Kauft die Bank Kupfer als Hedge gegen massive Verluste in Silber-Shorts?

Es ist bekannt, dass JP Morgan eine massive Short-Position am Silbermarkt hält. Einige Marktbeobachter bezichtigen JP Morgan, die rechte Hand der Federal Reserve zu sein, beauftragt, den Silberpreis zu drücken, da er ein Gradmesser für das Vertrauen in den US-Dollar sein soll. Die Short-Positionen sollen, so die Behauptungen weiter, nicht durch eine Gegenposition gedeckt sein, sprich: Es sind "nackte Leerverkäufe". Entsprechend hoch, so heißt es jetzt, seien auch die Verluste, nachdem Silber seit September um 72% angestiegen ist. 3,3 Milliarden Unzen Silber soll die Short-Position groß sein, das ist mehr Silber, als es auf der Erde überhaupt gibt.

Soweit die "Vorgeschichte" - jetzt der aktuelle Teil: Im Internet kursiert das Gerücht, wonach sich JP Morgan mit massiven Käufen von Basismetallen gegen die Verluste im Silbermarkt absichert. Tatsächlich wurde JP Morgan als Käufer von mehr als 50% der LME-Lagerbestände bei Kupfer identifiziert. Auch bei Nickel und Aluminiumlegierung sind große Positionen bekannt, die aber nicht zugeordnet werden können. Die Gerüchteküche brodelt und es wird gemunkelt, dass JP Morgan versuche, einen Short-Squeeze am Kupfermarkt auszulösen, um die Verluste aus der Silberposition auszugleichen. Es gibt auch schon ein Video auf Youtube, das sich wie ein Buschfeuer verbreitet:

Seit dem 2. Dezember wurde es bereits über 110.000 Mal aufgerufen. Nur Geschäftemache? Das Video wurde von Silvergoldsilver.com erstellt, einem Edelmetallhändler aus Kanada. Passend zum Video setzte der Händler auch die Nachricht in die Welt, dass seine Silbermünzen und -barren ausverkauft seien und bis zum 6. Dezember keine neuen Bestellungen mehr angenommen würden.