Am 6. Februar 2008 verließ Redmond um 13:14 Uhr sein Büro bei der Investmentbank Morgan Stanley in London. Ziemlich genau dreieinhalb Stunden saß der Öltrader beim Mittagessen und trank dabei offenbar mehr, als ihm guttat. Um 16.41 Uhr kam er zurück an seinen Arbeitsplatz. Für zehn Millionen Dollar platzierte er Wetten auf künftig niedrigere Frachtraten beim Öltransport. Laut FSA „verfiel er in Panik, als er um 17:04 Uhr seine Short Position realisierte“. Denn angesichts der gegenläufigen Marktsituation war er dabei, zehn Millionen Dollar zu verlieren. Statt das Missgeschick zu melden, versuchte der beschwipste Banker hektisch, den Markt durch zahlreiche Geschäfte über den Computer eines Kollegen zu Gunsten seiner Not leidenden Position zu beeinflussen ...