Gerüchteküche brodelt

    Offenbar gibt es noch in diesem Quartal ein Unternehmen, das einen physisch besicherten Aluminium-ETF auf den Markt bringen wird. Gerüchte erreichen uns von verschiedenen Nachrichtenagenturen, darunter auch Reuters, und von anderen Quellen. Die Einkaufschefs der Aluminium-Unternehmen, also die, die das silbrige Metall tatsächlich verarbeiten, mussten im August schmerzlich lernen, dass sie sich mit Investoren um gute Preise streiten müssen. Obwohl die Lagerhallen weltweit mit ausreichenden Mengen Aluminium gefüllt sind, notiert Aluminium seit August in „Backwardation“, was bedeutet: Die Preise für zeitnahe Lieferungen sind teurer, als jene für langfristige Lieferungen. Die Prämien für zeitnahe Terminkontrakte sind so hoch, weil Investoren gerade diese nachfragen. Ein Aluminium-ETF, der physisch besichert ist, würde nur einen Eigentümerwechsel eines Metalls bedeuten, das es im Überschuss gibt. Was würde aber ein physisch besicherter ETF bedeuten, der für Kupfer aufgelegt ist, bei dem es jetzt schon weniger Angebot als Nachfrage gibt?