Inflation schwappt nach Hongkong über

Trübe Stimmung an Hongkongs Aktienmarkt - heute fiel der Hang Seng erneut 2,67% - der Shanghai Composite gab um 1,94% ab: Hier die Charts der bisherigen Korrektur.

Hang Seng: 8,4% vom Hoch entfernt

Shanghai Composite: 12% vom Hoch entfernt

Heftige Debatte um weitere Maßnahmen zur Kapitalkontrolle in China zur Verhinderung spekulativer Blasen und Inflation setzt sich fort. Auch gestern - als ganz Asien nach der Irland-News grün war, fielen Hang Seng und Shanghai Composite. Anhebung der Reservesätze für Banken, weitere Zinserhöhungen und Ausweitung des Preisbandes des Yuan zum US-Dollar im Gespräch. Chinas Aktienindizes Hang Seng und Shanghai Composite trotz insgesamt positiver Tendenz im Minus; Kupfer und Ölpreis weiter im Fokus der Händler.

Credit Suisse hatte heute eine interessante Studie, die zeigt, dass die Inflation vom chinesischen Festland auf Hongkong überschwappt.

Der Hongkonger Verbraucherpreisindex stieg im Oktober zum Vorjahr um 2,6% - die Kernrate ex Nahrung und Energie +0,5% - das ist der höchste Wert seit zwei Jahren. Einmaleffekte aus Regierungsmaßnahmen ausgeklammert betrug das Plus immer noch +2,3% zum Vorjahr nach +2,2% zum Vorjahr im September. Zum Vormonat beschleunigte sich die Teuerung auf 0,5% nach 0,2% im September und rund 0,1% in den vorhergehenden Monaten.

Der Druck auf China seine Wechselkurse weiter floaten zu lassen wächst - das ist für mich auch eines der Gründe, warum QE2 gemacht wurde - um China über die aus den USA nach China exportierte Inflation zum Einlenken bei der Währungspolitik zu bringen bzw. zu zwingen.