Das politische Theater, anders kann man es in den letzten Tagen teilweise kaum nennen, führt an den Märkten derzeit weiter zu massiven unberechenbaren Schwankungen. Gaps im Bereich von 2-3% sind an der Tagesordnung. Wie beschrieben, wurden die Positionsrisiken wieder etwas angehoben, was eine Erhöhung der Volatilität zur Folge hat. Dabei kommt es derzeit gleichermaßen zu Long- und auch Shortpositionierungen.

Die Longpositionierung ist hierbei vor allem mittelfristig orientiert und beschränkt sich auf einige wenige ausgewählte Basiswerte mit größerem Abstand zum Stopp-Loss Punkt während Shortpositionen enger am Markt und kurzfristig orientiert sind. Über Teilstrecken heben sich diese Positionen auch auf, wobei es in beiden Richtungen zu einem Übergewicht kommen kann.

Aufgrund der realistisch nicht abschätzbaren Entwicklung nach dem Euro-Gipfel, ein Abverkauf in gleicher Größenordnung wäre in der aktuell angespannten Situation ebenfalls möglich gewesen, wurde die Positionierung zur Sicherheit im Vorfeld relativ neutral gestellt. Die Erwartung einer leichten Beruhigung der Situation hat sich mit den griechischen Ankündigungen dann am Montagabend wieder zerschlagen. Dennoch wird eine baldige bessere Eingrenzung der charttechnischen Situation favorisiert die zumindest weniger massive Gaps nach sich ziehen sollte und so eine bessere Handelbarkeit bietet. Die Positionsrisiken bleiben deshalb auch vorerst auf dem wieder leicht erhöhten Niveau.