Liebe Leserinnen und Leser,

ANZEIGE

Oliver Baron geht in seinem Artikel „Deutsche Privathaushalte sind so reich wie nie zuvor“ auf die vergleichsweise geringe Investitionsquote der Deutschen in Aktien ein. Lediglich 11 % des deutschen Geldvermögens waren am Ende des ersten Quartals in Aktien investiert. Kann man den deutschen Anlegern diesbezüglich einen Vorwurf machen? In meinen Augen ist die Antwort darauf ganz klar „Nein“! Die beiden großen

Crashs der vergangenen 20 Jahre sind noch in guter Erinnerung: Kurz nach der Jahrtausendwende kollabierte der gerade entstandene Neue Markt und 2008 gingen die Weltbörsen im Zuge der Finanzkrise auf Talfahrt. Seit der Finanzkrise hat sich das deutsche Börsenbarometer – beflügelt von einer ultra-expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank – schon wieder mehr als verdreifacht. Die Wirtschaft boomt und die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie lange nicht – dennoch macht Mario Draghi keinerlei Anstalten die Geldpolitik wieder zu normalisieren und kreiert dadurch große makroökonomische Ungleichgewichte. Vor dem Hintergrund dieser Tatsache ist die Besonnenheit der deutschen Anleger in Bezug auf langfristige Aktienanlagen nur zu gut zu verstehen. Viel Spaß bei der Lektüre wünscht

Ihr Henry Philippson

Aktivieren Sie JavaScript oder installieren Sie einen aktuellen Browser, um die Newsletter-Funktion nutzen zu können.