Bei einer Aktiengesellschaft (AG), eine Form der Kapitalgesellschaft, ist das Grundkapital in Aktien untergliedert. Durch den Erwerb von Aktien eines Unternehmens werden Investoren zu Aktionären und somit zu Teilhabern des Unternehmens. Aktionäre haften für Verbindlichkeiten der Aktiengesellschaft allerdings nur mit ihrem Anteil am Grundkapital, also ihren Aktien.

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Aktiengesellschaften unterliegen der Führung eines Vorstands. Bestellt und überwacht wird der Vorstand durch den Aufsichtsrat. Dieser prüft zugleich Jahresabschluss und Lagebericht. Die in der Regel einmal im Jahr stattfindende Hauptversammlung wiederum ist die Vertretung der Aktionäre. Die Hauptversammlung wählt den Aufsichtsrat und entscheidet über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Vorteil einer Aktiengesellschaft gegenüber anderen Unternehmensformen ist der Umstand, dass Investoren unkompliziert Anteile kaufen und verkaufen können - was in besonderem Maße für börsennotierte Aktiengesellschaften gilt. Ein Unternehmen wiederum kann durch die Ausgabe neuer Aktien auf einfache Weise sein Grundkapital aufstocken und damit zum Beispiel die weitere Entwicklung seines Geschäftsbetriebs finanzieren.

Große Unternehmen haben oft die Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Weil die Investoren einer AG breit gestreut sind und oft anonym bleiben, heißt die französische Form der Aktiengesellschaft "Société Anonyme" und im spanischsprachigen Raum "Sociedad Anónima", was "anonyme Gesellschaft" bedeutet. In den USA entsprechen die Gesellschaftsformen Corporation (Co.) und Incorporated Company (Inc.) der deutschen Aktiengesellschaft. In Großbritannien firmiert die entsprechende Gesellschaftsform unter der Bezeichnung Public limited company (plc).