Die EZB steht seit jeher in der Kritik. Sie selbst kann wenig dafür. Sie wurde von anderen aus dem Boden gestampft. In den 90er Jahren übten viele Kritik an einer Einheitswährung. Auf Dauer könne das nicht funktionieren. Die Länder sind einfach zu verschieden. Nach der Einführung des Euro verstummte die Kritik zunächst. Kaum etwas beschreibt den Erfolg der einheitlichen Geldpolitik wie die Renditen von Staatsanleihen. Ab 2001 waren diese nicht mehr zu unterscheiden. Es spielte keine Rolle, ob man italienische, griechische oder deutsche Anleihen hielt. Sie alle lieferten die gleiche Rendite. Mit der Finanzkrise 2008 endete die große Konvergenz. Man musste feststellen, dass die Länder eben doch sehr verschieden sind und der Euroraum als Einheit nicht unbedingt für die Schulden anderer geradesteht. Das führte zur Eurokrise. Deutsche Anleihen waren plötzlich die sichersten. Griechische Anleihen galten als toxisch. Politisch gab es keine Einheit. Die EZB hielt den Währungsraum zusammen. Die Schulden wurden indirekt über Hilfsprogramme und Notkäufe der EZB sozialisiert. Das führte noch nicht zurück zur ursprünglichen Konvergenz. Selbst die Einführung von QE reichte nicht aus....

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