Neben den seltener identifizierbaren steigenden und fallenden Dreiecken kommt es innerhalb des Marktes während der Konsolidierungsphasen häufiger zur Ausbildung einer symmetrischen Dreiecksformation. Das Schema eines symmetrischen Dreiecks ist in nachfolgender Abbildung dargestellt.

Abbildung 1

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Prinzip einer symmetrischen Dreiecksformation mit Varianten der Einstiegs- und Ausstiegspunkte

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Hier bildet der Markt auch zunächst einen Extrempunkt und konsolidiert diese Bewegung aus. Die folgende Bewegung in der ursprünglichen Trendrichtung erreicht das Vorgängerhoch aber nicht mehr. Wird der Kursverlauf dann vor Erreichen des ersten Konsolidierungspunktes wieder aufgefangen, ist ein symmetrisches Dreieck definiert. Eine exakte Symmetrie der Formation ist natürlich nicht erforderlich, die Trendlinien sollten nur nicht in extrem abweichendem Winkel konvergieren. Im Gegensatz zu steigenden oder fallenden Dreiecken gibt der eigentliche Aufbau der Formation keinen Hinweis auf die folgende Ausbruchsbewegung. Eine Wiederaufnahme der vor der Dreieckskonsolidierung gelaufenen Bewegung ist dabei aber wahrscheinlicher. Auch in einem symmetrischen Dreieck wird Druck aufgebaut, der sich bei der Auflösung der Formation entlädt.

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Das theoretische Kurspotenzial ermittelt sich aus der größten Ausdehnung innerhalb des Dreiecks, in Abbildung 2 mit A bezeichnet. Diese wird vom Ausbruchspunkt in der jeweiligen Richtung abgetragen.

Abbildung 3

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Die möglichen Einstiegsvarianten, hier am Beispiel einer nach oben aufgelösten symmetrischen Dreiecksformation, sind ähnlich denen bei einem steigenden Dreieck (siehe Abbildung 3). Neben den hier bereits beschriebenen Nachteilen im klassischen Ausbruchpunkt kommt hinzu, dass der Kurs oberhalb der gebrochenen Dreiecksoberkante wieder zurück fallen kann, ohne das eigentliche Kaufsignal zu negieren. Auch hier bietet sich der Aufbau einer Long-Position an, wenn der Kursverlauf nach dem erfolgten Ausbruch auf der Dreiecksoberkante wieder nach oben abprallen kann (siehe Abbildung 4).

Abbildung 4

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