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Um die Frage nach dem Warum zu beantworten, müssen wir uns anschauen, wie typischerweise Lernprozesse ablaufen. Damit meine ich nicht das Auswendiglernen von Gedichten oder Formeln, sondern das Erlernen einer Tätigkeit. Dazu zählt das Trading genauso wie das das Erlernen eines Berufs oder das Essen mit Messer und Gabel. Das Prinzip ist immer das gleiche: Der Theorie folgt die Praxis.

Während die Theorie (Bücher, Seminare, Webinare …) schnell auswendig gelernt ist, gilt es im praktischen Teil die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlangen, die für den Erfolg notwendig sind. Nicht jeder von uns ist mit dem Tradergen geboren und so müssen wir tradingtechnische Disziplin und Geduld genauso erlernen, wie analytische Fähigkeiten und Co. Um diesen Lernprozess erfolgreich abzuschließen und den Erfolg später auch halten zu können, sind jedoch zwei Dinge unverzichtbar:

  1. Sie müssen erkennen, wo Sie noch Lernbedarf haben
  2. Sie müssen sich regelmäßig Feedback geben, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen

Genau diese Aufgaben muss das Trading-Tagebuch übernehmen, denn in der Regel hat nicht jeder Trader seinen ganz privaten Coach. Das Trading-Tagebuch soll uns dazu zwingen, uns mit dem eigenen Lernprozess auseinander zu setzen, denn nur wenn wir wissen, wo wir eventuelle „Fehler“ gemacht haben, können wir auch gegensteuern. Im Trading müssen wir unser eigener Coach sein und das Trading-Tagebuch hilft uns, diese Aufgabe zu bewältigen.

Erst wenn diese Punkte klar sind, können wir uns den Inhalten Ihres Trading-Tagebuchs zuwenden. Wer an dieser Stelle eine absolutistische Struktur für ein solches Tagebuch erwartet, möge sich bitte den ersten Teil dieses Beitrags noch einmal durchlesen. Wie in aller Welt soll es eine perfekte Tagebuchvorlage geben, wenn jeder von Ihnen doch einen unterschiedlichen Trainingsstand hat? Wer gerade dabei ist, seine Strategie zu entwickeln, wird andere Aspekte in seinem Trading-Tagebuch hervorheben müssen, als jemand der gerade versucht, seine emotionalen Trades in den Griff zu bekommen:

Ihr Trading-Tagebuch setzt sich immer mit den für Sie gerade wichtigen Themen auseinander

Aus diesem Grund habe ich persönlich auch meine Schwierigkeiten, mit vorgefertigten Trading-Tagebüchern. Eine gemeinsame Basis für jeden Trader ist sicherlich das „Mitschreiben“ seiner Trades. Schließlich ist die Performance die Kennzahl schlechthin, um den eigenen Lernprozess in Summe zu bewerten. Auch klassische Kennzahlen wie die Trefferquote oder die durchschnittlichen Gewinne bzw. Verluste geben einen groben Abriss des eigenen Tradings. Der Trader erhält durch diese grundlegendes Feedback über das, was er tut und gleichzeitig auch erste Hinweise, wo eventuell Schwierigkeiten bestehen. Tauchen Sie aber tiefer in Ihr Trading ein, wird es mit allumfassenden, vorgefertigten Tagebüchern schon schwierig. Ein Trader, der gerade dabei ist, seine Strategie zu entwickeln, wird innerhalb des Tagebuchs andere Dinge in den Vordergrund stellen, als jemand der gerade versucht, seine emotionalen Trades in den Griff zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund ist auch die im Rahmen dieses Thementages „beigefügte“ Tagebuchvorlage zu werten. Sie soll Ihnen zeigen, wie ein solches Tagebuch aussehen kann, aber nicht muss. Die konkreten Inhalte eines Trading-Tagebuchs richten sich nach den für Sie gerade wichtigen Dingen. Dies setzt voraus, dass Sie sich Aufgaben / Ziele setzen. Diese wiederum erhalten Sie aus Ihren bisherigen Tagebuchaufzeichnungen, womit wir uns in einem Kreislauf befinden.

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Das Tagebuch hilft Ihnen also nicht nur, Hürden zu meistern, sondern zeigt solche auch auf.

Ein Tagebuch zu schreiben ist gut, eines auszuwerten aber noch viel besser!

All dies wird aber nur dann funktionieren, wenn Sie Ihr Trading-Tagebuch ordentlich führen und, man glaubt es kaum, auch auswerten. Verstaubt dieses ungelesen in der Schublade, brauchen Sie sich über eine Aussage wie: „Na klar führe ich ein Trading-Tagebuch, aber erfolgreicher hat mich dieses nicht gemacht!“ nicht wundern.

Dies bringt uns zu einem weiteren wichtigen Aspekt, der gegen ein vorgefertigtes Trading-Tagebuch aus dem Internet & Co. spricht. Abgesehen davon, dass die zu protokollierenden Inhalte die falschen sein können, besteht die Gefahr, dass Sie das Tagebuch in der Form gar nicht führen, weil es Ihnen keinen Spaß, in der Form einfach zu viel Zeit in Anspruch nimmt oder eine spätere Auswertung nach Ihren Bedürfnissen nicht oder nur erschwert möglich ist. Diese drei Dinge sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie sich die Frage stellen, wie Sie Ihr Trading-Tagebuch schreiben wollen. Während man an seinen Emotionen arbeitet, finde ich persönlich bspw. ein handgeschriebenes Büchlein schick. Zum einen sitze ich schon den ganzen Tag am Computer und zum anderen empfinde ich es als sehr angenehm, auf der Couch die Einträge durchzuarbeiten. Die Gedanken kann ich hierbei viel entspannter kreisen lassen, als am PC.

Ein solches Vorgehen ist wesentlich schwieriger, wenn es um die konkrete Auswertung von Daten geht. Vielleicht sind Sie charttechnischer Trader und nutzen klassische Formationen wie Dreiecke, Wimpel, Flaggen, Schulter-Kopf-Schulter etc. für Ihren Einstieg. Wenn Sie klären wollen, welchen Erfolgsanteil welches Muster hatte, dann müssen Sie schnell und effektiv Daten sammeln und auswerten können. Hierfür bietet sich eher Excel als ein handgeschriebenes Büchlein an. Vor allem die Auswertung ist bei letzterem nicht ganz einfach. Aber denken Sie daran: ein Trading-Tagebuch sollte zwar zeitlich so effizient wie möglich geschrieben werden, aber es sollte nicht in einer Schublade verstauben. Wenn Sie mit Excel oder PCs absolut nichts anfangen können/wollen, dann würde ich auch der Frage nach dem besten Muster meines bisherigen Tradings in einem kleinen handgeschriebenen Büchlein nachgehen. Das Führen und Auswerten mag dann zwar etwas länger dauern, aber besser so als gar nichts.

Ich möchte diesen Artikel jedoch auch nicht mit dem Gefühl beenden, welche das Lesen von Tradingbüchern & Co. oftmals bei mir hinterlassen haben. So ala: Ah, darauf muss ich achten, aber was soll ich denn jetzt tun? Und wie? Was für Optionen habe ich denn? Wie setze ich das um?...

Wir wissen, ein Trading-Tagebuch ist eine höchst individuelle Angelegenheit, sowohl was die Inhalte als auch die Aufbereitung dessen anbelangt. Es soll Sie als Trader darin unterstützen, Probleme aufzuzeigen und Lösungen anbieten. Dabei soll ein Trading-Tagebuch so gestaltet werden, dass es möglichst effizient zu führen und auszuwerten ist. Je nach Problemstellung und eigener Persönlichkeit kommen dafür unterschiedlichste Dinge in Frage. Ein paar Schlagworte, die Ihnen helfen sollen, Ihr perfektes Trading-Tagebuch zu finden, möchte ich Ihnen noch an die Hand geben:

  • Handschriftlich vs. Computerbasiert vs. Mix
  • Videos
  • Blogs / Internetseite
  • Audiokommentierungen
  • Bilder (bspw. tägliche Trades im Chart mit Kommentaren) ausdrucken oder auf dem PC archivieren
  • Unterstützungen des Brokers (Tradeauswertung wie sie bspw. vom Metatrader angeboten wird, nutzen)
  • Eigengeführtes Tagebuch vs. fremdgeführtes (sehr unkonventionell, aber Sie können auch Ihren Partner / Ihrer Partnerin die Rolle des Coaches übernehmen lassen und dann das Problem einfach auf ihn abwälzen ;- ) )
  • Checklisten auf Papier oder am Computer

Auf der Suche nach Ihrem perfekten Trading-Tagebuch nähern Sie sich der Aufgabe von den großen Zielen her an. Ein Tagebuch ist ein „Muss“, also wie möchten Sie es gerne führen? Nur wer Spaß bei der Arbeit hat, wird diese auch bestens erledigen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg,

Ihr Rene Berteit

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