Früher mußte man bei den Banken anklopfen und Angebote unterbreiten, jetzt läuft das durchaus auch andersherum ...

Ach übrigens. Meine letzten Index-Prognosen waren ziemlich hinterherhinkend und prognostisch (wie gut die Begründungen auch immer waren) schlecht. Ein User schrieb hier im Blog (wahrscheinlich schmunzelnd), dass ich dies möglicherweise extra mache, um der werbenden Klientel einen Vorteil zu verschaffen.

Wieso greife ich das überhaupt auf ? Nun. Der Punkt ist der, dass die Werbekunden von "schlechten" Prognosen keinen Nutzen haben. Sie haben sogar weniger Nutzen! Ihre Produkte werden nämlich gehandelt, wenn die Kunden a) mit der Qualität der Produkte an sich zufrieden sind und b) die Kunden damit Profit erzielen ... sprich auf Grundlage guter Markteinschätzungen handeln! Macht der Kunde über eine zu lange Strecke zu große Verluste, ist er erstmal nicht mehr Kunde, weil er sich zurückzieht und logischerweise den Markt erstmal von außen betrachtet ...

Stellen Sie sich das so vor. Banken und Emittenten verkaufen Ihnen mit Zertifikaten und Derivaten Goldschaufeln. Goldschaufeln teilweise unterschiedlicher Qualität. Das Werkzeug wird Ihnen also zur Hand gegeben, das Gold müssen Sie aber selbst finden und ausgraben. Es ist im Interesse der Emittenten, dass Sie als Anleger Profite erzielen, sprich Gold finden. Denn nur so steigt die Nachfrage nach den Goldschaufeln weiter.

Screenshot von http://www.godmode-trader.de anbei ... J.P. Morgan gelten in der Branche als ziemlich elitär ... Freut mich natürlich, dass Sie bei uns werben :-)