Wie Warren Buffett uns schon lehrte:

"Regel Nummer 1: Verliere niemals Geld. Regel Nummer 2: Vergiss niemals Regel Nummer 1."

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1) Wenn Sie in Fonds investieren, dann gucken Sie nicht auf die Performance des letzten Jahres, sondern schauen Sie, wie hoch der maximale Verlust des Fonds in den letzten drei und fünf Jahren war (Am besten auch in den letzten zehn Jahren, falls es den Fonds schon so lange gibt).

Bei Indexfonds (ETFs) können Sie ganz einfach auf den maximalen Verlust des zugrundeliegenden Index schauen. Die meisten Indizes werden lange zurückgerechnet, z.B. der DAX bis 1959.

Leider werden Finanzprodukte immer noch mit vergangenen Renditen beworben. Selbst das Deutsche Aktieninstitut zur Förderung der Aktienkultur in Deutschland „wirbt“ mit einem RENDITE-Dreieck und nicht mit einem VERLUSTE-Dreieck.

Ganz ehrlich, wie soll es damit etwas werden?

Wenn Anleger mit verlockenden Gewinnen in den Aktienmarkt gezogen werden, müssen diese zwangsläufig bei unvorhergesehenen Verlusten den Kopf verlieren.

Vernünftig wäre jedoch mit den vergangenen Verlusten zu kalkulieren. Fragen Sie sich also, ob Sie den maximalen Verlust der Vergangenheit auch in der Zukunft aushalten, dann erst investieren Sie in den Fonds.

2) Wenn Sie in Aktien investieren wollen, dann lassen Sie sich nicht von den achso tollen Zukunftsaussichten und Prognosen von Analysten verleiten (die zu 95 Prozent schief liegen), sondern schauen Sie auf die fundamentalen und „wahren“ Werte.

Analysieren Sie Fakten und keine Märchen.

Investieren Sie nicht in Unternehmen, die keine Gewinne machen.

Investieren Sie nicht in Unternehmen, die nicht kontinuierlich Dividenden zahlen und im besten Fall immer wieder gesteigert haben.

Investieren Sie nicht in Geschäftsmodelle, die Sie nicht verstehen oder die Sie nicht in einem Satz erklären können.

(Ich persönlich investiere nur noch in Unternehmen, deren Geschäftsmodell ich in einem Wort beschreiben kann.)

Mit dieser Strategie erwischen Sie zwar nicht die nächste Super-Story ala Tesla, Facebook, Amazon oder Zalando, aber Sie gehen auch nicht im nächsten Crash pleite.

Denn Waschpulver, Burger oder Sportschuhe verkaufen sich auch noch, wenn die Krise über uns hereinbricht.

3) Wenn Sie traden, egal ob mit Aktien, Indizes oder Forex, dann wählen Sie nur diese Trades aus, die Ihnen ein geringes Risiko für einen großen Gewinn ermöglichen.

Oftmals sind das die besten Trades, denn sie entstehen, wenn der Markt vor großen Wendepunkten steht. Die Masse der Anleger ist dann so panisch oder gierig, dass für Ihren Trade nur noch ein geringes Restrisiko besteht, da ein Großteil der Erwartungen bereits eingepreist ist.

Denken Sie immer daran, dass eine Rendite, die besonders sicher erscheint, meist in Wirklichkeit ein hohes Risiko birgt und dass ein Risiko, das besonders unsicher wirkt, oftmals eine hohe Rendite ermöglicht.

Die besten Trades entstehen, wenn man zuerst an das Risiko und dann an die Rendite denkt.

Paul Tudor Jones ist spätestens als Profiteur des „Schwarzen Montags“ von 1987  zu einem der berühmtesten Trader der Wall Street geworden. Was die wenigsten wissen ist, dass Jones an diesem Tag den größten Profit nicht mit Leeverkäufen auf den S&P 500 Index erzielte, sondern mit Kursgewinnen von sicheren Staatsanleihen.

Als die Abwärtsbewegung der Märkte sich an diesem Tag verschärfte und Gerüchte über die Instabilität des Bankensektors die Runde machten, schichtete Paul Tudor Jones aus Risikoaversion die Cashbestände seiner Kunden bei Banken in sichere US-Staatsanleihen um. Er fürchtete die Banken könnten in Schieflage kommen und das Kapital seiner Anleger verlieren.

Und wie es das Schicksal mit den Tüchtigen so will, griff die Fed am späten Nachmittag des 19.Oktober 1987 in den Markt ein, um die Lage zu stabilisieren. Die US-Staatsanleihen explodierten.

Paul Tudor Jones profitierte weil er zuerst an das Risiko und nicht an die Rendite dachte.

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Viele Grüße
Jakob Penndorf