• Target-Forderungen der Bundesbank steigen deutlich
    • Neue Gamestop? windeln.de-Aktie legt irre Bergfahrt hin
    • sentix Konjunkturindex: Lage gewinnt an Fahrt
    • Yellen: Höhere Leitzinsen wären von Vorteil
    • Weniger Aufträge für die deutsche Industrie
    • G7 einigen sich auf weltweite Mindeststeuer von 15 Prozent
    • ifo Institut: Zahl der Kurzarbeiter sinkt im Mai
    • Chinas Außenhandel legt im Mai sprunghaft zu
    • Sachsen-Anhalt: CDU der große Sieger
    • Klimawandel: Oxfam warnt Industriestaaten
    • Millionen-Strafe gegen Google

    Markt

    • Der DAX hat sich am Montag nach zunächst verhaltenem Start wieder hochgearbeitet und ein neues Allzeithoch bei 15.732 Punkten markiert. Anschließend rutschte das Börsenbarometer allerdings wieder leicht ins Minus und ging 0,10 Prozent schwächer mit 15.677,15 Punkten aus dem Handel. „Die Pessimisten finden Ihren Ansatzpunkt weiterhin in den steigenden Inflationsgefahren, die Optimisten in dem Versprechen der Zentralbanken, die Zinsen trotzdem tief zu halten", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Solange Wirtschaftsdaten wie etwa vom Arbeitsmarkt am Freitag maximal mittelmäßig ausfielen, habe an der Börse keiner Angst vor einem massiven Zinsanstieg, präzisierte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Börsenprofis beurteilen die Konjunktur im Euroraum so zuversichtlich wie seit über drei Jahren nicht mehr, wie aus dem von der Investment-Beratungsfirma Sentix ermittelte Barometer zeigt. Dieses ist das vierte Mal in Folge geklettert und diesmal unerwartet stark. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie im April fielen hingegen schlechter aus als von Volkswirten erwartet. Außerdem legte Chinas Außenhandel im Mai nicht so stark zu wie erhofft. US-Finanzministerin Janet Yellen hatte zudem gesagt, dass ein „etwas höheres“ Zinsumfeld für die USA von Vorteil wäre. Höhere Zinsen lassen Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren weniger attraktiv erscheinen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Airbus hat im Mai 50 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert und Bestellungen über 7 Jets erhalten. Die Zahl der Stornierungen lag bei drei Maschinen.
    • Die US-Arzneimittelagentur FDA hat das Medikament Aduhelm (Aducanumab) des US-Biotechunternehmens Biogen und des japanischen Pharmakonzerns Eisai zur Behandlung von Alzheimer zugelassen. Es handelt sich um die erste Neuzulassung eines Alzheimer-Medikaments seit dem Jahr 2003. Die FDA fordert von Biogen nach der Genehmigung allerdings eine Folgestudie zum Nachweis der Wirksamkeit. Sollte die Behandlung nicht wie vorgesehen funktionieren, könnte sie wieder vom Markt genommen werden. Über die Wirksamkeit des Medikaments hatte es zuletzt Kontroversen gegeben. Das Medikament kann Alzheimer nicht heilen, aber offenbar ein Voranschreiten verlangsamen.
    • Der US-Hersteller Moderna hat bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. Bisher darf in der EU nur das Vakzin von Biontech/Pfizer auch so jungen Menschen verabreicht werden.
    • Daimler will zusammen mit seinem Partner BAIC Motor die Produktionskapazitäten in China um 45 Prozent erweitern. So sollen in den beiden Werken in Peking zusätzliche Arbeitstage verordnet werden. Nach früheren Angaben lag die Kapazität beider Fabriken zusammen zuletzt bei 520.000 Fahrzeugen im Jahr.
    • Gamestop und AMC lassen grüßen. Heute vollzieht die Aktie von windeln.de eine rasante Bergfahrt. Bereits vor dem Wochenende hatte die windeln.de-Aktie überraschend zweistellige Kursgewinne verzeichnet. Heute setzte der Wert noch einen drauf. Zuletzt lag das Plus bei 129 Prozent und 2,18 Euro. Und es geht weiter steil nach oben. Das überdurchschnittlich hohe Handelsvolumen könnte auf einer Absprache von Privatanlegern beruhen. Eine bestimmte Nachricht zum Unternehmen gab es nicht. Nur allgemein gab es Gerüchte über eine starke Nachfrage nach Babyprodukten in China.
    • Tesla hat die teuerste Variante seiner Flaggschiff-Limousine, das Model S Plaid Plus, laut einem Tweet von CEO Elon Musk gekippt. „Plaid+ ist gecancelt. Kein Bedarf, da Plaid einfach zu gut ist“, twitterte Musk Er fügte hinzu: „0 bis 60mph in unter 2 Sekunden. Das schnellste Serienauto, das je gebaut wurde, egal welcher Art. Man muss es fühlen, um es zu glauben.“ Die Option, die Model S Plaid Plus-Variante zu bestellen, wurde laut einem CNET-Bericht bereits in der letzten Maiwoche von Teslas Website entfernt.
    • Amazon-Gründer Jeff Bezos will ins Weltall fliegen. „Seit meinem fünften Lebensjahr träume ich davon, ins All zu reisen. Am 20. Juli werde ich diese Reise mit meinem Bruder unternehmen", schrieb Bezos bei Instagram. Dazu veröffentlichte er ein Video, in dem er seinen Bruder fragt, ob er mit ihm auf den Flug seiner Weltraumfirma Blue Origin kommen will. Bezos versteigert gleichzeitig einen Platz an einen Weltraum-Touristen. Das letzte Gebot für einen Sitz in der Astronauten-Kapsel steht dabei bei 2,8 Mio. Dollar. Die Auktion läuft bis zum 12. Juni. Der suborbitale Flug wird allerdings nur rund 10 Minuten dauern und in eine Höhe von rund 110 Kilometer führen.
    • Heute Abend eröffnet Apple seine Entwicklerkonferenz WWDC 2021. Nach Medienberichten werden unter anderem größere Neuerungen für den Webbrowser Safari, Apples Karten und den Chatdienst iMessage erwartet. Die wichtigste neue Software, die Apple enthüllen wird, dürfte aber das iPhone-Betriebssystem iOS 15 sein. Angeblich soll Apple auch eine neue Version seines MacBook Pro vorstellen, berichtet Bloomberg. Spekuliert wird über ein neues Design des Apple-Notebooks und einen extrem leistungsfähigen Prozessor. Goldman Sachs rechnet bei der World Wide Developer Conference von Apple mit keinen Ankündigungen mit Auswirkungen auf die allgemeine Geschäftsentwicklung. Einzig die Ankündigung eines neuen Macbook Pro und ein Betriebssystem-Update für den iPad könnten begrenzte Auswirkungen haben.
    • Die französische Wettbewerbsbehörde hat gegen Google eine Strafe von 220 Mio. Euro verhängt. Dem Suchmaschinenbetreiber war vorgeworfen worden, eigene Dienste bei der Online-Werbung bevorzugt und Konkurrenten benachteiligt zu haben. Das Bußgeld wurde im Rahmen eines Vergleichs angeordnet. Google habe die Vorwürfe nicht bestritten und Änderungen angekündigt, so die Behörde.
    • Der Softwareentwickler mit Spezialisierung in 3D-Design-Software, Autodesk, hat ein Übernahmeangebot für Altium Ltd vorgelegt, in dem das Technologieunternehmen mit etwa 3,91 Mrd. US-Dollar bewertet wird. Wie Autodesk mitteilte, ist das nicht bindende Angebot 38,50 australische Dollar je Aktie wert. Altium wies das Angebot als deutlich unter Wert zurück.
    • Ex-Präsident Donald Trump bleibt bei Facebook vorerst noch bis Anfang 2023 gesperrt. Das gab das Online-Netzwerk bekannt. Danach werde man mit Hilfe von Experten untersuchen, ob es immer noch ein Risiko für die öffentliche Sicherheit durch seine Facebook-Präsenz gebe.
      Der Baustoffhersteller Vulcan Materials übernimmt den Betonlieferanten U.S. Concrete für 74 Dollar je Aktie in bar bzw. insgesamt für 1,29 Mrd. Dollar. Das Angebot stellt einen Zuschlag von fast 30 % gegenüber dem Schlusskurs von U.S. Concrete am Freitag dar.
    • Der US-Bekleidungshersteller G-III Apparel meldete einen Quartalsgewinn von 53 Cents je Aktie, während der Markt im Vorfeld 15 Cents je Aktie erwartet hatte. Auch der Umsatz lag über den Prognosen. G-III gab auch einen positiven Ausblick für das Gesamtjahr, der ein Wachstum der Verkäufe bei Sport- und Arbeitskleidung erwarten lässt.
    • Die beiden Private-Equity-Firmen Blackstone und die Carlyle Group haben sich zusammen mit Hellman & Friedman darauf geeinigt, das Medizintechnikunternehmen Medline Industries für rund 34 Mrd. Dollar einschließlich Verbindlichkeiten zu erwerben, wie das Wall Street Journal berichtete. Das wäre der größte fremdfinanzierte Übernahme-Deal seit der Finanzkrise 2008. Unabhängig davon meldete das Journal, dass Blackstone einen Deal zum Kauf des Rechenzentrumsbetreibers QTS Realty Trust (QTS) für 6,7 Mrd. Dollar ankündigen wird.
    • Amazon will bis Jahresende mehr als 350 Mio. Euro in Italien investieren und dort 3.000 Arbeitsplätze schaffen. Anlass sind Pläne zum Ausbau des Geschäfts in Norditalien aufgrund der vermehrten E-Commerce-Nachfrage.
    • Der US-Truckhersteller Navistar ist Opfer einer Cyberangriffs geworden, wie aus einer heutigen Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Ausmaß und die Auswirkungen des Angriffs werden derzeit noch untersucht.
    • Der Autokonzern Daimler erwägt, eigene Verkaufshäuser und Werkstätten in Großbritannien, Spanien und Belgien zu veräußern. Dem „Handelsblatt“ zufolge geht es bei den Überlegungen um 25 Niederlassungen mit rund 2.800 Mitarbeitern. Der Konzern wolle mit einem Verkauf unter anderem die Kostenbasis weiter senken, sagte ein Sprecher des Autobauers. „In diesem Zusammenhang überprüfen unsere Märkte kontinuierlich ihre bestehenden und zukünftigen lokalen Vertriebssetups sowie Netzwerke." Auf lokaler Ebene sei dies in den drei betroffenen Ländern bereits kommuniziert worden.
    • Der britische Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser verkauft sein chinesisches Babynahrungsgeschäft an einen lokalen Investor. Die chinesische Primavera Capital Group habe einen Übernahmepreis von 2,2 Mrd. US-Dollar akzeptiert, teilten die Briten mit.
    • Die deutschen Zulieferer für die Schiffbau- und Offshore-Industrie rechnen nach dem Krisenjahr 2020 mit einer erkennbaren Aufhellung. Auch wenn in Teilen der Branche die Auslastung noch nicht ausreichend sei, „geben doch die steigenden Bestellungen für neue Schiffe mehr als Hoffnung für 2021 und 2022", sagte der Vorsitzende der entsprechenden Arbeitsgemeinschaft (AG) im Maschinenbauverband VDMA, Martin Johannsmann. Zudem kämen vermehrt Aufträge im Zusammenhang mit dem weltweiten Ausbau der Offshore-Windenergie.
    • Der bekannte Tastaturhersteller Cherry will in Frankfurt an die Börse gehen. Dabei sollen neue Aktien im Volumen von 140 Mio. Euro herausgegeben sowie bestehende Anteilsscheine umplatziert werden, wie Cherry am Montag mitteilte. Mit dem Erlös wolle der Vorstand das organische Wachstum des Unternehmens sicherstellen. Das Unternehmen wurde 1953 in Highland Park im US-Bundesstaat Illinois gegründet und verlegte 1967 seinen Sitz nach Deutschland.
    • Der Online-Fahrradspezialist Bike24 will in den kommenden Monaten den Gang an die Börsewagen . Für 2021 sei eine Notierung im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse geplant, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Erlös aus dem Börsengang soll vor allem für die Expansion - national und international - eingesetzt werden.
    • Der flüchtige Ex-Vorstand von Wirecard, Jan Marsalek, soll nun auch auf den Philippinen vor Gericht. Die Behörden dort haben im Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um den insolventen Zahlungsdienstleister Strafanzeige eingereicht. Es geht um mutmaßliche Verstöße gegen Banken-Gesetze, sowie Dokumentenfälschung.
    • Volkswagen ist sich mit Anwälten und Versicherern mehrerer Ex-Topmanager um den früheren Konzernchef Martin Winterkorn über Schadenersatz wegen des Diesel-Skandals einig. Ein entsprechender Beschluss stehe jetzt im Kern, hieß es am Sonntag aus Wolfsburg. Die genauen Summen und Modalitäten seien aber Gegenstand letzter ergänzender Gespräche, die man noch nicht komplett beendet habe.
    • Der ehemalige Autoboss Carlos Ghosn zeigt hat einer Befragung durch ein Team aus französischen Untersuchungsrichtern zufrieden gezeigt. Ghosn sei „glücklich“, weil er die Chance gehabt habe, seine Position vor Vertretern einer Justizbehörde darzulegen, sagte einer seiner Anwälte der dpa in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Dort war der Ex-Topmanager seit Montag wegen des Verdachts auf finanzielles Fehlverhalten befragt worden.

    Konjunktur & Politik

    • Die Forderungen der Bundesbank im Zahlungsverkehr des Euroraums, die sogenannten Target-Forderungen, stiegen im Mai um rund 52 Mrd. auf 1,077 Bio. Euro an, wie die Bundesbank am Montag mitteilte. Der gesamte grenzüberschreitende Zahlungsverkehr der Geldhäuser in der Eurzone wird über das "Target 2" genannte elektronische Verrechnungssystem abgewickelt. Die Bundesbank ist in dem System der größte Gläubiger. Die Notenbanken Italiens und Spaniens waren zuletzt die größten Schuldner.
    • Die Stimmung bei Mittelständlern in Deutschland hat sich verbessert. Das entsprechende Geschäftsklima stieg im Mai um 6,3 Zähler auf 5,7 Punkte, wie die staatliche KfW-Bank zu ihrem Mittelstandsbarometer mit dem ifo Institut am Montag mitteilte. Erstmals seit Pandemiebeginn ist das Barometer wieder in positives Terrrain gerückt. Grund dafür sei vor allem ein viel optimistischerer Blick auf die kommenden sechs Monate. „Die Konjunkturampel springt auf Grün, die Unternehmen blicken zuversichtlich nach vorn und sind startklar für die Erholung", erklärte KfW-Chefökonomin Fritzi Köhler-Geib. „Parallel zur steigenden Stimmung in der Wirtschaft schalten die betrieblichen Beschäftigungspläne auf Expansion. Das macht viel Hoffnung".
    • Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint Gropp, ist der Meinung, dass der Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein gutes Signal für den ganzen Osten und Investoren darstellt. Das Wahlergebnis sei eine klare Absage an links- und rechtsextreme Parteien, insbesondere an die AfD. „"Insgesamt kann man Herrn Haseloff nur gratulieren", sagte Gropp am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die klare Abgrenzungsstrategie müsse jetzt umgesetzt werden darin, dass Sachsen-Anhalt attraktiv werde für junge Menschen und Zuwanderung.
    • Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat vom Iran über Herstellung von hochangereichertem Uran Auskunft angefordert. Die Islamische Republik liefere seit vielen Monaten keine Antworten zum Verbleib von geheim gehaltenem nuklearen Material, sagte Behördenchef Rafael Grossi am Montag. Dies habe „ernsthafte Folgen für die Gewährleistung, dass das iranische Atomprogramm friedlicher Natur ist“. Der Iran steht seit langem unter Verdacht, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.
    • Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Ausstieg seines Landes aus dem Vertrag über internationale Beobachtungsflüge (Open-Skies-Abkommen) formal besiegelt. Die USA hatten das Abkommen aus der Zeit nach dem Kalten Krieg bereits im vergangenen Jahr unter dem damaligen Präsidenten Trump aufgekündigt. Nachfolger Biden bestätigte die Entscheidung im Mai.
    • Kanzlerin Angela Merkel hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Vorwürfe um die Verteilung von angeblich minderwertigen Corona-Masken an Obdachlose verteidigt. Merkel sagte am Montag laut dpa in einer Sitzung des CDU-Vorstands, die Vorwürfe seien von Fakten nicht gedeckt. Die SPD versuche, die Pandemie-Politik in ein schlechtes Licht zu stellen. „Wir alle unterstützen Jens Spahn.“ Die Argumentation des Bundesgesundheitsministeriums sei hieb- und stichfest. Nach "Bild"-Informationen hatte Merkel in der Präsidiumssitzung vor der großen Vorstandsrunde gesagt: „Wenn ich sehe, was mit Jens passiert: Das entbehrt wirklich jeder Sachgrundlage." Sie habe von einem Versuch gesprochen, durch negative Stimmung Schaden anzurichten. Dies sei „fernab von dem, was man guten Umgang nennt". Sie habe die Runde aufgefordert: „Wir müssen jetzt dagegenhalten.“
    • Durch die Corona-Pandemie verschlechtert sich die finanzielle Lage der Rentenversicherung in Deutschland. Das geht aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hervor. Darin heißt es, wegen der bevorstehenden Verrentung der Menschen aus den Babyboomer-Jahren steuere die Rente auf einen „Finanzierungsschock“ zu. Die Pandemie habe dazu geführt, dass der Schock früher einsetze und stärker ausgeprägt sein werde.

    • Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt der Corona-Inzidenzwert jetzt in allen 16 Ländern in Deutschland unter 30. Den niedrigsten Wert meldet Mecklenburg-Vorpommern mit 8,6, den höchsten Wert das Saarland mit 29,8. Ab heute gibt es keine Priorisierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen für eine Corona-Impfung mehr. Damit können sich alle in Deutschland lebenden Menschen ab zwölf Jahren um einen Termin bemühen.
    • In der Eurozone geht der konjunkturelle Aufholprozess weiter. Der vom Analyseunternehmen Sentix erhobene Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung stieg im Juni um 7,1 Punkte auf 28,1 Zähler, wie Sentix am Montag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit gut drei Jahren. Analysten hatten lediglich mit 25,4 Punkten gerechnet. Vor allem die Lage wird nun deutlich besser beurteilt als noch vor vier Wochen, die Erwartungshaltung ging indes leicht zurück. Sentix erklärt die Entwicklung vor allem mit Lockerungen von Corona-Beschränkungen in Handel, Gastronomie und Tourismus, die vor allem die aktuelle Bewertung verbesserten. Das Phänomen trete nicht nur in der Eurozone, sondern faktisch global auf.
    • Die spanische Industrie hat ihre Produktion von März auf April um 1,2 Prozent ausgeweitet, wie das Statistikamt INE am Montag mitteilte. Analysten hatten für April mit einem Zuwachs um 0,5 Prozent gerechnet. Zuletzt gesunken war die Produktion im Januar.
    • Chinas Außenhandel legt im Mai erneut zu: Nach Angaben des Nationalen Statistikamts in Peking sind die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Vorjahresvergleich um 27,9 Prozent auf 264 Mrd. Dollar gestiegen. Die Importe sprangen um 51,1 Prozent auf 218,4 Mrd. Dollar in die Höhe. Die außergewöhnlich hohen Zuwächse erklären sich zum Teil auch mit Basiseffekten. Der Welthandel war wegen Corona vor Jahresfrist stark eingebrochen. Experten hatten zum Teil mit noch stärkeren Zuwächsen gerechnet.
    • Laut US-Finanzministerin Janet Yellen wären etwas höhere Leitzinsen durchaus von Vorteil für die USA. Das billionenschwere Konjunkturprogramm der US-Regierung wäre gut für die USA, auch wenn es zu einer höheren Inflation und zu höheren Zinsen beitragen würde, sagte Yellen zu Bloomberg. „Wir haben gegen die Inflation, die zu niedrig ist, und Zinsen, die derzeit zu niedrig sind, seit einer Dekade gekämpft", sagte Yellen. Wenn die Zinsen wieder ein normales Niveau erreichen würden, wäre das „keine schlechte Sache".
    • Nach jahrelangen Verhandlungen einigten sich die Finanzminister der G7-Staaten am Samstag auf eine globale Steuerreform geeinigt. Neben einer Mindeststeuer von 15 Prozent sollen international tätige Großkonzerne künftig auch dort Steuern zahlen, wo sie ihre Umsätze machen, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der G7 hervorgeht. Bisher werden Unternehmensteuern nur am Firmensitz fällig, aber nicht in den Ländern, wo die Konzerne aktiv sind, was bei den Digitalunternehmen oft in fast der ganzen Welt der Fall ist. Das führte dazu, dass viele Unternehmen ihren Firmensitz in Länder mit niedrigeren Unternehmensteuern verlagerten. OECD-Generalsekretär Mathias Cormann geht nicht davon aus, dass die Pläne für eine weltweite Steuerreform die USA begünstigen. Cormann sagte am Montag der BBC, am Ende würden sehr große und weltweit tätige Konzerne in vielen Ländern mehr Steuern zahlen als bisher. Er ergänzte, er gehe davon aus, dass auch der US-Onlinehändler Amazon von den Regeln erfasst werde.
    • Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im April saison- und kalenderbereinigt 0,2 Prozent niedriger als im Vormonat März. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergibt sich hingegen ein Anstieg um 1,5 Prozent. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, stellte sich der Auftragseingang im April saison- und kalenderbereinigt allerdings um 9,9 Prozent höher dar. Der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im April saison- und kalenderbereinigt 2,6 Prozent niedriger als im März. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im April 2021 saison- und kalenderbereinigt 4,9 Prozent niedriger.
    • Mit einem Plus von mehr als 7 Prozent hat die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt einen klaren Wahlsieg errungen. Laut dem amtlichen Endergebnis ist die Partei mit 37,1 Prozent der große Sieger in Sachsen-Anhalt. In Umfragen hatte sie schlechter abgeschnitten. Ministerpräsident Reiner Haseloff will nach seinem Sieg mit einer stabilen Koalition die Regierungsgeschäfte weiterführen. „Wir wollen keine Wackelpartie", sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-„Morgenmagazin". Das Wahlergebnis zeige, dass die Menschen auf eine stabile Regierung in der Mitte setzten. Man werde Angebote „in alle Richtungen machen, die sich für uns demokratisch anbieten". Dann werde die CDU in Sachsen-Anhalt eigenverantwortlich entscheiden, mit welcher Partei es die größte Schnittmenge gebe.
    • Die Zahl der Kurzarbeiter ist im Mai etwas gesunken, von 2,5 auf 2,3 Mio. Menschen. Das sind noch 6,8 Prozent der abhängig Beschäftigten, wie das ifo Institut auf der Grundlage seiner Konjunkturumfrage und von Daten der Bundesagentur für Arbeit schätzt. Der Rückgang der Kurzarbeit war in nahezu allen Branchen zu sehen. „Sehr hoch, bei 46,1 Prozent oder 489.000 der Beschäftigten, lag die Zahl der Kurzarbeiter weiterhin im Gastgewerbe“, sagt ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Einzelhandel sank die Zahl der Kurzarbeiter von 235.000 auf 227.000. Das sind noch 9,3 Prozent.
    • Die Hilfsorganisation Oxfam warnt die führenden Industriestaaten vor Schaden für die Wirtschaft durch mangelnden Klimaschutz. Die Klimakrise könnte die G7-Staaten im Jahr 2050 bis zu 8,5 Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung kosten. Der Verlust beliefe sich auf 3,95 Bio. Euro, wie eine Analyse des Swiss Re Instituts zeige.

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