Ein brennendes Inferno, das es seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Acht Monate vor der Explosion begannen die Experten von BP, Transocean und Halliburton das tiefste Bohrloch der Welt, 9000 Meter unter dem Meeresgrund, in die Erdkruse zu fräsen.

Eine sehr informative, viertelstündige Vor-Ort-Reportage des Deutschland-Radios ist hier zu finden:

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Zentrale Erkennisse der Hintergrund-Reportage:

  • Die Betreiber - der Ölmulti BP, der Plattform-Betreiber Transocean sowie der Subunternehmer Halliburton üben sich nach der Katastrophe in gegenseitigen Schuldzuweisungen
  • US-Präsident Obama schützt die Ölindustrie
  • Durch den Ersteinsatz von Chemikalien soll versucht werden, das Öl schon unter Wasser zu verteilen, sodass es nicht an die Oberfläche gerät und ein Ölteppich an Land treiben kann; die Folgen des Einsatzes der Chemikalie Correxit sind nicht absehbar
  • Vor der Explosion wurde auf Druck von BP (Zeitverzug, Kosten um $25 Mio. zu hoch) die Bohrung beschleunigt; dabei wurde wissentlich in Kauf genommen, dass ein Sicherheitsventil, das im Falle einer Explosion Ölaustritte in die Umwelt verhindern sollte, schon vor der Explosion kaputt gegangen war
  • Stunden vor der Explosion habe es eine erregte Diskussion zwischen Top-Ingenieuren von BP, Transocean und Halliburton gegeben, da die Liste der technischen Mängel immer länger geworden war. BP setzte sich durch und es wurde weiter gebohrt
  • Die Regierung hält sich bedeckt; Ölabteilung des Innenministeriums hatte offenbar "gemeinsame Kokain-Partys mit Repräsentanten der Ölindustrie" - sie seien "jahrelang kein Einzelfall" gewesen, so die Hintergrundreportage des Deutschlandfunks

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Quelle: dradio.de