Kronberg im Taunus (BoerseGo.de) - Der expansiven Geldpolitik der EZB und der Bank of Japan stehen die USA gegenüber, wo die Federal Reserve Bank derzeit eher zu einer Anhebung der Leitzinsen neigt. Allerdings wird dies nicht geschehen, so lange kein Druck von Seiten der Inflation festzustellen ist, wie David Buckle, Leiter Quantitative Research bei Fidelity Worldwide Investment, in einem Ausblick auf die Anleihemärkte für das zweite Halbjahr 2015 schreibt. Mit einem ersten Zinsschritt rechnet Buckle frühestens Ende 2015, vielleicht erst Anfang 2016.

Die Politik der großen Zentralbanken werde die Zinsen über den gesamten Jahresverlauf hinweg niedrig halten. Vor allem bei Bundesanleihen sehe er abgesehen von kurzfristig zunehmenden Kursschwankungen keinen Grund für einen substanziellen Anstieg der Renditen, heißt es weiter.

„Eine positive Sicht haben wir aufgrund der geldpolitischen Lockerung in Japan und in China auf die asiatischen Bondmärkte. In China wird es notwendig sein, die geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen noch auszuweiten, um die schwächelnde Konjunktur zu stützen“, so Buckle.