ANZEIGE

Es ist immer wieder interessant, welche Vorstellungen Laien von der Börse haben. Dies wird mir immer wieder bewusst, wenn man sich mit fremden Personen unterhält und auf die Frage, was man so macht, mit Börsenanalyst und Trader antwortet. Die Augen meines Gegenübers beginnen entweder sofort zu leuchten oder aber sie werden kühler. Kein Wunder, hat sich die Finanzbranche seit 2007/08 nicht unbedingt den besten Ruf erarbeitet. Sofern Sie aber das Glühen in den Augen sehen, können Sie gewiss sein, dass es nicht lange dauern wird, bis man Sie nach den Geheimnissen der Börse fragt.

Sie und ich waren zum Start unserer Börsenkarrieren wahrscheinlich genauso. In diesen beiden Fragen kommen jedoch zwei grundlegende Probleme zum Ausdruck, die dem Erfolg entgegenstehen. Und wer erfolgreich sein will, muss umdenken!

Der unangenehme Part!

Beginnen wir mit dem unangenehmeren Teil, nämlich der Tatsache, in einer Branche tätig zu sein, die leider nicht den besten Ruf hat. Ich möchte in dieser Diskussion jetzt und hier keine Stellung beziehen. Entscheidend ist für mich als Coach vielmehr die Folge eines solchen Denkens. Wer sich als angehender Trader/Investor unwohl mit seinem neuen Beruf fühlt, hat ein Problem. Wenn Sie selbst der Meinung sind, Sie tun etwas, was sich nicht schickt, ist die Gefahr groß, sich selbst zu sabotieren. Gleiches trifft auf die Menschen zu, die sehr viel Wert darauf legen, was andere von ihnen denken. Wenn Sie verheimlichen müssen was Sie tun, ist dies nicht unbedingt die beste Basis für Erfolg. Dabei ist es völlig uninteressant ob diese Angst begründet ist oder nicht. Entscheidend ist, wie Sie darüber denken.

Das Leuchten in den Augen

Zugegebenermaßen begegnet man bei Gesprächen immer wieder auch solchen Vorwürfen. Viel öfter kommt es jedoch vor, dass die Augen unseres Gegenübers zu leuchten beginnen und das Interesse geweckt wird. In der Regel wird man dann dazu aufgefordert, ein wenig über die Börse und das Trading zu erzählen. Schnell wird im Gespräch klar, welche Vorstellungen man über diese hat.

Erzählen Sie jemandem sie sind Börsenanalyst und Trader, wird sofort unterstellt, man sei reich - zumindest dann, wenn man in seinem Job gut ist. Ich finde diese Schlussfolgerung unheimlich spannend, zumal sie oft mit einer zweiten einhergeht. Schnell wird man nämlich gefragt, nach welchen Regeln das Trading denn so funktioniert und welche Aktie der nächste heiße Rallykandidat ist.

Im Grunde kommt in diesen beiden Fragen zum Ausdruck, dass die meisten Laien an der Börse ein Regelwerk unterstellen, nach denen sich die Kurse richten. Wer dieses Regelwerk beherrscht, verdient dann logischerweise auch unheimlich viel Geld. Die Realität ist jedoch weit von dieser Annahme entfernt. Ich kann Ihnen nur den Tipp geben, ihren Lernweg von einem anderen Standpunkt aus als diesem, anzutreten. Es ist viel besser, von vornherein zu unterstellen, dass die Börse einem Casino gleicht, mit dem einen Unterschied, dass Sie nicht Casinobesucher sondern Betreiber sind. Ihre Trades sind die Besucher.

Trader/Investoren sind Casinobetreiber

Ich weiß, das wollen viele, ja selbst gestandene Trader nicht hören. An der Wahrheit ändert dies jedoch nichts. An der Börse spielen Zufälle eine viel größere Rolle, als uns allen wahrscheinlich lieb ist. Zudem sind die Vorteile zwar vorhanden, sie sind aber wesentlich kleiner als wir uns wünschen.

So ist es beispielsweise eine lukrative Tradingsstrategie, auf die nächste Trendaktie zu setzen. Wer eine Apple früh kaufte, konnte alleine mit dieser zum Millionär werden. Das Problem ist jedoch, dass wir die nächsten Trends nicht kennen und selbst wenn, ist zu Beginn noch nicht abzusehen, welche der dort tätigen Unternehmen am Ende das Rennen machen wird. Dafür gibt es einfach zu viele Einflussfaktoren, die wir nicht kennen bzw. korrekt einschätzen können.

Die Antwort eines Profis auf diese Problematik ist relativ einfach. Er bildet ein Portfolio aus mehreren Aktien und mehreren potentiellen Trendmärkten. Am Ende muss er über das Management seiner Positionen dafür sorgen, dass die unweigerlich auftretenden Verluste kleiner sind, als die Gewinne. Sollte das Portfolio groß genug sein, könnten die vielen kleinen Verluste sogar die vielen kleinen Gewinne vollständig aufzehren, mit großer Wahrscheinlichkeit aber hat man auch die absoluten Highflyer im Depot.

Eine gute Basis für Ihren Erfolg

Ich denke an diesem Beispiel wird deutlich, warum sie als Trader bzw. Investor ein „Casino betreiben“. Ihre Vorteile bei einem einzelnen Trade sind nicht unbedingt gigantisch, sofern Sie aber genügend davon machen, können Sie in Summe viel verdienen. Als Casinobetreiber müssen Sie nur hoffen, dass in ihrem Haus oft genug gespielt wird (Portfolio aufbauen, mehrere Trades machen…). Zudem ist es an der Börse viel leichter, Strategien und Taktiken zu finden, die einen kleinen Vorteil haben.

Wenn Sie sich für Trading-Know-how im Allgemeinen und kurzfristigen Handel im Speziellen interessieren sind Sie bei mir genau richtig. Folgen Sie mir auf Guidants!

Wenn Sie also erfolgreich sein wollen, sollten Sie Ihre Grundannahmen über die Funktionsweise der Börse überdenken. Ich möchte Ihnen hier ein paar Leitsätze mit auf den Weg geben, die Ihnen helfen, die Börse von der richtigen Seite aus anzupacken:

  • Alles kann jederzeit passieren! Es bedarf nur eines einzelnen Traders, um sämtliche Vorteile zu negieren und das unabhängig davon, wie viel Arbeit, Zeit und Energie man bereits investiert hat. Eine große Verkaufsorder reicht, um auch die stärkste Unterstützung zu Fall zu bringen.
  • Die Vorteile an der Börse sind eher klein und ein Vorteil ist ein kurzer Moment, in dem eine Sache wahrscheinlicher ist als eine andere! Was nach diesem Zeitpunkt in einem konkreten Trade folgt (die Höhe des Gewinns bzw. Verlusts), ist „zufällig“. In Summe vieler Einzelereignisse hingegen sind die Ergebnisse viel eher abschätzbar. Sie sind zwar nicht vollständig normal verteilt, ähneln dieser Statistik aber (gerade bei Aktien).
  • Jeder Trade ist einzigartig! Auch wenn wir als Trader Muster im weitesten Sinne handeln, so ähneln sich die Muster zwar, sind jedoch niemals identisch. Wahrscheinlich gibt es viel mehr Unterschiede, als Gemeinsamkeiten. Spontan fallen mir in der aktuellen Zeit sofort die historisch niedrigen Zinsen ein. Noch nie gab es negative Zinsen. Sämtliche charttechnischen Muster der letzten Jahre weichen zumindest in diesem Punkt von denen früherer Zeiten ab, was zu deutlich anderem Verhalten führen kann, aber nicht muss.
  • Das Schöne an der Börse jedoch, dass wir gar nicht wissen müssen, was als nächstes passiert. Als Trader/Investor verdienen wir unser Geld, indem wir uns wiederholt kleine Vorteile zu Nutze machen.

Neben diesen „technischen Aspekten“ gibt es noch zwei Punkte, die in den Bereich der Psychologie fallen, die unheimlich wichtig sind.

  • Handeln Sie angstfrei!
  • Handeln Sie ohne Erwartungen!

Auch diese beiden Punkte werden Ihnen helfen, ihr Schiff wesentlich ruhiger durch das Börsengewässer zu führen. Hierbei wünsche ich Ihnen

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit