio. Euro.

Wirecard – mit einem Marktanteil von ca. 20 Prozent der Marktführer im europäischen Segment für Online-Bezahlungen – hat nach der Einschätzung des Analysehauses Kepler Cheuvreux sehr gute Resultate für das erste Quartal vorgelegt. Der Umsatz lag ebenso oberhalb der Erwartungen wie das operative Ergebnis. Auf der Grundlage wurde die Unternehmensprognose seitens des Managements bereits nach den ersten drei Monaten angehoben. Kepler Cheuvreux bekräftigte das Kaufvotum, da vor allem mittelfristig enormes Aufwärtspotenzial erkennbar sei.

Wirecard sei operativ sehr ordentlich ins Geschäftsjahr 2019 gestartet und habe bereits nach dem ersten Quartal die Ergebnisprognose anheben können, lobte auch NordLB-Analyst Wolfgang Donie. Der globale Trend zu digitalem Bezahlen sorge weiter für ein enormes Marktpotenzial, an dem das Unternehmen überdurchschnittlich partizipieren dürfte. Zudem dürfte die angekündigte Kooperation mit Softbank die Dynamisierung des Wachstums unterstützen. DIe NordLB belässt Anlageurteil („Kaufen“) und Kursziel (225,00 EUR) unverändert. Im Zuge der weiteren Ermittlungen in Singapur dürfte die Aktie zunächst volatil bleiben, so dass sie sich eher für risikoorientierte Anleger empfiehlt, schränkte Donie ein.

Aus Sicht von Warburg Research-Analyst Marius Fuhrberg zeigen die endgültigen Zahlen für das erste Quartal zeigen starke operative Leistung - trotz der Behauptungen und Zweifel, die in den letzten Monaten regelmäßig auftauchten, aber letztlich unbewiesen blieben. Auch wenn hohe organische Wachstumsraten keine Überraschung seien, nachdem CEO Braun bereits ein starkes Q1 des Unternehmens angekündigt hatte, würden die Zahlen seine Aussage unterstreichen und sollten zugleich dazu beitragen, das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen, so Fuhrberg. Die erhöhte EBITDA-Prognose sollte die Aktie weiter unterstützen. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse deutlich seinen Investment Case eines starken Umsatzwachstums bei kontinuierlicher Margenausweitung, so Analyst Fuhrberg. Das „Buy“-Rating und das Kursziel von 220 Euro werde bestätigt.

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