Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Belastet durch den festeren US-Dollar geben die Metallpreise am Donnerstag sämtliche Vortagsgewinne wieder ab, wobei Zink mit 1.475,00 US-Dollar je Tonne im Tief auf den tiefsten Stand seit Juli 2009 gefallen ist.

    Die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) berichtete gestern für den globalen Zinkmarkt einen Angebotsüberschuss von 213.000 Tonnen in den ersten zehn Monaten des Jahres. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gab es noch ein Defizit von 242.000 Tonnen, wie die Analysten der Commerzbank im heutigen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben. Der jetzige Überschuss sei vor allem im ersten Quartal wegen einer starken Ausweitung der Produktion zustande gekommen und baue sich mittlerweile ab. Im Oktober sei das Angebot um 15.000 Tonnen hinter der Nachfrage zurückgeblieben, heißt es weiter.

    „Da viele Zinkproduzenten mittlerweile umfangreiche Produktionskürzungen angekündigt haben, wird der Zinkmarkt unseres Erachtens im nächsten Jahr ein hohes Angebotsdefizit aufweisen, was dem Preis deutlichen Auftrieb geben sollte“, so die Commerzbank-Analysten. Gegen 14:45 Uhr MEZ wird Zink mit einem Minus von 1,78 Prozent bei 1.491,50 US-Dollar je Tonne gehandelt.