• ADP: US-Firmen bauen massiv Stellen ab
    • USA: Mehr als 19 Mio. Impfdosen geegn Covid-19 verteilt
    • Viel Kritik am verschärften Lockdown
    • Georgia: Enges Rennen bei Stichwahl
    • USA verzeichnen neuen Höchststand bei Corona-Toten
    • EMA entscheidet über Zulassung für Moderna-Vakzin
    • Wirtschaft fordert mehr Corona-Hilfe
    • Bitcoin über 35.000 Dollar
    • Megadeals in der US-Gesundheitsbranche
    • Volkswagen meldet Absatzsprung in den USA

    Markt

    • Die verlängerten und auch verschärften Lockdown-Maßnahmen in Deutschland hinterlassen am Aktienmarkt keine Spuren. Der erreichte am Mittwoch eine neue Rekordmarke bei 13.925 Punkten und beendete den Handel mit einem Plus von 1,76 Prozent bei 13.891,97 Punkten. Stützend wirkte, dass die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) inzwischen die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Moderna empfohlen hat. Im Fokus steht heute an den Börsen die Stichwahl um zwei Senatorenposten im Bundesstaat Georgia. Sollten die zwei Posten beide an die Demokraten gehen, dann hätte der designierte Präsident Joe Biden in Senat und Repräsentantenhaus eine Mehrheit und könnte deutlich effektiver regieren.
    • Die Digitalwährung Bitcoin setzt ihren rasanten Höhenflug fort. Am Mittwoch stieg die Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp erstmals auf mehr als 35.000 US-Dollar. Dabei wurde ein Höchststand von 35.879 Dollar markiert. Auf Jahressicht hat sich der Kurs des Bitcoin nun mehr als vervierfacht.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Die EU-Kommission hat den Corona-Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Moderna als zweiten Corona-Impfstoff vorläufig in der EU zugelassen. Zuvor hatte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Der Impfstoff soll mit einer Wirksamkeit von 94 Prozent gegen eine Erkrankung schützen. Die EU hat 160 Mio. Dosen bestellt.
    • Der Essenslieferant Delivery Hero hat eine Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre angekündigt. Im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens sollen bis zu 9.442.965 neue Aktien ausgegeben werden, was rund 4,7 Prozent des Grundkapitals entspricht.
    • Der US-Krankenversicherer UnitedHealth will den Gesundheitsdaten-Dienstleister Change Healthcare übernehmen. Das Unternehmen soll mit der UnitedHealth-Dienstleistungssparte Optum zusammengeführt werden. UnitedHealth bietet 25,75 Dollar je Change-Aktie, 41 % über dem Schlusskurs vom Dienstag. Dies entspricht 7,8 Mrd. Dollar. Da Change Healthcare mit mehr als 5 Mrd Dollar verschuldet ist, liegt die Bewertung insgesamt bei rund 13 Mrd. Dollar. Der Deal soll in der zweiten Jahreshälfte vollzogen werden.
    • Walgreens Boots Alliance verkauft den Pharmagroßhändler Alliance Healthcare an AmerisourceBergen für insgesamt 6,5 Mrd. Dollar, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten. 6,275 Mrd. Dollar sollen dabei in bar fließen, der Rest wird mit 2 Mio. Aktien von AmerisourceBergen beglichen.
    • Apple hat seine angepeilten internen Finanzziele übertroffen und wird laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC 179 Prozent der gesamten Bonusmöglichkeiten für CEO Cook und andere Apple-Führungskräfte ausschütten. Für Cook bedeutete dies, dass sein Bonus im vergangenen Geschäftsjahr um 40 Prozent auf 10,7 Mio. Dollar gestiegen ist.
    • Beim US-Chipkonzern Qualcomm übernimmt der 50-jährige Christiano Amon den Vorstandsposten und löst damit den langjährigen Unternehmenschef Steve Mollenkopf ab. Mollenkopf führte seit März 2014 die Geschäfte, zieht sich aber nun zurück. Er bleibt dem Unternehmen noch für eine Zeit als Berater erhalten. Amon ist bereits seit 1995 im Konzern.
    • General Motors hat seinen Absatz im Schlussquartal 2020 um 4,8 Prozent auf rund 771.000 Fahrzeuge gesteigert, wie der größte US-Autobauer mitteilte. „Wir sehen einen Wendepunkt für die US-Wirtschaft im Frühjahr", erklärte GM-Chefvolkswirtin Elaine Buckberg. Steigende Impfquoten und ein wärmeres Wetter sollten die Verbraucherstimmung heben und die Autonachfrage steigen lassen.
    • Der scheidende US-Präsident Trump hat laut Insidern Transaktionen mit acht chinesischen Apps per Erlass verboten (u.a. Alipay, QQ Wallet und WeChat Pay). Ziel sei es, Bedrohungen für US-Bürger entgegenzuwirken; diese hätten viele Nutzer und Zugang zu wichtigen Daten.
    • Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffes des US-Pharmaunternehmens Moderna in der EU. Der Impfstoff solle für Personen ab 18 Jahren zugelassen werden, teilte die EMA am Mittwoch mit. „Dieser Impfstoff verschafft uns ein weiteres Instrument im Kampf gegen die derzeitige Notsituation" sagte EMA-Chefin Emer Cooke. Der Impfstoff schütze zu etwa 94 Prozent gegen Covid-19. Auch nach der Empfehlung werden nach den Worten der EMA-Chefin die Experten weiterhin alle Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit überwachen. Die EU hat 160 Mio. Dosen bei Moderna bestellt. In Deutschland soll es die Lieferung der ersten Moderna-Dosen voraussichtlich in der kommenden Woche geben. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an.
    • Der französische Reifenhersteller Michelin will in den kommenden drei Jahren bis zu 2.300 Stellen streichen. „Nahezu 60 Prozent des geplanten Abbaus sollen über freiwillige Vorruhestandsmöglichkeiten erreicht werden, der Rest über Abfindungsregelungen", wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Für den Reifenhersteller arbeiten nach eigenen Angaben mehr als 20.000 Menschen in Frankreich, weltweit sind es rund 127.000 Beschäftigte in 170 Ländern.
    • Der chinesische Automarkt legte im Dezember weiter zu.. Im vergangenen Monat stieg der Absatz der Hersteller an die Händler laut vorläufigen Daten im Jahresvergleich um 5,4 Prozent auf 2,8 Mio. Fahrzeuge, wie der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) mitteilte. Aufs Gesamtjahr gesehen ist der Absatz laut den Eckdaten allerdings um 1,9 Prozent auf 25,3 Mio. Stück zurückgegangen.
    • Der chinesische Onlinehändler Alibaba will am Kapitalmarkt in diesem Monat mindestens 5 Mrd. Dollar über die Ausgabe einer in US-Dollar begebenen Anleihe einsammeln, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezug auf vier mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren hat. Die chinesischen Behörden ermitteln derzeit gegen den Konzern und seine Finanztochter Ant wegen Wettbewerbsverstößen. Für Schlagzeilen sorgt zudem, dass Firmengründer Jack Ma seit Monaten nicht mehr öffentlich aufgetreten ist oder sich zu Wort gemeldet hat.
    • Volkswagen hat auf dem US-Markt im vierten Quartal 2020 kräftige Steigerungen verzeichnet. In den drei Monaten bis Ende Dezember lieferte die Kernmarke VW Pkw nach Angaben vom Dienstag 94.330 Autos aus - ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insgesamt zeigte sich das Geschäft im abgelaufenen Jahr jedoch von der Corona-Pandemie beeinträchtigt: Der Absatz fiel um 10 Prozent auf 325.784 Autos. Bei der Premiumtochter Audi stand im vierten Quartal noch ein Minus von fast fünf Prozent zu Buche, im Gesamtjahr gingen die Verkäufe um 17 Prozent auf 186.620 Autos zurück. Der Sportwagenbauer Porsche lag mit 57.294 Autos nur 6,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. VW-Konzernchef Herbert Diess befürchtet für die traditionellen Autobauer im Rennen um die Vormacht auf dem Automarkt von morgen Wettbewerbsnachteile. „Wir haben noch nicht genügend nachgewiesen, dass wir unsere Stellung im neuen Wettbewerbsumfeld halten können", sagte der Manager im Interview mit Bloomberg. „Unsere Marktbewertung steckt noch im Bereich der alten Autoindustrie - das führt zu gravierenden Nachteilen für uns beim Zugang zu benötigten Ressourcen.“ Die Sicht des Kapitalmarktes und der Börse auf die Branche habe er in diesem Ausmaß bei seinem Amtsantritt 2018 nicht erwartet.
    • Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips macht beim geplanten Verkauf seines Geschäfts mit Haushaltsgeräten offenbar Fortschritte. Der Konzern habe die Liste der möglichen Käufer verringert und nun einige Interessenten aus Asien zur zweiten Gebotsrunde eingeladen, berichtete Bloomberg am Mittwoch. Philips erwartet demnach einen Verkaufserlös von mindestens drei Mrd. Euro.
    • Der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers schlägt den früheren QIAGEN-Chef Peer Schatz der Hauptversammlung am 12. Februar zur Wahl in den Aufsichtsrat vor. Die Erweiterung des Aufsichtsrates um ein Mitglied bedarf zusätzlich einer Satzungsänderung

    Politik & Konjunktur

    • FDP-Chef Christian Lindner hat die neuen Corona-Beschränkungen von Bund und Ländern als unverhältnismäßig kritisiert. Die Maßnahmen seien nicht praxistauglich und führten teils auch zu inhumanen Ergebnissen, sagte Lindner am Mittwoch zum digital übertragenen Dreikönigstreffen der Liberalen. Auch im Kampf gegen Corona müsse stets das mildeste Mittel gewählt werden. „Auch der beste Zweck heiligt dabei nicht jedes Mittel", warnte Lindner.
    • Die Polizei in Hongkong hat mehr als 50 demokratische Aktivisten festgenommen. Den Festgenommenen werden Staatsgefährdung und Verstoß gegen das im Juli in Kraft getretene nationale Sicherheitsgesetz vorgeworfen. Die Festnahmen stehen im Zusammenhang mit inoffiziellen Vorwahlen, die die Opposition im vergangenen Juli vor der später wegen der Pandemie abgesagten Parlamentswahl abgehalten hatten.
    • Die US-Unternehmen haben im Dezember ihren Personalbestand unerwartet abgebaut. Wie der Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) mitteilte, wurden gegenüber dem Vormonat 123.000 Stellen gestrichen. Ökonomen hatten dagegen einen Zuwachs von 88.000 Jobs erwartet. Im November waren noch 304.000 Arbeitsplätze hinzugekommen.
    • Bei einer sehr knappen Stichwahl im US-Bundesstaat Georgia um einen Sitz im US-Senat hat der demokratische Kandidat Jon Ossoff den Sieg für sich beansprucht. Der 33-Jährige liegt knapp vor dem bisherigen republikanischen Amtsinhaber David Perdue. Bei der zweiten Stichwahl vom Dienstag konnte sich der Demokrat Raphael Warnock den Prognosen der US-Medien zufolge knapp gegen die republikanische Amtsinhaberin Kelly Loeffler durchsetzen.
    • Der designierte neue Außenminister der USA, Antony Blinken, hat die Massenfestnahmen in Hongkong scharf kritisiert. Auf Twitter sprach Blinken von einem „Angriff auf jene, die mutig für universelle Rechte eintreten“. Die neue Regierung des gewählten Präsidenten Joe Biden werde sich gegen Pekings Unterdrückung von Demokratie wenden.
    • In Südkalifornien hat sich der Corona-Notstand weiter verschärft. Rettungskräfte im Bezirk Los Angeles sind inzwischen angewiesen, bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Kliniken zu bringen. Mit Blick auf steigende Infektions- und Todeszahlen im Raum Los Angeles sprach die Bezirkspolitikerin Hilda Solis von einer „menschlichen Katastrophe“.
    • Im Gesamtjahr 2020 summierte sich das öffentliche US-Haushaltsdefizit auf 4.546 Mrd. Dollar. Das entspricht mehr als 21 Prozent des US-BIP.
    • Die Inflationsrate in Deutschland wird im Dezember voraussichtlich minus 0,3 Prozent betragen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Gegenüber November 2020 steigen die Verbraucherpreise im vergangenen Monat voraussichtlich um 0,5 Prozent. Wie das Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilte, wird die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2020 voraussichtlich bei 0,5 Prozent liegen.
    • Die britische Regierung will in der nächsten Zeit deutlich schneller als zuletzt gegen das Coronavirus impfen. Es werde eine „massive Beschleunigung" geben, sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi am Mittwoch zu Sky News. Die Ankündigung von Premierminister Boris Johnson, bis Mitte Februar mehr als 13 Mio. Menschen zu impfen, sei eine „Herkulesaufgabe", sagte Zahawi. Es sek ein ambitioniertes Ziel, ein sehr ambitioniertes Ziel. „Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es erfüllen werden."
    • Die Talfahrt der Eurozone hat sich im Dezember deutlich verlangsamt. Dies signalisiert der finale IHS Markit Eurozone Composite-Index, der mit 49,1 Punkten nach 45,3 im November nur noch leicht unter der neutralen Marke von 50 Punkten notierte, ab der Wachstum angezeigt wird. Die Vorabschätzung von Anfang Dezember wurde allerdings um 0,7 Punkte unterschritten. Der Servicesektor war laut IHS Markit erneut Sorgenkind Nummer eins, hier kam es den vierten Monat in Folge zu Geschäftseinbußen. Die Industrie legte hingegen zum sechsten Mal hintereinander zu, hier beschleunigte sich das Wachstum gegenüber November sogar nochmals. „Die Eurozone schrumpfte im Dezember zum zweiten Mal hintereinander und mit leicht beschleunigter Rate, hauptsächlich wegen der verstärkten Corona-Restriktionen“, kommentierte Chris Williamson, Chef-Ökonom bei IHS Markit. „Vor allem der Servicesektor vermeldete noch höhere Geschäftseinbußen als von der entsprechenden Vorabschätzung signalisiert, da immer mehr Länder ihren Kampf gegen hohe Infektionszahlen intensivierten“.
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder haben sich am Dienstag auf eine Verlängerung der ursprünglich bis zum 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln bis zum Monatsende verständigt. Zudem sollen künftig Treffen nur noch mit einer Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, gestattet sein. Die Länder sollen für Kreise, in denen sich binnen sieben Tagen mehr als 200 Menschen pro 100.000 Einwohner neu infiziert haben, den Bewegungsradius der Bürger auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzen. In den Kommunen stoßen die neuen Corona-Regelungen auf Kritik. Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: er befürchte, dass mit den Kontaktverboten zu mehr als einer Person außerhalb des eigenen Haushalt der Bogen überspannt werde. Man bringe damit große Teile der Bevölkerung in Schwierigkeiten, auf deren Mitmachen man angewiesen sei. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebund, Gerd Landsberg, sagte der „Rheinischen Post“, er frage sich, wie der Beschluss, dass sich Menschen in besonderen Risikogebieten nur noch in einem Radius von 15 Kilometern von ihrem Wohnsitz bewegen dürften, in der Praxis umgesetzt werden könne. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die beschlossenen Maßnahmen verteidigt. Im ARD-Fernsehen betonte Scholz, das Land befinde sich ja nicht in einem kompletten Lockdown. Vielmehr werde in der Industrie und in den Firmen gearbeitet, oft eben auch im Homeoffice. Finanziell könne der Staat dies noch lange durchhalten. Voraussichtlich werde die Staatsverschuldung geringer sein als nach der weltweiten Finanzkrise durch die Lehman-Pleite 2008.
    • Die Stichwahlen im US-Bundesstaat Georgia um zwei Senatssitze laufen auf ein Foto-Finish hinaus. Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen lagen die Kontrahenten in beiden Rennen jeweils nahezu gleichauf. Die Demokraten Jon Ossoff und Raphael Warnock fordern die bisherigen republikanischen Amtsinhaber David Perdue und Kelly Loeffler heraus. Laut neuersten Zahlen hat sich der demokratische Kandidat Warnock gegen die Republikanerin Kelly Loeffler durchgesetzt, wie am Mittwochmorgen aus übereinstimmenden Vorhersagen der Sender NBC, CBS, ABC und CNN sowie der Nachrichtenagentur AP hervorging. Das Rennen zwischen dem Demokraten Ossoff und dem Republikaner Perdue ist noch nicht entschieden. Auch im Kampf um den zweiten Senatssitz zeichnet sich aber ein leichter Vorsprung für den demokratischen Kandidaten Ossof ab. Davon hängt ab, ob die Demokraten die Kontrolle im US-Senat erhalten oder die Republikaner ihre knappe Mehrheit verteidigen können.
    • In Frankreich haben sich die Verbraucherpreise im Dezember nicht verändert. Nach europäischer Berechnung (HVPI) habe das Preisniveau im Dezember im Jahresvergleich stagniert, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch nach einer ersten Schätzung mit. Das Konsumklima in Frankreich stieg nach den weiteren Angaben von Insee im vergangenen Monat um sechs Punkte auf 95 Zähler. Analysten hatten mit einem schwächeren Anstieg auf 91 Punkte gerechnet.
    • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erwartet bis Ostern eine schwierige Zeit in der Corona-Krise. Er rechne aus derzeitiger Sicht bis Ende März mit einer insgesamt schwierigen Situation, sagte der SPD-Regierungschef im Norddeutschen Rundfunk. „Danach wird es hoffentlich besser." Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, die bestehenden Corona-Auflagen zunächst bis Ende Januar zu verlängern und noch einmal zu verschärfen. „Was das Impfen angeht, haben wir die Impfmenge weg, die uns zur Verfügung steht", erklärte Weil. Bisher ist Niedersachsen laut Zahlen vom Dienstag mit 1,1 Impfungen pro 1.000 Einwohner regionales Schlusslicht.
    • Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften fordert angesichts des frisch verlängerten Lockdowns mehr Hilfe vom Staat. Die Gewerkschaften NGG und Verdi mahnen ein höheres Kurzarbeitergeld für Beschäftigte der Gastronomie an. Der Einzelhandel fordert neben höheren Staatshilfen Planungssicherheit, wann die Geschäfte wiedereröffnet werden können. „Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen jetzt klare Aussagen, unter welchen Bedingungen sie wann ihren Betrieb wieder aufnehmen können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE, Stefan Genth. Den Lockdown einfach nur zu verlängern und keinerlei Perspektiven oder Pläne für eine Wiedereröffnung zu präsentieren, sei zu wenig. Bund und Länder hatten sich unter anderem darauf verständigt, den Lockdown bis Ende Januar zu verlängern und Kontaktbeschränkungen zu verschärfen. Zudem soll die Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots begrenzt werden. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Einschränkungen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt.
    • Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.237 Neuinfektionen. 36.537 mit dem Virus infizierte Menschen starben in diesem Zeitraum, das bedeutet ein Plus von 1.019 Fällen im Vergleich zum Vortag.
    • Gut drei Wochen nach der ersten Zulassung eines Impfstoffs gegen Covid-19 sind in den USA nach Regierungsangaben mehr als 19 Mio. Dosen an die Bundesstaaten verteilt worden. Am Dienstag seien gut 3 Mio. Dosen ausgeliefert worden, hieß es in einer Mitteilung des US-Verteidigungsministers Christopher Miller.
    • Die Zahl der täglich verzeichneten Todesopfer der Corona-Pandemie in den USA hat einen neuen Höchststand erreicht. Wie die Johns-Hopkins-Universität am Dienstagabend mitteilte, wurden binnen 24 Stunden weitere 3.936 Verstorbene gezählt. Der vorherige Rekord hatte bei 3.920 Toten gelegen.

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