• EZB-Lagarde: Der digitale Euro wird kommen
    • Industrie im Euroraum produziert mehr als erwartet
    • Kritik an staatlichen Corona-Hilfen reißt nicht ab
    • Pence lehnt Absetzung Trumps ab
    • Niederlande verlängern Lockdown
    • KKR verkauft offenbar Anteile von ProSiebenSat.1.
    • BASF will Produktionsstandort in Leuna schließen
    • YouTube sperrt Trump-Kanal

    DAX

    • Der deutsche Aktienmarkt hat sich auch zur Wochenmitte kaum von der Stelle bewegt. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 13.939,71 Punkten. Derzeit ist Konsolidierung angesagt. Doch sie läuft noch auf einem hohen Niveau. Bestimmendes Thema bleiben die hohen Infektionszahlen. Bundeskanzlerin Merkel sieht die kommenden Wochen und Monate als die schwierigsten in dieser Pandemie. Das hat sie heute noch einmal von einer Sprecherin bekräftigen lassen. Das sorgt an den Finanzmärkten freilich für Unsicherheit. Werden die Lockdown-Maßnahmen weiter verschärft, wird gar die gesamte Wirtschaft lahmgelegt? Noch ist die wirtschaftliche Gesamtlage nicht so schlecht aus, eben weil viele Industriebetriebe auf normalem Niveau weiterarbeiten und exportieren können. Dass die Industrie ihre Erholung auch unter den schwierigen Umständen weiter fortsetzen kann, zeigen sich heutigen Daten des Statistikamts Eurostat für November. Im Berichtsmonat erhöhten die Unternehmen ihre Produktion zum Vormonat deutlich. Außerdem war die Produktion im Oktober stärker gestiegen als bisher bekannt.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Intel-Chef Bob Swan tritt ab und übergibt den Stab an der Konzernspitze mit Wirkung zum 15. Februar an den Tech-Manager Pat Gelsinger, wie Intel am Mittwoch mitteilte. Gelsinger führte zuletzt den Software-Spezialisten VMWare. Swan war für den langjährigen Konzernlenker Brian Krzanich eingesprungen, der 2018 wegen einer Beziehung im Unternehmen abtreten musste. Swan war zuvor Finanzchef. Zuletzt hatte der bekannte Investor Dan Loeb, der eine Beteiligung über seinen Hedgefonds Third Point hält, Veränderungen bei Intel gefordert. Der einst führende Chip-Konzern hatte in den vergangenen Jahren Marktanteile verloren.
    • Das US-Unternehmen Baxter will in Halle, Westfalen, Impfdosen von BioNTech und Pfizer herstellen. „Der Plan ist, dass wir Ende Februar/Anfang März mit der Produktion von BioNTech-Impfstoff beginnen“, sagte Personalchef Jürgen Fleischer am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Es soll sich um einen Auftrag in dreistelliger Millionenhöhe an Impfdosen handeln.
    • Der Gasekonzern Linde will in Leuna im großen Stil grünen Wasserstoff erzeugen, also Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energien produziert wird. Bis 2022 solle auf dem Chemiekomplex der größte PEM-Wasserstoff-Elektrolyseur der Welt mit 24 Megawatt Leitung in Betrieb genommen werden, teilte Linde am Mittwoch mit. Die Anlage könne zum Beispiel etwa 600 Brennstoffzellen-Busse im Jahr versorgen, die 40 Mio. Kilometer fahren.
    • Der Telekommunikationskonzern Telefonica verkauft knapp 31.000 Funkmasten in Spanien, Deutschland und Südamerika an den US-Konzern American Tower Corporation (ATC) für 7,7 Mrd. Euro. Dies teilte Telefonica am Mittwoch mit.
    • Tesla will in den indischen Markt einsteigen und hat dazu jüngst die Firma Tesla India Motors and Energy Private Limited als Niederlassung in Bangalore beim zuständigen Ministerium registriert. Indiens Verkehrsminister Nitin Gadkari hatte gesagt, Tesla wolle 2021 beginnen, seine Fahrzeuge in Indien zu verkaufen und erwäge bei entsprechender Nachfrage, in dem Land zu produzieren.
    • Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme des Finanzdatenanbieters Refinitiv durch die Londoner Börse LSE genehmigt, allerdings unter Auflagen. Die Zusagen garantierten, dass die Übernahme nicht zu höheren Preisen oder weniger Auswahl und Innovation für diese Produkte führten, erklärte EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch. Die Genehmigung sei unter der Bedingung ausgesprochen worden, dass sich die LSE an diese Verpflichtungen halte. Kritik kam vom binnenmarktpolitischen Sprecher der EVP-Fraktion. „Es erstaunt, dass die EU-Kommission gerade dabei ist, mit der LSE und Refinitiv ein neues Finanz-Datenoligopol zu genehmigen", hieß es in einer Mitteilung des Abgeordneten Andreas Schwab (CDU).
    • Die US-Regierung hat weitere 1,25 Mio. Dosen des Covid-19-Antikörper-Cocktails von Regeneron bestellt. Damit würde die US-Versorgung mit dem Cocktail auf mehr als 1,5 Mio. Dosen steigen.
    • Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson könnte schon im Februar als vierter Hersteller einen Antrag auf Zulassung seines Corona-Impfstoffes in der EU stellen. Das hat EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Mittwoch im EU-Parlament gesagt. Laut der New York Times liegt das Unternehmen mit der Produktion seines Covid-19-Impfstoffs hinter dem ursprünglichen Zeitplan um ein bis zwei Monate hinterher.
    • Der Pharmakonzern AstraZeneca will bis Mitte Februar die Lieferungen von Covid-19-Impfdosen in Großbritannien auf 2 Mio. pro Woche steigern. „Wir haben bis heute etwas mehr als 1,1 Mio. Dosen freigesetzt,“ erklärte CEO Tom Keith-Roach. „Wir werden in Kürze auf bis zu zwei Millionen pro Woche erhöhen, und hoffen auf jeden Fall, dass wir das bis Mitte Februar erreichen werden“.
    • Der Videodienst Zoom hat sich über ein Aktienangebot frisches Kapital besorgt. Es seien 5,15 Mio. Aktien zu 340 US-Dollar das Stück im Zuge einer Kapitalerhöhung platziert und damit 1,75 Mrd. Dollar erlöst worden, teilte Zoom in der Nacht zu Mittwoch mit.
    • Der US-Baukonzern KB Home gab für das vierte Quartal zwar einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn bekannt, übertraf aber dennoch die Erwartungen der Analysten.
    • Unter dem Strich hat Boeing im vergangenen Jahr gut 650 Stornierungen erhalten. Insgesamt wurden sogar mehr als 1.000 Bestellungen aus dem Orderbuch gestrichen, weil viele Aufträge als unsicher gelten. Mit lediglich 157 Verkehrsflugzeugen fielen auch die Auslieferungen im vergangenen Jahr historisch schlecht aus. Im Vorjahr hatte Boeing noch 60 % mehr Maschinen ausliefern können.
    • Der langjährige Apple-Zulieferer Foxconn und der chinesische Autobauer Geely gehen eine Kooperation ein. Ziel seien eine Auftragsfertigung sowie Beratungsdienste für Autobauer und Mobilitätsunternehmen, teilten die Firmen am Mittwoch mit.
    • Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Zweifeln an der Kühlung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Moderna für Berlin und Brandenburg Entwarnung gegeben. „Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden“, sagte ein Sprecher.
    • 2020 - das war für den Volkswagen-Konzern coronabedingt kein erfolgreiches Jahr. Insgesamt sank der Absatz der 12-Marken-Gruppe um 15,2 Prozent auf rund 9,3 Mio. Fahrzeuge, wie VW am Mittwoch mitteilte. Besonders schwach waren die Auslieferungen in Westeuropa mit einem Rückgang um fast 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im wichtigsten Markt China einschließlich Hongkong kam die Gruppe mit minus 9,1 Prozent noch besser davon. Der Anteil elektrifizierter Autos konnte derweil stark zulegen. Für reine Elektrofahrzeuge meldete der Konzern in 2020 mehr als eine Verdreifachung auf knapp 232.000 Einheiten, bei Plug-in-Hybriden eine Steigerung um 175 Prozent auf über 190.000 Autos.
    • Der Möbelhändler Home24 peilt die Erstnotiz seiner brasilianischen Tochter Mobly an. Der Vorstand habe der Preisspanne von 17,00 bis 23,50 Brasilianischen Real (2,57 bis 3,55 Euro) zugestimmt, teilte Home24 am Mittwoch mit. Mobly werde dabei mit bis zu 2,68 Mrd. Brasilianischen Real (413 Mio. Euro) bewertet. Geboten werden kann für die Aktien vom 13. Januar bis zum 3. Februar.
    • Der Online-Autohändler Auto1 Group plant einen Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse noch im ersten Quartal. „Mit der heutigen Ankündigung schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte der Auto1 Group auf“, sagte Geschäftsführer Christian Bertermann am Mittwoch. Die Aktien sollen im Prime Standard notieren. Das Angebot werde voraussichtlich neu geschaffene Aktien aus einer Kapitalerhöhung und bestehende Aktien umfassen sowie Aktien in Verbindung mit einer möglichen Mehrzuteilung, die durch eine Aufstockungsoption von bestimmten veräußernden Aktionären gedeckt ist, teilte das Unternehmen mit. Auto1 spekuliert mit einem Bruttoemissionserlös von 1 Mrd. Euro aus dem Verkauf neu geschaffener Aktien an.
    • Nun hat auch YouTube als letzte große Internetplattform auf die Ausschreitungen im Kapitol reagiert und Maßnahmen gegen das Konto des amtierenden Präsidenten Donald Trump ergriffen. Angesichts von Bedenken ob des anhaltenden Gewaltpotenzials seien neue Inhalte auf Trumps Kanal entfernt worden, teilte die Videoplattform von Google am Dienstagabend mit. Nun dürften mindestens sieben Tage lang keine Videos mehr dort hochgeladen werden, ältere Videos blieben aber weiter abrufbar.
    • Der Chemiekonzern BASF will seinen Produktionsstandort in Leuna bis Ende April 2022 schließen. Betroffen seien rund 100 Mitarbeiter. Die dortige Produktion von speziellem Granulat aus Kunststoff soll in den verbleibenden drei Herstellungs-Anlagen der BASF in Deutschland erfolgen, wie es hieß.
    • Der Finanzinvestor KKR verkauft offenbar ein Aktienpaket von ProSiebenSat.1. KKR wolle 11 Mio. Aktien abstoßen und damit rund 4,7 Prozent des Gesamtkapitals, berichtete Bloomberg am Dienstagabend. KKR verlange einen Preis von 13,42 Euro. Mit dem Verkauf könnte der Finanzinvestor somit um die 150 Mio. Euro einnehmen.
    • Statkraft Energias Renovéveis, die brasilianische Tochtergesellschaft von Europas größtem Produzenten erneuerbarer Energien, der norwegischen Statkraft, hat dem Windkraftanlagenhersteller Nordex Group einen Auftrag für ein 518,7-MW-Projekt in Brasilien erteilt. Nordex wird den Windpark "Ventos de Santa Eugenia" mit 91 Turbinen des Typs N163/5.X und damit das größte Windkraftprojekt von Statkraft in Südamerika ausstatten, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Auftrag umfasst auch einen Premium-Service-Vertrag über drei Jahre sowie die technische Unterstützung des Kunden über einen Zeitraum von 20 Jahren.
    • Die Lieferando-Muttergesellschaft Just Eat Takeaway hat im vergangenen Jahr vom Boom bei Online-Essensbestellungen stark profitiert. Der Umsatz stieg um mehr als die Hälfte auf rund 2,4 Mrd. Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Weltweit verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Jahr gut 588 Mio. Bestellungen, das waren 39 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Just Eat Takeaway zeigte sich zudem „zufrieden" mit dem Fortschritt bei der Übernahme des US-Lieferdienstes GrubHub.
    • Der kanadische Einzelhandelskonzern Alimentation Couche-Tard erwägt die Übernahme des französischen Supermarktkonzerns Carrefour. Die beiden Unternehmen bestätigten am Dienstagabend Gespräche über eine mögliche Transaktion. Die Kanadier seien dabei auf Carrefour „in freundlicher Absicht" zugekommen, teilten die Franzosen mit. Beide Parteien erklärten, die Gespräche seien in einem „sehr frühen" Stadium. Zuvor hatte Bloomberg über einen möglichen Deal berichtet.
    • In der Schweiz hat die Regulierungsbehörde Swissmedic den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna als zweites Mittel im Kampf gegen Covid-19 zugelassen. „Damit erfüllt ein zweiter Covid-19-Impfstoff die hohen Anforderungen an Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität und kann ab sofort in der Schweiz eingesetzt werden", teilte Swissmedic mit.
    • Die Kanadische Gesundheitsbehörde Health Canada hat einen Zulassungsantrag von Morphosys und Incyte für Tafasitamab, einem gegen CD-19-gerichteten Antikörper, zur Prüfung angenommen. Der Antrag betrifft die Zulassung von Tafasitamab in Kombination mit Lenalidomid, gefolgt von einer Tafasitamab-Monotherapie, zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (Diffuse Large B-Cell Lymphoma, DLBCL).

    Politik & Konjunktur

    • Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise in den USA im Dezember um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten mit einem Anstieg in dieser Höhe gerechnet. Die Jahresteuerung erhöhte sich um 0,1 auf 1,4 Prozent. In der Kernrate, die die besonders volatilen Preise für Energie und Lebensmittel außen vor lässt, betrug die Jahresteuerung wie im Vormonat 1,6 Prozent.
    • Die Realeinkommen in den USA sind im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,1 % gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Im November war ebenfalls ein Anstieg in dieser Höhe zu verzeichnen.
    • Der abgewählte US-Präsident Trump hat einen Auftritt an der Mauer an der US-Südgrenze zu Mexiko für eine Warnung an die Demokraten und den künftigen US-Präsidenten Joe Biden genutzt. Maßnahmen, die jetzt gegen ihn ergriffen würden, würden auf sie zurückfallen, drohte Trump.
    • Fed-Notenbanker Eric Rosengren erwartet eine deutliche Erholung der US-Konjunktur. Die Pandemie dürfte zwar so lange ein Problem für die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft bleiben, bis Impfungen weit verbreitet seien, sagte Rosengren. „Trotzdem erwarte ich bei erheblicher finanzpolitischer und monetärer Unterstützung eine robuste Erholung ab der zweiten Jahreshälfte.“ Er gehe dabei von einen höheren Konsum und einer niedrigeren Arbeitslosigkeit aus.
    • In den USA haben weitere Konzerne eine Aussetzung von Spenden an Abgeordnete angekündigt, die sich gegen die Bestätigung von Joe Biden als neuen Präsidenten gestellt hatten. Mehrere Konzerne gaben bekannt, zunächst alle Spenden auszusetzen und ihr weiteres Vorgehen zu prüfen, darunter Facebook, Microsoft und Ford.
    • Die Corona-Mutation aus Südafrika ist inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen. Nach Auskunft des baden-württembergischen Sozialministeriums ist eine Familie betroffen, die Mitte Dezember aus Südafrika in das Bundesland zurückkehrte.
    • EZB-Chefin Christine Lagarde rechnet mit einem digitalen Euro in der Euro-Zone innerhalb der kommenden Jahre. „Wir werden einen digitalen Euro haben“, sagte sie am Mittwoch in einem Interview auf dem Online-Forum „Reuters Next“. „Das ist nicht für morgen, das wird einige Zeit benötigen, um sicherzustellen, dass es etwas gibt, was sicher ist.“ Sie hoffe, dass dies nicht länger als fünf Jahre dauern werde. Bei der öffentlichen Befragung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einem digitalen Euro sind über 8.000 Antworten von Bürgerinnen und Bürgern, Firmen und Verbänden eingegangen, wie die Währungshüter zum Abschluss der dreimonatigen Konsultationen am Mittwoch mitteilten. Wichtig ist den Teilnehmern nach EZB-Angaben vor allem der Datenschutz bei Zahlungen und Sicherheit. Im Frühjahr will die Notenbank eine Auswertung der Erhebung zum digitalen Euro veröffentlichen. Auf Basis der Ergebnisse will die EZB dann Mitte 2021 eine Grundsatzentscheidung dazu treffen, ob das Projekt eines digitalen Euros weiterverfolgt wird.
    • Die Industrie in der Eurozone setzt ihre Erholung vom Corona-Einbruch weiter fort. Im November erhöhten die Unternehmen ihre Erzeugung zum Vormonat um 2,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Analysten hatten nur einen hauchdünnen Zuwachs erwartet. Außerdem war die Produktion im Oktober stärker gestiegen als bisher bekannt. Im November wurde allerdings noch 0,6 Prozent weniger produziert als ein Jahr zuvor.
    • Arbeiten im Homeoffice bedeutet laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) teils schwierige Arbeitsbedingungen. Das Modell der Arbeit in den eigenen vier Wänden, das in der Corona-Krise oftmals als Notlösung eingeführt wurde, werde langfristig an Bedeutung gewinnen, schreibt die ILO am Mittwoch. Um so wichtiger sei es, Arbeitsbedingungen und Schutz zu verbessern. In den ersten Monaten der Pandemie sei der Anteil derjenigen, die Homeoffice machten, auf knapp 20 Prozent gestiegen.
    • In Bayern sollen Bedürftige kostenlos FFP2-Schutzmasken zur Verfügung gestellt bekommen. Insgesamt sollen voraussichtlich zwei Mio. Masken bereitgestellt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Damit will die Staatsregierung Härten ausgleichen, wenn vom kommenden Montag an eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt.
    • Die Großhandelsverkaufspreise in Deutschland waren im Jahresdurchschnitt 2020 um 2,0 Prozent niedriger als 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Insbesondere der Preisrückgang im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen (-16,1 %) hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Veränderung gegenüber dem Vorjahr.
    • Forderungen aus der Wirtschaft nach Steuersenkungen werden lauter. Der Industrieverband BDI schlug nun ein Steuermodell der Zukunft vor: „Niedrigere Unternehmensteuern können helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise schneller zu bewältigen“, begründete BDI-Steuerabteilungsleiterin Monika Wünnemann den Vorstoß.
    • Die Kritik aus der Wirtschaft an der langsamen Umsetzung und zu viel Bürokratie bei den staatlichen Corona-Hilfen will nicht abreißen. Die groß angekündigten Hilfen müssten endlich bei den Betrieben ankommen, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer. Sie dürften nicht von Bürokratie ausgebremst werden. Kritik kommt vor allem aber vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft, der von „leeren Versprechen" spricht. Dabei habe die Regierung Hilfe zugesagt, und zwar schnell und unbürokratisch. Ganz anders sieht das freilich Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Die Abschlagszahlungen für die Novemberhilfen seien im großen Umfang ausgezahlt worden, erklärte der SPD-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". In diesen Tagen kämen die endgültigen Zahlungen in Kooperation mit den Ländern. „Es ist völlig richtig, dass wir gemacht haben, was wir gemacht haben", sagte er. Die wirtschaftlichen Daten seien besser als zunächst vorhergesagt. „Das zeigt: Die starke fiskalische Antwort, die Bazooka, hat tatsächlich ihre Wirkung entfaltet und das wird auch international so gewertet", sagte Scholz.
    • Die Bauwirtschaft ist in Deutschland bislang verhältnismäßig gut durch die Corona-Pandemie gekommen und dürfte auch in den nächsten Jahren solide Wachstumsraten verzeichnen. Das geht aus der neuesten Bauvolumenrechnung des DIW Berlin hervor. Den Berechnungen der ÖkonomInnen zufolge ist das Bauvolumen in Deutschland im vergangenen Jahr nominal um vier Prozent auf etwa 444 Mrd. Euro gestiegen – trotz der Corona-Pandemie.
    • Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence hat eine unmittelbare Absetzung des Präsidenten Trump über einen Zusatzartikel der Verfassung abgelehnt. In einem Schreiben an die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, schrieb Pence, ein solches Vorgehen sei weder im Interesse der Nation noch im Einklang mit der Verfassung.
    • Die Niederlande werden den Lockdown um weitere drei Wochen bis zum 9. Februar verlängern, wie Ministerpräsident Mark Rutte ankündigte. „Wir haben keine andere Wahl", sagte der Premier. Die Regierung schließe auch verschärfende Maßnahmen, wie eine abendliche Ausgangssperre nicht aus.
    • Die deutschen Gesundheitsämter haben per Mittwochmorgen dem Robert Koch-Instritut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Zudem wurden 1.060 weitere Todesopfer gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut den RKI-Angaben derzeit bei 155. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen könnte nach Berechnungen des Pharmazie-Professors Thorsten Lehr von der Universität Saarbrücken in den kommenden Tagen wieder sinken. Er sagte dem Deutschlandfunk, momentan sehe man noch den Wiederanstieg der Fallzahlen, der sich auf Fälle von Weihnachten und Silvester und auch auf Reiserückkehrer zurückführen lasse. Nun hoffe er, dass die Zahlen in den kommenden ein, zwei Tagen langsam wieder sinken, so Lehr.
    • Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat zum Abschluss des achttägigen Kongresses der herrschenden Arbeiterpartei den Ausbau des Atomwaffenarsenals als Ziel formuliert. Es müsse alles dafür getan werden, die stärksten Militärkapazitäten aufzubauen, wird Kim von den staatlichen Medien zitiert.

    Weitere Informationen zu den im Newsflash genannten Themen und noch mehr aktuelle Nachrichten finden Sie in Echtzeit auf Guidants News. In Spitzenzeiten veröffentlicht Guidants News mehr als 100 Nachrichten pro Stunde. Damit Sie trotzdem den Überblick behalten, stehen Ihnen zahlreiche Filtermöglichkeiten zur Verfügung.