Spekulative Kapitalzuflüsse könnten eine anhaltende Rezession in Hongkong auslösen

Spekulative Kapitalzuflüsse - auch Investitionsgelder - sind grundsätzlich gut für die Schwellenländer. Wer in eine Fabrik in China investiert, geht da auch ein Risiko ein. Wenn zu viel spekulatives Geld hineinfließt, dann aber ein Crash kommt und dieses Geld dann wieder schnell abgezogen wird, kann das zu dramatischen Verwerfungen führen - siehe Asienkrise 1997.

Der IWF warnt davor, dass sich 1997 jetzt wiederholen könnte - sogar in verschärfter Form.

"Gemessen am Ausmaß des Aufschwungs könnte der nachfolgende Abschwung nachhaltig und schmerzhaft werden", schreibt der IWF. Die Regierung sollte höhere Stempelsteuern für Immobilien und höhere Steuern für Luxus- und gehobene Immobilein einführen.

Die Hongkonger Regierung sagt indes, dass sie Herr der Lage ist: "Wir sind uns der Risiken des kreditgetriebenen Zyklus bei Aktiven vollkommen bewusst", so Chan, Chef der Hong Kong Monetary Authority. Die Zentralbank werde "angemessene und zeitlich vernünftige Überwachsungsmechanismen etablieren, um die Stabilität im Bankensektor zu gewähren."

Die Währungsbindung des Hongkong-Dollars habe laut IWF Stabilität gebracht, könnte sich aber auch als Klotz am Bein erweisen, wenn Chinas Wachstum sich abkühlen oder die USA eine Zinserhöhung andeuten.