Das Risiko wurde innerhalb der extremen Abwärtsbewegung zuletzt sehr gering gehalten, was zu einem vergleichsweise nur geringen weiteren Rückfall innerhalb des Fondswertes geführt hat. Während sich das geringe Risiko innerhalb der Seitwärtsbewegung seit Mai, wie bereits beschrieben, als sehr kontraproduktiv erwiesen hat, führte aber auch der crashartige Abverkauf nur noch zu im Marktvergleich geringerer Belastung. Die gehaltenen Positionen in den Discountprodukten konnten über den Gesamtmarkt teilweise abgesichert werden, darüber hinaus durch sich gegenläufig entwickelnde Positionen bei den Goldminen, welche sich innerhalb der Gegenbewegung des breiten Marktes allerdings ebenfalls in der Gegenrichtung bewegen und gegenüber dem verbliebenen Long-Bestand belasten.

Zuletzt zeigte sich an den Märkten eine extreme Volatilität, welche auch innerhalb der aktuell laufenden Erholung auf hohem Niveau verbleibt. Derartige Bewegungen von prozentual fast zweistelliger Bewegung der Leitindizes am Tag zwischen Hoch und Tief sind bei stabilem Markt bestenfalls in einer Woche zu erwarten. Derart extreme Bewegungen lassen sich mit einem Fonds im Handelsverlauf nicht sinnvoll umsetzen und auf Tagesbasis überwiegen in der aktuellen Situation in beiden Richtungen die Risiken die Chancen sogar deutlich.

Auch die laufende Erholung seit Donnerstag bleibt sehr volatil. Dies dürfte an den kommenden Handelstagen incl. Gaps noch anhalten. Die Handelsmöglichkeiten sind damit kurzfristig auf Tagesbasis sehr begrenzt. Aussichtsreiche Setups mit einem akzeptablen Chance/Risiko-Potenzial bieten sich aktuell kaum. Die Möglichkeit einer Positionierung, in beiden Handelsrichtungen, ist zurzeit nur mit sehr weiten Stoppniveaus gegeben, was wiederum sehr kleine Positionen nach sich zieht und somit nur einen geringen Effekt nach sich ziehen kann. Darüber hinaus kommt es in diesem Fall dazu, mehr zu riskieren als realistisch gewonnen werden kann. Engere Stoppniveaus bei akzeptablen Positionsgrößen laufen hingegen bei der aktuellen Volatilität Gefahr, sehr schnell erreicht zu werden.

Wenn sich der Markt an den kommenden Handelstagen gegenüber der extremen Volatilität der Vorwoche weiter beruhigen kann, dann werden sich neue Trademöglichkeiten bieten die mit akzeptablem Chance/Risiko-Potenzial und auch wirksamen Positionsgrößen umgesetzt werden können. Dabei kommen Long- und auch Shortpositionen gleichermaßen in Frage, die Signallage wird abgewartet. Innerhalb der Leitindizes wurden letztlich mittelfristige Top-Formationen nach unten aufgelöst mit einer so nicht zu erwartenden Intensität.

Um die Positionierung weniger Angreifbar zu machen und die Möglichkeit zu erhalten, bei für eine Positionierung angreifbarem Markt auch entsprechend agieren zu können, wurde bestehende Positionierung zuletzt incl. der darauf entfallenden Absicherungspositionen nahezu komplett geschlossen. Es laufen nur noch verbliebene kleine Positionen im Goldminensektor, welche nach wie vor einen stabilen Trend aufweisen. Zwar muss einkalkuliert werden, dass sich diese wie an den beiden Vortagen gegenläufig zum Gesamtmarkt entwickeln. Die jeweiligen Setups sind aber weiter intakt und auch das Risiko insgesamt aufgrund der Positionsgröße sehr begrenzt. Darüber hinaus wird noch die fast seit einem Jahr bestehende Position im Aberdeen EM Telekom-ETF weiter gehalten.

Innerhalb der Seitwärtsbewegung seit Mai konnte sich der Fonds nicht zufrieden stellend entwickeln. Das geringe Risiko der Positionierung aufgrund der Gefahr eines deutlicher einbrechenden Marktes erwies sich als ungünstig, was sich letztlich aber in der Crashphase der vergangenen Wochen doch noch ausgezahlt hat. Allerdings war der Drawdown im Vorfeld dieser Bewegung höher als erwartet. Um nun in diesem Marktumfeld bei sich bietenden Chancen wieder zu agieren und nicht auf das erhöhte Volatilitätsniveau nur zu reagieren wird zunächst abgewartet, bis sich klare Chancen für größere Positionen bieten, was noch einige Tage dauern kann. Dies beinhaltet zum aktuellen Zeitpunkt nur die Gefahr, bei einer kompletten V-förmigen Erholung wie sie im März dieses Jahres erfolgt ist, nicht dabei zu sein. Eine derart schnelle komplette Erholung scheint aber aktuell weniger wahrscheinlich.