• Zucker - ISIN: XC0002272240
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 0,108 $/lb

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker WVZ erwartet, dass Deutschland in diesem Jahr nur marginal mehr Zucker als im Vorjahr produzieren wird. Auf einer leicht verringerten Fläche soll bei etwas höheren Erträgen zwar eine größere Menge Zuckerrüben produziert werden. Aufgrund eines niedrigeren Zuckergehalts soll die Zuckerproduktion mit 4,26 Millionen Tonnen aber nur marginal höher als im Vorjahr sein, wie Commerzbank-Analystin Michaela Kuhl im heutigen „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

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Nach dem Auslaufen der Produktionsquoten 2017 sei die Zuckerrübenfläche stark ausgedehnt worden, was gemeinsam mit hohen Erträgen 2017/18 zu einer Zuckererzeugung von über fünf Millionen Tonnen geführt hatte. Der Preisverfall habe den Anbau dann unattraktiver gemacht. Hinzu seien Beschränkungen beim Pflanzenschutz und natürlich die Dürre des Jahres 2018 gekommen, die auch aktuell noch für Probleme sorge. Deutschland sei nach Frankreich der zweitgrößte EU-Zuckerproduzent. In der bald endenden Saison 2018/19 hätten Frankreich und Deutschland gemeinsam gut die Hälfte der EU-Gesamtmenge von 17,6 Millionen Tonnen produziert. Im Jahr zuvor seien es über 21 Millionen Tonnen gewesen, heißt es weiter.

„In ihrer Prognose aus dem Sommer schätzte die EU-Kommission die Produktion der kommenden Saison 2019/20 bei einer auch EU-weit kleineren Fläche, aber besseren Erträgen, auf 18,3 Mio. Tonnen. Inzwischen ist dies wohl zu optimistisch, denn auch in Frankreich rechnet das Agrarministerium mit einer sieben Prozent geringeren Rübenernte, die sich je nach Zuckergehalt in eine niedrigere Zuckerproduktion übersetzen kann“, so Kuhl.

Für Brasiliens Hauptanbaugebiet Center-South erwarte die Zuckerindustrievereinigung Unica laut Bloomberg mit 25 Millionen Tonnen die niedrigste Zuckerproduktion seit 2005/06 (minus sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr), heißt es weiter. „Trotz der zum wiederholten Mal sehr hoch erwarteten indischen Produktion wird das von der Internationalen Zuckerorganisation prognostizierte Ende der Überschussphase am globalen Zuckermarkt immer wahrscheinlicher“, so Kuhl.

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