• DIW Konjunkturbarometer: Wirtschaftsleistung bricht ein
    • Handelsverband HDE kritisiert Corona-Beschlüsse scharf
    • Ex-EZB-Ökonom Stark: „Wir haben unqualifizierte Mitgliedstaaten aufgenommen“
    • GfK: Zweite Corona-Welle trifft Konsumklima hart
    • Trump begnadigt früheren Sicherheitsberater Flynn
    • USA: Demokraten werfen Trump Machtmissbrauch vor
    • Bitcoin-Kurs bricht ein
    • Moderna will Corona-Impfstoff im Dezember liefern

    Markt

    • Impulse aus den USA fehlten den europäischen Börsen am heutigen US-Feiertag Thanksgiving. Auch aus diesem Grund setzte sich die Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten weitgehend fort. Die Wall Street bleibt geschlossen. Der DAX trat bei 13.300 Punkten - einer zähen Widerstandsschwelle - praktisch auf der Stelle und beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,02 Prozent bei 13.286,57 Zählern. Die Anleger sorgen sich vor den wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Pandemie-Beschränkungen, die in Deutschland im Dezember unter anderem für den Einzelhandel noch weiter verschärft werden sollen. Die Verlängerung des Teil-Lockdowns in den nächsten Monat verschärft die Existenznot vieler Händler in den Innenstädten noch einmal dramatisch, warnte etwa der Handelsverband HDE. Die Folgen des Teil-Lockdowns auf die Verbraucherstimmung lassen sich bereits an dem GfK Konsumklima ablesen. Für Dezember errechneten die Konsumforscher einen Rückgang des Verbraucherbarometers auf das niedrigste Niveau seit Juli.
    • Die Digitalwährung Bitcoin hat nach mehreren Versuchen, das drei alte Rekordhoch bei 19.666 Dollar zu knacken die Reise nach Süden angetreten. Am Donnerstag brach die Kryptowährung auf 17.250 Dollar ein, nachdem sie am Mittwoch auf der Handelsplattform Bitstamp noch bis rund 19.400 Dollar geklettert war. Zuletzt kostete der Bitcoin 17.538 Dollar. Der Kurs schwankt üblicherweise stark. In jüngster Zeit hatte der Plan des Bezahldienstes Paypal, seinen Kunden die Bezahlung in Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu ermöglichen, für Auftrieb gesorgt.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Das geplante Ende des Aktien-Streubesitzes bringt dem Medienkonzern Axel Springer viele Vorteile. Diese Einschätzung äußerte Vorstandschef Mathias Döpfner. Es ermögliche, „die von Vorstand und Aufsichtsratsrat beschlossene Wachstumsstrategie des Unternehmens umzusetzen", sagte der Springer-Chef bei der digitalen Aktionärs-Hauptversammlung. Der Konzern zog sich in diesem Jahr von der Börse zurück.
    • Die Pharmafirmen Teva und Cephalon sollen 60,5 Mio. Euro Strafe zahlen, weil sie mit Absprachen ein Medikament gegen Schlafstörungen künstlich teuer gehalten haben sollen. Dies teilte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag mit. „Es ist illegal, wenn Pharmaunternehmen vereinbaren, den Wettbewerb gegen Zahlungen auszusetzen und den Markt gegen preisgünstigere Arzneimittel abzuschotten - selbst wenn diese Vereinbarungen im Rahmen eines Patentvergleichs oder anderer scheinbar normaler Geschäftsvorgänge getroffen werden", erklärte Vestager. Diese „Pay-for-Delay-Vereinbarung" habe Patienten und Gesundheitssystemen geschadet, weil ihnen preiswertere Arzneimittel vorenthalten worden seien.
    • Der Reisekonzern TUI will die Reisebüros in Deutschland an den Buchungsumsätzen weiter teilhaben lassen. Die vielerorts angeschlagenen Büros sollen auch im neuen Geschäftsjahr zehn Prozent Provision auf abgeschlossene Reiseverträge erhalten, wenn sie bis Ende Februar mindestens 100.000 Euro Gesamtumsatz mit TUI-Angeboten machen. Unterhalb dieser Schwelle erhalten sie noch 7,5 Prozent. Dies teilte das Unternehmen in einem internen Schreiben mit.
    • Der Aufsichtsrat von Ceconomy hat Thomas Dannenfeldt als neuen Chef an seiner Spitze vorgeschlagen. Der langjährige Telekom-Manager solle Nachfolger von Jürgen Fitschen werden, teilte der Elektronikhändler am Donnerstag mit. Den Aktionären soll er bei der Hauptversammlung am 17. Februar 2021 als neues Mitglied vorgeschlagen werden und anschließend soll er - deren Zustimmung vorausgesetzt - zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt werden.
    • Der US-Impfstoffentwickler Moderna will die Lieferung seines Corona-Kandidaten an die Europäische Union womöglich schon im Dezember starten, vorausgesetzt, das Mittel erhält eine Zulassung. Das Unternehmen bestätigte am Mittwoch den Abschluss eines Rahmenvertrags mit der EU-Kommission. Demnach sollen zunächst 80 Mio. Impfstoffdosen geliefert werden, mit der Option auf weitere 80 Mio.
    • Der Anbieter von Kommunikationstechnologie, Gigaset, hat im dritten Quartal die schwache Entwicklung des ersten Halbjahres mit einem deutlichen Umsatzplus von 14 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 teilweise auffangen. Die Erholung der Konjunktur nach Aufhebung der ersten Lockdowns in Europa sowie die damit einhergehende Normalisierung des Alltags hat nach Unternehmensangaben vor allem in den Geschäftsbereichen Phones und Smartphones zu starkem Umsatzwachstum geführt. „Die Fortsetzung der konsequenten Kostensparmaßnahmen führte im dritten Quartal bereits wieder zu einem positiven Konzernquartalsergebnis“, so das Unternehmen.
    • Der Immobilienentwickler Instone Real Estate konnte nach dem pandemiebedingten Rückschlag im Vorquartal im dritten Jahresviertel wieder mehr Immobilien vermarkten, wie Instone am Donnerstag mitteilte. Das Management bleibt daher für das kommende Jahr optimistisch. „Angesichts unserer finanziellen und operativen Stärken sind wir in der Lage, jetzt zügig auf unseren geplanten ambitionierten Wachstumspfad zurückzukehren", sagte Finanzvorstand Foruhar Madjlessi laut Mitteilung. Bereits ab Ende des zweiten Quartals habe sich der Vertrieb an Privatkunden wieder normalisiert. Für das dritte Quartal sprach das Unternehmen von einem Schub durch „den sehr guten Abverkauf im Einzelvertrieb". Auch im Geschäft mit institutionellen Kunden sei eine deutliche Erholung spürbar, vergleichbar mit dem Niveau vor der Pandemie. Im Schlussquartal würden daher weitere Verkäufe an institutionelle Investoren erwartet.
    • Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) rechnet in diesem Jahr mit einem Verlust. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Bank das Gesamtjahr 2020 mit einem negativen Ergebnis abschließen wird", sagte Vorstandschef Thomas Bürkle am Donnerstag. Auch im kommenden Jahr müsse die Bank noch damit rechnen, dass die Pandemie das Ergebnis belastet. In den ersten neun Monaten 2020 betrug das Minus rund 74 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die NordLB noch einen Gewinn von 215 Mio. Euro erzielt. Verantwortlich für den Rückgang war eine deutlich höhere Risikovorsorge.
    • Der Technologiekonzern Bosch hat im Werk in Stuttgart-Feuerbach das erste sog. Campusnetz mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G Betrieb genommen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bei Campusnetzen werden die Funksignale nur lokal etwa auf einem Werksgelände gesendet und nach außen abgeriegelt. „5G werden wir nach und nach in unseren rund 250 Werken weltweit einsetzen", kündigte Geschäftsführer Michael Bolle an. Die schnelle Übertragung mit hoher Kapazität mit 5G soll die Datennutzung verbessern.
    • Der Hersteller von Stiften, Kosmetikartikeln und Outdoor-Equipment, Schwan Stabilo, hat im Geschäftsjahr 2019/2020 (Ende Juni) mit 609 Mio. Euro 8 Prozent weniger eingenommen als im Vorjahr, wie Konzernchef Sebastian Schwanhäußer am Donnerstag sagte. Das diversifizierte Sortiment habe dem Unternehmen Stabilität in der Pandemie verliehen. „Wir haben die Krise bisher soweit gut überstanden - mit einigen Kratzern aber ohne gravierende Schäden", sagte Schwanhäußer. Finanzchef Martin Reim sagte, das Unternehmen sei weiter profitabel.
    • Der britische Autoindustrie hat in den ersten zehn Monaten des Jahres mit etwa 743.000 Fahrzeugen ein Drittel weniger produziert als im Vorjahreszeitraum, wie der Industrieverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) am Donnerstag mitteilte. Die Pandemie, der Brexit und die von Premierminister Boris Johnson angekündigte komplette Umstellung auf Elektrofahrzeuge in weniger als einem Jahrzehnt belasteten die Branche, sagte SMMT-Chef Mike Hawes.

    Politik & Konjunktur

    • Die Bundesregierung und die Länder wollen die Möglichkeiten zur Rekapitalisierung von Unternehmen mit Eigenkapital über Beteiligungsangebote der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBGen) "deutlich" ausbauen. So soll etwa die Regelobergrenze für stille Beteiligungen von derzeit 1 Million auf 2,5 Millionen Euro angehoben werden.
    • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich für mehr verkaufsoffene Sonntage im kommenden Jahr ausgesprochen, um die arg gebeutelten Einzelhändler zu unterstützen. "Ich würde mir wünschen, dass das, was an Umsatzausfällen in diesem Jahr angefallen ist, über weitere verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr wieder reingeholt werden kann", sagte Altmaier der "Bild"-Zeitung. Er habe Länder und Gemeinden gebeten, möglichst großzügig und flexibel mit Sonntagsöffnungszeiten umzugehen.
    • Frankreichs Premier Jean Castex hat die Menschen im Land auf Lockerungen der strengen Corona-Beschränkungen vorbereitet. Es sei zu früh, um von einem Ende des Lockdowns zu sprechen, sagte Castex am Donnerstag in einer Pressekonferenz. „Die winterlichen Wetterbedingungen und das Herannahen der Feiertage zum Jahresende sind zwei Hauptrisikofaktoren, die es im Frühjahr nicht gab." Seit Ende Oktober gelten im ganzen Land strenge Ausgangsbeschränkungen - diese sollen am 15. Dezember aufgehoben werden und durch nächtliche Ausgangssperren ersetzt werden.
    • Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank haben auf ihrer jüngsten Zinssitzungden Boden für neue geldpolitische Hilfsmaßnahmen bereitet. Das geht aus dem Protokoll zur Zinssitzung hervor, welches die EZB heute veröffentlicht hat. „Es wurde betont, dass jedwedes Zeichen der Selbstzufriedenheit im gegenwärtigen Umfeld schädlich sein könnten”, hieß es im Protokoll. Die nächste Zinssitzung ist für den 10. Dezember geplant. Viele Experten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre billionenschweren Anleihenkäufe erneut aufstockt und auch die Banken finanziell weiter unterstützt.
    • Gemäß Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung wurde intensiv über eine noch lockerere Zentralbankpolitik diskutiert. Eine Verschärfung der Krisenlage würde Anpassungen im Ankaufprogramm erforderlich machen, hieß es in den Minutes. Sowohl eine Aufstockung des Programms als auch eine Umstellung auf Käufe von Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten waren Diskussionspunkte.
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel hält es angesichts des nach wie vor hohen Infektionsgeschehens in Deutschland für wahrscheinlich, dass die neuen Auflagen bis mindestens Anfang Januar gelten werden. „Wir haben ohne Zweifel noch einmal schwierige Monate vor uns”, sagte Merkel am Donnerstag im Bundestag. Kanzleramtchef Helge Braun sagte dem TV-Sender RTL, die Pandemie werde „uns auch den Januar, Februar und März begleiten und gegebenenfalls auch Beschränkungsmaßnahmen, wenn unser individuelles Verhalten nicht ausreicht”.
    • Die Geldmenge in der Eurozone wächst stark. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, wuchs die breit gefasste Geldmenge M3 im Oktober zum Vorjahresmonat um 10,5 Prozent. Das ist die höchste Rate seit dem Jahr 2008. Im September hatte das Wachstum 10,4 Prozent betragen.
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Beschlüsse verteidigt. Das Wichtigste sei es derzeit, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sagte Merkel bei einer Videoschalte zur Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Das Gesundheitssystem dürfe nicht überfordert werden. „Deshalb werden wir auch auf absehbare Zeit noch mit Einschränkungen leben müssen." SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich argumentierte am Donnerstag im Bundestag, den Beschlüssen sei eine Güterabwägung zwischen Gesundheitsschutz und Gewährung von Freiheiten vorausgegangen. Er machte deutlich, dass es aus seiner Sicht nicht ohne eine solche Abwägung geht - es gebe nicht etwa „eine Entscheidung“, um die Krise zu bewältigen. Bund und Länder hätten vor dem Beschluss weiterer Einschränkungen vom Vortag zwar längere Beratungen gebraucht. Doch nun gebe es Verbindlichkeit und Rechtssicherheit.
    • Die am Mittwoch mit den Ländern beschlossene Verlängerung des Teil-Lockdowns in den Dezember hinein stößt auf scharfe Kritik des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Nach Einschätzung des Verbands dürfte sich die Existenznot vieler Händler in den Innenstädten noch einmal dramatisch erhöhen. Durch die Entscheidung von Bund und Ländern würden sich voraussichtlich noch weitere Umsätze in Milliardenhöhe in den Online-Handel verlagern, warnte der HDE. „Viele Innenstadthändler stehen vor der Insolvenz. Jetzt bricht auch noch das normalerweise umsatzstarke Weihnachtsgeschäft weg. Das ist ohne staatliche Unterstützung nicht mehr zu stemmen", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Kritik übte der HDE auch an der Verschärfung der Zugangsregeln im Einzelhandel, die dazu führt, dass in großen Geschäften künftig weniger Kunden gleichzeitig einkaufen können. „Mit dieser Regelung werden wir Warteschlangen vor den Supermärkten, Modegeschäften und Kaufhäusern erleben. Das schafft neue Gelegenheiten für Ansteckungen", sagte Genth.
    • Die zweite Welle der Corona-Pandemie schlägt sich immer deutlicher im Konjunkturbarometer des DIW Berlin nieder: Im November gibt der Index weiter nach und liegt mit 101 Punkten noch einmal um vier Punkte niedriger als vor einem Monat. Im Schlussquartal dieses Jahres dürfte die deutsche Wirtschaft um mindestens ein Prozent schrumpfen, erwartet das Institut. „Die deutsche Wirtschaft bricht zum Jahresende nach der Erholung im Sommer wieder ein“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. „Die Frage ist nur, wie stark. Der Rückgang hängt maßgeblich vom Verlauf der Pandemie und von der Dauer des Lockdowns ab. Da die Beschränkungen bisher weniger weitreichend sind als im Frühjahr, dürften die Folgen – Stand jetzt – milder ausfallen. Außerdem profitieren wir vielerorts von den Erfahrungen im Umgang mit dem Virus.“
    • Billionenschwere Rettungsprogramme, Schuldenstreit, Inflationsgefahren: die Europäische Zentralbank EZB hat derzeit an vielen Fronten zu kämpfen. Jürgen Stark, ehemaliger EZB-Chefvolkswirt, warnt nun vor einer Umverteilung von Gläubigern zu Schuldnern und den Reizen, die von Niedrigzinsen ausgehen. „Die Corona-Pandemie hat eine Schulden-Pandemie zur Folge. Angesichts der unkontrollierten Explosion der Staatsschulden im Euroraum bleiben Forderungen nach Schuldenstreichung, der Änderung des europäischen Vertragswerks und nach der Umwidmung der ESM-Mittel natürlich nicht aus“, sagte Stark im Interview mit der „Welt“. Aber jetzt nehme man die katastrophale Finanzlage infolge der Corona-Krise in Ländern mit chronisch unsoliden Finanzen zum Anlass, diese Forderungen mit noch mehr Nachdruck zu erheben. „Hier zeigt sich erneut, dass wir politisch und ökonomisch unqualifizierte Mitgliedstaaten in die Währungsunion aufgenommen haben“, so Stark. Die Pandemie fordere zwar auch die Währungshüter, um die Märkte liquide zu halten, sagte der Ökonom weiter. Aber nicht notwendigerweise, um die Refinanzierungskosten der Staaten so dramatisch zu senken, dass Risiken der stark gestiegenen Verschuldung nicht mehr sichtbar würden. Und die würden durch die niedrigen Zinsen verschleiert. Sie seien Anreiz für ohnehin hoch verschuldete Regierungen, sich noch mehr zu verschulden.
    • In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) per Donnerstagmorgen 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle registriert worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15.160.
    • Der Lockdown light hat die Verbraucherstimmung in Deutschland im November spürbar beeinträchtigt. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung müssen wie schon im Vormonat Einbußen hinnehmen. Folglich prognostiziert der Marktforscher GfK für Dezember einen Wert von -6,7 Punkten und damit 3,5 Punkte weniger als im November dieses Jahres (revidiert -3,2 Punkte). Das sind Ergebnisse der aktuellen GfK-Konsumklimastudie. „Zwar bleiben die Einzelhandelsgeschäfte geöffnet, doch die erneute Schließung von Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltungsgewerbe treffen – ebenso wie der noch immer am Boden liegende Tourismus – das Konsumklima schwer“ erklärte Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Damit haben sich auch die Hoffnungen auf eine rasche Erholung, die noch im Frühsommer aufkamen, endgültig zerschlagen. Die als Folge der zunehmenden Verunsicherung erneut gestiegene Sparneigung hat ebenfalls zum Rückgang des Konsumklimas beigetragen.“
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel wird heute im Bundestag eine Regierungserklärung zur Corona-Pandemie abgeben. Merkel will dabei den Kurs von Bund und Ländern für die Wochen bis zum Jahresende erklären, auf den sie sich mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch verständigt hat. Beschlossen wurde, dass der aktuell geltende Teil-Lockdown mit der Schließung unter anderem von Restaurants, Theatern, Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen bis zum 20. Dezember verlängert wird. Lockerungen soll es zu Weihnachten geben.
    • Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland ist im Oktober gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte, stieg der nominale Umsatz saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent. Damit ist der Umsatz seit dem Tiefpunkt im April kontinuierlich angestiegen und hat im Oktober das Vorkrisenniveau fast erreicht: Der Umsatz war demnach nur 0,3 Prozent niedriger als im Februar, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.
    • Der amtierende US-Präsident Trump hat den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn begnadigt. „Es ist mir eine große Ehre, bekannt zu geben, dass General Michael T. Flynn eine vollständige Begnadigung erhalten hat“, schrieb Trump auf Twitter. Der pensionierte General war in die Russland-Affäre um mögliche Wahlbeeinflussung aus Russland verstrickt. Er war der einzige, der sich in den Untersuchungen des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller für schuldig bekannte. Führende Demokraten im US-Kongress warfen Trump nach der Begnadigung vor, sehenden Auges den Rechtsstaat auszuhöhlen.
    • Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt nun bei gut 60 Mio., wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. Erst am 8. November war die Marke von 50 Mio. überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt seit Beginn der Pandemie bei über 1,4 Mio. Die Experten gehen aber von hohen Dunkelziffern aus.
    • Anlässlich des Feiertags Thanksgiving hat der gewählte US-Präsident Joe Biden an die Amerikaner appelliert, im Kampf gegen die Corona-Pandemie zusammenzuhalten. „Ich weiß, dass das Land des Kampfes überdrüssig geworden ist. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns im Krieg mit dem Virus befinden, nicht miteinander, nicht untereinander", sagte Biden. Er forderte zudem dazu auf, wegen der Corona-Gefahr auf größere Familienfeiern zu verzichten.

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