Öl sucht nach DEM Tief, an dem endlich eine bedeutsame Reaktion des Angebots zu sehen ist. Bisher ist dieser Punkt meiner Ansicht nach nicht erreicht, und daher sind neue Tiefs folglich wahrscheinlich. Eigentlich müsste zum Beispiel Venezuela weniger Öl fördern, weil sie keinen Gewinn machen. Heute Nacht wurde bekannt, dass die Chinesen 5 Milliarden USD in Venezuela investieren, um dem Ölsektor dort zu helfen. Die Fracking-Industrie in den USA kann Hochzinsanleihen wie warme Semmeln an den Mann bringen und schwimmt im Geld.

    So lange auch bei tiefen Ölpreisen Geld fließt, wird sich am Überangebot gar nichts ändern. Auf dem Weg zum Gleichgewichtspreis haben wir eine heftige Volatilität. Im Juli brach Öl ein weil die Hoffnung der OPEC, der gesunkene Ölpreis werde teure Produzenten aus dem Markt drängen, nicht erfüllt wurde.

    Im August kamen China und die Schwellenländer als Risiko dazu. Mittwoch, Donnerstag und Freitag wurde das China-Risiko wieder aus dem Ölpreis genommen. Das in dieser Sendung genannte Erholungsziel von 49 Dollar wurde dabei in der amerikanischen Ölsorte WTI erreicht, gestern ging es wieder 6 % nach unten, weil die Märkte sich wieder auf den latenten Angebotsüberhang zurückbesonnen haben.

    Eine einfache charttechnische Trendlinie half ihnen, das Hoch der Rally für einen Short-Einstieg zu finden.

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