Rabobank schockt mit neuer Prognose

    Die chinesische Maisnachfrage könnte in den kommenden Jahren sprichwörtlich explodieren. Analysten der Rabobank schätzen, dass China zum Nettoimporteur von Mais werden wird. Bis zum Jahr 2015 wird China jährlich eine Maisimportmenge von 25 Millionen Tonnen erreichen, von 1,3 Millionen Tonnen aktuell. Damit würde sich der Welthandel mit Mais um 27% erhöhen, was nicht möglich sein wird, wenn nicht der Maisanbau kräftig erhöht wird, schreiben die Analysten weiter. Rabobank weichen mit ihrer Prognose vom Durchschnitt ab. Das US-Landwirtschaftsministerium geht nur von einer chinesischen Maisimportmenge von 1,9 Tonnen bis zum Jahr 2015. Die Ursache für die unterschiedlichen Ergebnisse: China veröffentlicht kaum Daten über seinen Agrarsektor. Dennoch: Chen Xiwen, Leiter der Agrarentwicklungsabteilung des Staatsrats in China, warnt heute vor zunehmender Abhängigkeit Chinas von Agrarimporten. Die Nachhaltigkeit des Getreideanbaus sei "Besorgnis erregend."

    Auf der anderen Seite des Planeten bekommen die Demokraten - dass sie Obamas Verlängerung der Bush-Steuersenkungen zustimmen - offenbar Zugeständnisse bei der Ethanolsubvention. Ethanol wird in den USA - dem größten Exporteur von Mais - eben aus Mais gemacht.

    Kurzfristig wird das die Preise allerdings nicht beeinflussen. Rabobank prognostiziert zyklische Hochs bei Agrarpreisen im ersten Quartal 2011.