• Zucker - ISIN: XC0002272240
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 0,119 $/lb

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die brasilianische Prognosebehörde Conab hat ihre erste Prognose für die im April angelaufene Zuckerverarbeitungssaison 2019/20 abgegeben. Zwar soll die Zuckerrohrmenge wegen einer kleineren Fläche gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig sein (566 statt 572 Millionen Tonnen), aber dennoch mehr Zucker produziert werden. Denn Conab rechnet für 2019/20 mit einem höheren Anteil Zuckerrohr, der zu Zucker verarbeitet wird (39 Prozent nach 35 Prozent im Vorjahr), wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

WERBUNG

Im Hauptproduktionsgebiet Center-South sollten 31,4 Millionen Tonnen Zucker hergestellt werden nach nur 26,5 Millionen Tonnen 2018/19. Conab weise allerdings explizit darauf hin, dass es zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison unmöglich sei, den Produktionsmix hinreichend verlässlich zu schätzen. Die spiegele sich auch in den davon deutlich abweichenden Prognosen anderer Marktbeobachter wider. So erwarteten die Analysten des Rohstoffhändlers Sucden 2019/20 wegen der Bevorzugung der Ethanolproduktion nur eine Zuckerproduktion in Center-South von bis zu 26,5 Millionen Tonnen, heißt es weiter.

„Gleichzeitig unterstellen sie für Indien und Thailand eine witterungsbedingt rückläufige Zuckerproduktion und rechnen nicht mit einer Erholung der EU-Produktion. Ähnlich äußert sich auch das Beratungsunternehmen F.O. Licht. Sucden erwartet für 2019/20 ein Defizit am globalen Zuckermarkt in Höhe von rund 2,5 Millionen Tonnen, F.O. Licht ein Defizit von 1,7 Millionen Tonnen. Beide gehen für 2018/19 jeweils von einem kleinen Überschuss aus und erachten den Spielraum für höhere Preise angesichts hoher Lagerbestände als begrenzt“, so die Commerzbank-Analysten.

Zucker-Angebotsprognosen-weit-auseinander-Tomke-Hansmann-GodmodeTrader.de-1
Zucker