Die Bezeichnung Asset-Backed-Securities (vermögensbesicherte Wertpapiere, ABS) tragen Anleihen, bei denen die Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Anleihegläubigern durch einen Pool an Vermögenswerten abgesichert sind. Zu diesen Vermögenswerten gehören dabei Anleihen oder sonstige Forderungen. Werden Wertpapiere mit Immobilien oder Hypothekenkrediten besichert, wird üblicherweise von "Mortgage-Backed Securities" gesprochen.

Mithilfe von Asset-Backed Securities können Banken eigentlich illiquide Forderungen verbriefen und damit handelbar machen. Die durch Forderungen besicherten Wertpapiere können auf einfache Weise als Sicherheiten hinterlegt oder veräußert werden. Damit ist ein effektives Risiko- und Bilanzmanagement möglich: Risiken werden einfach an andere Finanzmarktteilnehmer übertragen.

So wird zur Schaffung eines vermögensbesicherten Wertpapiers im Allgemeinen eine Zweckgesellschaft gegründet. Im Anschluss daran werden die zur Besicherung herangezogenenen Vermögenswerte auf diese Zweckgesellschaft übertragen. Die Zweckgesellschaft gibt dann die Asset-Backed Securities aus, die Zahlungsansprüche gegen die Zweckgesellschaft verbriefen und frei gehandelt werden können.

Die Vermögenswerte, die zur Besicherung einer Asset-Backed Securitiy dienen, sind in der Regel gut über verschiedene Schuldner diversifiziert: Das zugrunde liegende Risiko wird damit gegenüber einer einzelnen Forderung deutlich verringert. Allerdings kann die breite Diversifikation auch ein hohes Maß an Sicherheit vorgaukeln, das tatsächlich nicht gegeben ist. Eine unrühmliche Rolle spielten Asset-Backed Securities im Rahmen der Finanzkrise ab dem Jahr 2008. Durch die weltweite Veräußerung von ABS-Papieren im Vorfeld der Krise führte der Zusammenbruch des US-Subprime-Marktes zu weltweiten Zahlungsausfällen. Auch deutsche Banken hatten Asset-Backed Securities in ihren Büchern, ohne die damit verbundenen Risiken verlässlich einschätzen zu können.

(geschrieben von Helge Rehbein)