Und warum Rohstoffe erstmal keine großen Sätze mehr machen könnten

SG - bekannt für forcierte Aussagen in Research-Studien - lassen sich auch dieses Mal nicht lumpen und schreiben sinngemäß, dass die Verlangsamung der Weltwirtschaft gut für Europa in der aktuellen Situation ist. Die Gründe sind einleuchtend:

  1. Rohstoffe machen wegen schwachen Wachstumserwartungen erstmal keine größeren Sprünge mehr
    Auch Chinas Wachstumserwartungen sinken. Die Senkung der Barreservesätze für Banken - die erste seit drei Jahren - bedeute, dass China das Wachstum anschieben wolle. Mit der Senkung wird die Kreditvergabe um 63 Milliarden Dollar begünstigt. SG-Schätzungen sehen 7% BIP-Wachstum in China in 2012, nach 9% in diesem Jahr.
  2. Geringere Inflation gibt EZB die Möglichkeit, die Zinsen zu senkenIm November lag die Eurozone-Inflation den dritten Monat in Folge bei 3%. Die Zielzone der EZB liegt bei 2%. Wegen Wachstumsabschwächung und der Implementierung von Sparprogrammen in den Peripherieländern könnte der Inflationsdruck sinken. Dadurch hat die EZB mehr Freiheiten beim Erwerb von Staatsanleihen, so SG.
  3. Geringere Wachstumsraten - und Deutschland hat die gleichen Wachstumssorgen, wie alle anderen Eurozone-Länder auchDer jüngste OECD-Wachstumsausblick demonstriere, dass - ungleich zur öffentlichen Wahrnehmung - die unterschiedlichen Voraussetzungen für das Wachstum in 2012 in der Eurozone verschwinden werden. Der deutsche Anleihenmarkt, die als sicherer Hafen in 2011 galten, normalisiere sich. Die Auktion von Staatsanleihen sei schwach verlaufen - die Zinsen steigen. Das könne aus Sicht der SocGen Deutschlands Regierung schnell dazu treiben, den Widerstand gegen EZB-Interventionen aufzugeben.

Die Mischung aus geringeren Wachstumserwartungen in der Weltwirtschaft und eine dadurch nachlassende Inflation könnte sich also als gute Entwicklung für die Zukunft der Eurozone erweisen, so SG.