Directional Movement Index (DMI)

Der Directional Movement Index (DMI) gibt an, ob ein Trend vorliegt und wie stark dieser ist. Die Überlegung ist, dass im Aufwärtstrend das aktuelle Hoch höher als das Hoch vom Vortag und im Abwärtstrend das aktuelle Tief tiefer als das Vortagestief liegt. Darauf aufbauend wird der +DI (vorheriges Hoch minus aktuelles) als Indikator für die Aufwärtsbewegung und der –DI (vorheriges Tief minus aktuelles) als Indikator für die Abwärtsbewegung berechnet.

Diese Indikatoren geben nun zwar eine Information über die absolute Bewegung des Kurses, aber für eine Vergleichbarkeit der Werte bedarf es einer Normierung. Hierzu wird der Directional Movement Indikator durch die “True Range” geteilt. Die True Range ist entweder die Schwankung des laufenden Tages (Höchstkurs-Tiefstkurs) oder die Veränderung des heutigen Höchst- bzw. Tiefstkurses gegen den gestrigen Schlusskurs, je nachdem, welcher dieser Werte am höchsten liegt. Mittels dieser Normierung kommen wir zu den beiden Richtungsindikatoren DI-Plus und DI-Minus.
Der eigentliche DMI setzt diese beiden Indikatoren ins Verhältnis zueinander, um so die Bewegungsrichtung zu darzustellen.

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Meist werden die werden die Werte DI+ und DI- über eine Periode von 14 Tagen geglättet. Berechnet man den gleitenden Mittelwert des DMI so erhält man den ADX.

Average Directional Index (ADX)

Der ADX ist die geglättete Darstellung des DMI (Directional Movement Index). Es gilt daher das unter DMI Gesagte. Die Voreinstellung des Glättungszeitraums sind 14 Perioden. Als Glättung dient der einfache gleitende Durchschnitt SMA.

Tipp: Betrachten Sie sowohl den DMI als auch den ADX (mit gleichen Periodenzahl) und es ist deutlich ersichtlich, wie der ADX die Glättung des DMI darstellt.