Unter Asset Allocation ist die Verteilung eines Depot-Vermögens auf unterschiedliche Anlagealternativen zu verstehen, etwa auf verschiedene Basiswerte, Anlageklassen, Regionen und Währungen. Ziel ist es, die zu erwartende Rendite zu maximieren - unter Berücksichtigung des gewünschten Risikos und der gewünschten Laufzeit der Finanzprodukte. Dabei gilt: Im Allgemeinen ist es tatsächlich möglich, die risikoadjustierte Rendite durch eine möglichst gute Diversifikation über unterschiedliche Anlageklassen hinweg zu maximieren.

Die Asset Allocation richtet sich häufig nach den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wird dementsprechend der relative Anteil von als sicher geltenden Anlageklassen wie Staatsanleihen erhöht. Aktienpositionen hingegen werden abgebaut. In Boomzeiten von Aktienmärkten wiederum wird der Aktienanteil erhöht. Nicht zuletzt kann auch die Verteilung des Anlagevermögens auf unterschiedliche Anlageregionen an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst werden: In risikoarmen Zeiten werden Investitionen in Schwellenländern in der Regel höher gewichtet als in Krisenzeiten.

Zu häufige Änderungen bei der Asset Allocation können zu hohen Transaktionskosten führen und sollten deshalb vermieden werden.

In die Asset Allocation fließen auch individuelle Gegebenheiten des jeweiligen Anlegers ein: Zu berücksichtigen sind Faktoren wie Lebensalter, individuelle finanzielle Situation und Risikobereitschaft. Privatanleger sollten zum Beispiel nur dann in Aktien investieren, wenn sie auch größere Kursschwankungen tolerieren können und nicht auf regelmäßige, konstante Erträge angewiesen sind.

(geschrieben von Helge Rehbein)