Wenn man mit Aktien oder Wertpapieren handeln möchte, benötigt man hierzu ein Depot, das von einer Bank geführt wird. Mit dessen Hilfe können Wertpapiere gekauft, verkauft und verwaltet werden. Gleichzeitig benötigt man auch ein Referenzkonto (z. B. ein Girokonto), auf das die Erlöse gutgeschrieben werden können. Heutzutage ist es häufig möglich, sowohl bei Filialbanken als auch bei Onlinebanken ein Onlinedepot einzurichten, so dass man seine Käufe und Verkäufe bequem über das Internet erledigen kann.

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== 1. Die Gebühren ==

Wie die meisten Bankprodukte ist auch das Depot mit Gebühren belastet. Vor allem für die Verwaltung des Depots und für die Tätigung von Transaktionen werden Kostenbeiträge fällig. Abgerechnet werden die Depotgebühren gewöhnlich einmal jährlich. Bevor man ein Depot eröffnet, sollte man die verschiedenen Anbieter vergleichen, da sich gerade bei den Gebühren große Unterschiede ergeben können. Insgesamt zeigt sich, dass Onlinebanken meist bessere Konditionen bieten können.

Immer häufiger werden heutzutage auch kostenlose Depots angeboten. Doch sollte man bei diesen Angeboten vorsichtig sein. Oft werden hierbei lediglich die Jahresdepotgebühren erlassen. Es bleiben jedoch die Gebühren für getätigte Transaktionen oder für zusätzliche Dienstleistungen. Vor dem Abschluss sollte man sich daher die Tariftabellen der einzelnen Anbieter genauer ansehen.

== 2. Die Depotformen ==

=== A-Depot ===

In einem A-Depot liegen nur Wertpapiere, die einer Bank gehören. Diese verwahrt sie gleichzeitig.

=== B-Depot ===

Ein B-Depot besteht aus Wertpapieren, die einem Anleger gehören. Die Bank verwaltet diese und führt die Order des Anlegers aus. Der Kauf von Aktien erfolgt auf Rechnung des Anlegers, aber im eigenen Namen.

=== C-Depot ===

Ein C-Depot umfasst alle Wertpapiere, die die Bank an andere Stellen verpfändet hat. Wertpapiere können somit als Sicherheit bei einem Kredit verwendet werden.

=== D-Depot ===

Ein D-Depot funktioniert ähnlich wie das C-Depot. Es beinhaltet vor allem Sammeldepotanteile und Wertpapiere, die nur teilweise verpfändet wurden.

== 3. Leistungen der Depotbanken ==

Welche Leistungen eine Depotbank anbietet, hängt natürlich immer vom entsprechenden Depot ab. Zum einen verwaltet sie das Depot und die Vorgänge, die darüber abgewickelt werden. Über die Bank kann der Kunde Order platzieren, also neue Wertpapiere kaufen oder bestehende Anlagen abstoßen.

Die Bank informiert ihre Depotkunden auch darüber, wenn sie bei Wertpapieren zum Altaktionär geworden sind. Dadurch wird ihnen ein Kaufrecht für neu aufgelegte Aktienpakete eingeräumt.

Zusätzlich übernimmt die Depotbank einige überwachende Funktionen, beispielsweise bei der Kündigung und Auslosung von Schuldverschreibungen. Die Bank ist verpflichtet, dem Depotinhaber Depotauszüge auszuhändigen, aus denen alle getätigten Transaktionen hervorgehen. Dieser muss wenigstens einmal im Jahr verteilt werden.

Es sind jedoch nicht all diese Dienstleistungen kostenlos verfügbar. Häufig müssen dafür mehr oder weniger hohe Gebühren entrichtet werden.

== 4. Wechsel oder Kündigung eines Depots ==

Banken sind dazu verpflichtet, auf Wunsch des Depotinhabers bestimmte Wertpapiere auf Depots zu übertragen, die bei anderen Banken geführt werden. Hierfür fallen keine Gebühren an, da es sich hierbei um eine gesetzliche Vorgabe handelt. Es spielt dabei auch keine Rolle, um welche Art von Wertpapieren es sich handelt.

Wenn man ein Depot vollständig auflösen möchte, muss man diese Kündigung bei der Depotbank schriftlich abgeben. Kunden müssen keine Kündigungsfristen einhalten. Will dagegen die Bank das Depot kündigen, so muss sie sich an die Kündigungsfristen halten, die im Depoteröffnungsvertrag festgehalten wurden. Bei der Auflösung eines Depots werden die noch enthaltenen Wertpapiere entweder verkauft und der Erlös an den Depotinhaber ausgezahlt oder die Wertpapiere werden auf ein anderes Depot transferiert.

== 5. Das Probedepot ==

Neueinsteigern im Wertpapiergeschäft fällt es häufig schwer, alle Zusammenhänge sofort zu überblicken. Ein Probedepot kann helfen, dass sie den Umgang mit Aktien & Co. zügig erlernen. So kann vermieden werden, dass man in der Praxis mit „echtem“ Geld lernt und es dabei vielleicht durch Unerfahrenheit verliert. Solche Probedepots lassen sich häufig im Internet abschließen und auch verwalten.